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Fotos zeigen Eis, dass auf dem Rhein treibt – doch das ist viele Jahre her

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Von: Constanze Julita

Mit Blick auf den Dom ist der Rhein von vielen Eisschollen bedeckt.
Dauerfrost und Temperaturen im Minusbereich sorgen für einen zugefrorenen Rhein. (Bild aus den 1960er Jahren) © United Archives/Imago

Der Rhein, mit Eisschollen überzogen? Das zeigen alte Fotos aus Köln. Heute kaum vorstellbar, doch früher fror der Rhein in kalten Wintern sogar zu.

Köln – Spätestens ab Dezember kann man mit Temperaturen unter der Null-Grad-Marke rechnen. Womöglich bedecken die ersten Schneefälle die Straßen und Häuser. Gerade in diesen Tagen ist es besonders eisig in Köln: Frost überzieht die Stadt, die Temperaturen schaffen es nicht über null Grad. Mit Blick auf den Rhein bei Köln zeigen sich allerdings keine Veränderungen. Sogar bei frostigen Temperaturen im zweistelligen Minusbereich bildet sich keine Eisschicht auf dem Rhein. Doch vor einigen Jahrzehnten sah das anders aus: Dicke Eisflächen bedeckten den Rhein.

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Klirrende Kälte in den 1920er Jahren sorgt für Eisschollen auf dem Rhein in Köln

Eisschollen treiben über den Rhein an der Altstadt von Köln vorbei. Im Hintergrund ist die Szenerie von Köln sowie der Kölner Dom zu sehen.
Heutzutage kaum vorstellbar sorgten die kalten Wintermonate in den 1920er Jahren für Eisschollen auf dem Rhein. (Foto datiert auf Mitte der 1920er Jahre) © United Archiev/Imago

Für uns ist es heute kaum vorstellbar, dass auf dem Rhein dicke Eisschollen treiben. Doch vor einigen Jahrzehnten kam das noch vor. Besonders frostig war das Jahr 1928/29, wie Fotos aus dieser Zeit zeigen. Durch die niedrigen Temperaturen im zweistelligen Minusbereich bildete sich auf dem Rhein Treibeis, das an der Kölner Innenstadt vorbeizogen.

Rhein in Köln auch in den 1960er Jahren zugefroren

Mit Blick auf Deutz wird der Rhein von einer nahezu zusammenhängenden Eisfläche bedeckt.
Mit Blick auf Deutz ist der Rhein von einer Eisfläche bedeckt. (Bild aus den 1960er Jahren) © United Archievs/Imago

Der Winter 1962/63 zählt zu einer der kältesten Zeiten des 20. Jahrhunderts in Europa. Auch Köln und der Rhein blieben damals nicht von der klirrenden Kälte verschont. Die niedrigen Temperaturen sorgten dafür, dass sich wieder Treibeis auf dem Rhein bildete, erklärt Claudia Thoma von der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bunds. Teilweise gab es eine nahezu zusammenhängenden Eisfläche. Berichte zeugen davon, dass man zwischen Köln und Emmerich auch sogar über den Rhein gehen konnte. Jegliche Schiffsfahrt war damit unmöglich.

Kann der Rhein in Köln wieder zufrieren?

Eisschollen treiben auf dem Rhein unter der Hohenzollernbrücke in den 50er und 60er Jahren.
Eisschollen treiben unter der Hohenzollernbrücke auf dem Rhein in Köln. © United Archieves/Imago

Der aktuelle Wintereinbruch bringt zwar eisige Temperaturen mit sich, allerdings ist mit Blick auf die Wassertemperatur des Rheins nicht mit Eis in Köln zu rechnen. Die Messstelle in Köln zeigt eine aktuelle Wassertemperatur von 2,7 Grad Celsius an (Stand: 16. Dezember). Im Vergleich zur Umgebung ist die Temperatur des Flusses höher. Grund hierfür sind die Abwässer und Abwärme der Industrieanlagen, die sich entlang des Rheins befinden und den Fluss so erwärmen, erklärt die Expertin. (cj) Tipp: Täglich informiert, was in NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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