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Köln: Schlägereien und Randale – Deutzer Kirmes am Mittwoch vorzeitig beendet

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Von: Nina Büchs

Das linke Bild zeigt die Kirmes in Deutz, das rechte Foto zwei Polizisten am Rheinboulevard.
Auf der Deutzer Kirmes spitzte sich die Lage am Mittwochabend zu. Es kam zu mehreren Schlägereien. (Symbolbilder/Montage) © Jochen Tack/Imago & David Young/dpa

Am Mittwoch kam es auf der Deutzer Kirmes zu mehreren Schlägereien. Auch eine Polizistin wurde verletzt. Der Veranstalter brach die Kirmes an diesem Tag vorzeitig ab.

Köln – Auf der Deutzer Kirmes in Köln kam es am frühen Mittwochabend (20. April) zu mehreren Schlägereien. Ein Sprecher der Polizei Köln sprach gegenüber 24RHEIN von einer „Tumultlage“, die sich dort auf der Kirmes, in den angrenzenden Seitenstraßen und am Rheinboulevard entwickelt habe. Die Stimmung sei „aufgeheizt und aggressiv“ gewesen.

Köln: Schlägereien und Gewalt auf der Deutzer Kirmes – Veranstalter bricht Kirmes früher ab

Am Mittwoch war die Deutzer Kirmes überfüllt. Tausende Menschen drängten sich um Fahrgeschäfte, Attraktionen und Verkaufsstände. Grund für die große Menschenansammlung war vermutlich, dass an diesem Mittwoch auf der Deutzer Kirmes der Familientag stattfand, an dem unter anderem Rabatte auf Fahrgeschäfte und Attraktionen angeboten wurden.

Dem Polizeisprecher zufolge kam es dabei zu „zehn Polizeieinsätzen wegen Körperverletzungsdelikten“, die auf der Kirmes und rund um das Kirmesgelände in Köln-Deutz stattgefunden hätten. „Der Veranstalter hat die Kirmes dann gegen 21:30 Uhr, eine halbe Stunde vor Ende, geschlossen“, so der Sprecher weiter. Auch auf Facebook teilte die Gemeinschaft Kölner Schausteller (GKS e.G), die die Kirmes regelmäßig veranstaltet, mit, dass der Festplatz wegen Überfüllung geschlossen sei.

Köln: Tumulte auf der Deutzer Kirmes – „Aufgeheizte Stimmung“ bei 200 alkoholisierten Männern

Laut Polizeiangaben hatten mehr als 2000 Kirmes-Besucher die Veranstaltung daraufhin über den Rheinboulevard verlassen. Die Stimmung war laut dem Sprecher „aggressiv und aufgeheizt“. In den Fokus gerieten dann schnell zwei 23 und 28-jährige Männer, die auf die Polizeibeamten zugingen und mit Schlägen drohten.

Dann eskalierte die Lage immer mehr, als sich plötzlich weitere junge, alkoholisierte Männer einmischten. „Etwa 200 Personen haben sich mit den Männern solidarisiert, deshalb haben die Einsatzkräfte Verstärkung angefordert“, so der Sprecher weiter. Rund 70 Einsatzkräfte waren laut Polizeiangaben erforderlich, die Menschen-Menge zurückzudrängen. Diese hätte sich „mit den beiden Aggressoren solidarisiert“ und deren Verhaftung „zunächst verhindert“.

Bei dem Versuch, die aggressiven Männer zu fixieren, habe der 28-Jährige eine junge Polizeibeamtin mit Faustschlägen verletzt. Den 23- und 28-Jährigen wurden Platzverweise erteilt und sie wurden „nach Einsatz von Pfefferspray“ letztlich in Gewahrsam genommen. Der 28-Jährige muss sich unter anderem wegen tätlichem Angriff einer Polizistin verantworten. Die Kripo Köln ermittelt nun.

Deutzer Kirmes in Köln: „Aggressive Stimmung“ – Polizei wird Lage weiter beobachten

Ob es auch in den kommenden Tagen zu ähnlichen Vorfällen kommen wird, muss abgewartet werden. Zunächst sei der Veranstalter selbst für die Sicherheit auf dem Gelände zuständig. Hinzugerufen werde die Polizei, wenn es dann zu Straftaten kommen sollte, so der Sprecher. Inzwischen ist die Kirmes wieder in vollem Gange. Die Polizei werde die Lage dort jedoch weiterhin beobachten, so der Sprecher. Der nächste Familientag, eigentlich für Mittwoch, den 27. April, geplant, wurde vom Veranstalter bereits abgesagt. (nb) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

Dieser Text wurde am 21. April um 18:23 Uhr inhaltlich aktualisiert. Neuerung: Details zum Polizei-Einsatz an mehreren Stellen ergänzt.

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