Papst Franziskus ruft Kölner Pfarrer an

Papst ruft Kölner an und bittet um Gefallen: Er „hat Glück gehabt, dass ich überhaupt abgenommen habe“

+
Papst Franziskus ruft den Kölner Pfarrer an. (Symbolbild)
  • schließen

Ein Pfarrer aus Köln bekommt einen Anruf vom Papst. Während des Gespräches bittet der Papst dann um einen ungewöhnlichen Gefallen.

  • Papst Franziskus ruft Pfarrer Regamy Thillainathan aus Köln unerwartet an
  • Der Kölner wollte erst gar nicht ans Telefon gehen
  • Nun muss der Pfarrer aus Köln dem kirchlichen Oberhaupt einen Gefallen tun

Köln - Papst Franziskus ist als Oberhaupt der katholischen Kirche äußerst beschäftigt. Dennoch nimmt er sich anscheinend die Zeit, auch persönlich auf Briefe zu antworten. Dabei greift der Papst gerne zum Telefon, berichtet der Kölner Radiosender domradio. Davon konnte sich nun der Kölner Priester Regamy Thillainathan überzeugen, denn der Pfarrer wurde vom „Heiligen Vater“ ganz überraschend angerufen - und wollte zunächst gar nicht rangehen.

Pfarrer aus Köln: „Der Heilige Vater hat Glück gehabt, dass ich überhaupt abgenommen habe“

Pfarrer Regamy Thillainatha war vom Anruf des Papstes überrascht.

Eigentlich sitzt der 48-jährige Pfarrer aus Köln gerade in einem Video-Meeting, als sein Telefon klingelt. Irrtümlicherweise denkt der Priester, dass seine 62-jährige Mutter anruft. Als Regamy Thillainathan auf das Display blickt, wird nur eine unterdrückte Nummer angezeigt. „Er hat mit unterdrückter Nummer angerufen“, erzählt der Pfarrer dem domradio. Mit „er“ ist das kirchliche Oberhaupt Papst Franziskus gemeint. Ein Anruf vom Heiligen Vater? Das kam selbst für den Priester aus Köln unerwartet. „Der Heilige Vater hat Glück gehabt, dass ich überhaupt abgenommen habe“, erzählt Thillainathan lachend weiter. Der Priester aus Köln habe nämlich an einen schlechten Scherz geglaubt: „Denn ich habe viele Freunde, die gerne ihre Stimme verstellen“, so der Pfarrer.

„Hier spricht Papa Francesco“ stellt sich der Papst dem Pfarrer aus Köln vor

Zum Glück ist Pfarrer Thillainathan ans Telefon gegangen. Durch den Lautsprecher ertönt nämlich die Stimme des Papstes selbst: „Hier spricht Papa Francesco!“, stellt sich das Oberhaupt der katholischen Kirche dem Kölner vor. Daraufhin unterhielten sich die beiden Geistlichen über die Arbeit des Priesters in der Berufungspastoral des Erzbistums Köln. Die Berufung von neuen Priestern in Deutschland sorgte zuletzt für Aufsehen, da immer weniger junge Menschen Priester werden wollen.

Nicht das erste Gespräch innerhalb kürzester Zeit: Pfarrer aus Köln trifft zufällig auf den Papst

Der Anruf ist für den Pfarrer des Erzbistums Köln nicht der erste Kontakt mit dem Papst gewesen: Die beiden trafen sich bereits in der Woche zuvor - das war jedoch gar nicht geplant. Der Pfarrer war für einen Termin im Vatikan. Als sein Rückflug ausgefallen war, blieb er etwas länger im Zentrum der katholischen Kirche. Nach einem Gottesdienst kam es zu einem kurzen Gespräch zwischen Papst Franziskus und Pfarrer Thillainathan. Während dieser Begegnung überreichte der Pfarrer einen persönlichen Brief an das Oberhaupt. „Er hat ihn nicht an seinen Sekretär weitergegeben, sondern hat ihn sich direkt in die Tasche gesteckt“, so Thillainathan im Interview weiter. Eben dieser Brief führte nun zum Telefonat zwischen den beiden Geistlichen.

„Papst Franziskus ist wirklich ein Seelsorger“ und bittet Pfarrer aus Köln um Gefallen

Der Papst hat die Ausbildung angehender Priester mit dem Pfarrer aus Köln besprochen. Dabei sei Papst Franziskus auch auf persönliche Anliegen des Kölner Priesters eingegangen. „Papst Franziskus ist wirklich ein Seelsorger, der ermutigen und begeistern kann“, erzählt Thillainathan weiter. Am Ende des Gespräches hatte der Papst dann aber noch eine Bitte an den Pfarrer aus Köln: Thillainathan soll den Kölner Erzbischof, Kardinal Rainer Maria Woelki, von Papst Franziskus grüßen. (jw mit dpa)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion