Auf der Suche nach dem Sperber

„Haben Sie ihn gesehen?“: Greifvogel taucht immer öfter in Köln auf

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Die Stadt Köln setzt bei der Vogelsuche auf die Bürger und Bürgerinnen. (Archivbild)
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Die Stadt Köln geht auf Sperber-Suche. Den kleinen Greifvogel zieht es immer mehr ins Stadtgebiet. Mit der Hilfe der Bevölkerung sollen Hinweise über das Verhalten gesammelt werden.

Köln – „Haben Sie ihn gesehen?“: Das fragt die Stadt Köln nun die Kölnerinnen und Kölner. Mit einem Großaufgebot sucht die Stadt einen ganz besonderen Jäger. Der Gesuchte ist dabei jedoch kein Schwerverbrecher. Viel mehr handelt es sich um eine besondere Vogelart: Der Sperber. In einer Pressemitteilung erklärt die Stadt Köln, was es mit der kuriosen Suchanfrage auf sich hat.

Wissenschaftlicher NameAccipiter nisus
Gewicht220 Gramm
Höhere KlassifizierungHabichte und Sperber
ErhaltungszustandUngefährdet (Stabil)
FamilieHabichtartige (Accipitridae)
Länge29 – 41 Zentimeter

Stadt Köln auf der Suche nach dem Sperber – wo findet sich der Greifvogel?

Bei dem Sperber handelt es sich um einen kleinen Greifvogel, der seinen Lebensraum eigentlich in Feldern, Wäldern und Wiesen findet. Doch aufgrund der zunehmenden Nahrungsangebote in städtischen Gebieten brütet der Sperber nun auch in Parks, Friedhöfen, bewaldeten Industriebrachen, Alleen und sogar größeren Gärten. Dabei ist erst wenig über die Lebensweise des städtischen Greifvogels bekannt. Das möchte die Stadt Köln ändern und setzt dabei auf die Mithilfe der Bürger und Bürgerinnen. Immer wieder werden auch Wildtiere auch in der Stadt gesichtet: So wurde bereits eine Nutria am Kölner Ebertplatz beobachtet.

Bei dem sogenannten „Sperbermonitorings“ sollen Hinweise aus der Bevölkerung zusammengetragen werden. „Die Größe und die Zusammensetzung der Sperber-Bestände können Hinweise über den Zustand der in Köln lebenden Vögel geben“, heißt es unter anderem in der Pressemitteilung. Dabei wird unter anderem das Brutverhalten des Greifvogels ermittelt. Bei negativen Entwicklungen sollen somit schneller Schutzmaßnahmen ergriffen werden können.

Wie sieht der Sperber aus?

  • Der Sperber erreicht eine Größe von 30 bis 38 Zentimeter.
  • Der schmale, gelber Augenring ist ein wichtiges Bestimmungsmerkmal des Sperbers. 
  • Das Rückengefieder kann von blaugrau bis graubraun gefärbt sein.
  • Das Brustgefieder beim Männchen ist weiß mit rostroter Querbänderung und rostroten Flanken.
  • Das Brustgefieder beim Weibchen ist weiß mit dunkler Querbänderung. 
  • Das Weibchen ist dabei größer als Männchen
  • Die Flügel des Sperbers sind kurz und breit. Die Flügelspitzen sind abgerundet und leicht gefingert. 
  • Der Schwanz des Sperbers ist lang, gerade und besitzt 4 bis 5 dunkel Querbänder.

Stadt Köln ist auf Sperber-Sucher: Mehrere Male wurde der Greifvogel im Stadtgebiet gesichtet

Wer den Sperber gesehen hat, kann auf der Internetseite „Meldestelle Greifvögel“ der Stadt Köln seine Sichtung melden. Dabei muss zunächst der Ort der Sichtung auf einer Karte eingetragen werden. In einem Formular werden daraufhin zusätzliche Angaben zur Sichtung vermerkt. Abschließend kann das Foto des entdeckten Sperbers hochgeladen werden.

Die ersten Sichtungen wurden bereits auf der Sperber-Karte der Stadt Köln eingetragen. Zweimal wurde der Vogel bereits in der Nähe des Rhein-Energie-Stadions gesichtet. Weitere Sichtungen des Sperbers wurden in der Nähe des Westfriedhofs und in Widdersdorf eingetragen. (jw)

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