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Streik in Köln: Saturn, H&M und Ikea betroffen – was das für Kunden heißt

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Von: Jana Wehmann

Mitarbeiter streiken vor einer H&M Filiale.
In Köln beteiligen sich H&M, Saturn, Ikea, TK Maxx und Handelshof am Verdi Streik im Einzelhandel (Symbolbild). © Julian Stratenschulte/dpa

Verdi hat erneut zum Arbeitskampf im NRW-Einzelhandel aufgerufen. In Köln beteiligen sich Saturn, H&M, Ikea, TK Maxx und Handelshof am Streik.

Köln – Die Gewerkschaft Verdi hat für Freitag (27. August) zu Streiks im Einzelhandel in ganz Nordrhein-Westfalen aufgerufen. Im Kampf um mehr Lohn beteiligen sich rund 700.000 Beschäftige – darunter auch sechs Betriebe aus Köln. Während in NRW unter anderem auch Angestellte von Rewe, Kaufland und Edeka ihre Arbeit niederlegen, sind in Köln die Filialen von Saturn, H&M, Ikea und TK Maxx sowie der Großhandel Handelshof betroffen.

Verdi Streik in Köln: Diese Geschäfte werden zum Streik ausgerufen

Streik im NRW-Einzelhandel: Wo wird in Köln gestreikt?

Insgesamt hat Verdi bei rund 20 Unternehmen zum ganztägigen Streik ausgerufen. In Köln startet der Streik im Einzelhandel mit einer Kundgebung auf dem Neumarkt. „Nach etwa einer Stunde ziehen wir mit einem Demozug weiter in Richtung Deutzer Brücke“, erklärt Jana Zorn vom Verdi Bezirk Köln-Bonn-Leverkusen gegenüber 24RHEIN.

Zwar endet das Programm vom Verdi Streik in Köln gegen 12:30 Uhr an der Deutzer Brücke, allerdings läuft der Arbeitskampf weiter. „Viele Mitarbeiter arbeiten in Einzelhandel im Schichtsystem. Das heißt, es können im weiteren Tagesverlauf noch mehr Angestellte streiken“, erklärt Zorn. Die Streiks finden statt, um vor der nächsten Verhandlungsrunde, „den Druck auf die Arbeitgeber zu erhöhen“, so eine Verdi-Sprecherin aus Düsseldorf.

Streik in Köln: Sind die Filialen von Saturn, H&M, TK Maxx und Ikea geschlossen?

Zwar hat Verdi in NRW zum ganztägigen Streik ausgerufen, allerdings bleiben die betroffenen Geschäfte von Saturn, H&M, TK Maxx und Ikea in Köln weiterhin geöffnet. Da aber viele Angestellte aus dem Einzelhandel streiken und die Mitarbeiterzahl in den Filialen vor Ort reduziert ist, müssen sich Kunden auf längere Wartezeiten einstellen. „Die betroffenen Filialen in Köln sind geöffnet, aber es kann zu Verzögerungen im Ablauf kommen“, erklärt Zorn im Gespräch mit 24RHEIN.

Streik im Einzelhandel: Was fordert Verdi NRW?

In den vergangenen Monaten kam es bereits mehrfach zu Streiks im NRW-Einzelhandel. Wegen der schwierigen Tarifverhandlungen gingen bereits unzählige Mitarbeiter im Juli in NRW auf die Straße. Nun ist die Gewerkschaft sauer, weil die Arbeitgeber in der vierten Verhandlungsrunde einen Verdi-Vorschlag ablehnten, ohne jedoch ein Gegenangebot zu machen.

Bei dem Tarifstreit fordert Verdi unter anderem Folgendes:

Ob sich Verdi und die Arbeitgeber in der nächsten Verhandlungsrunde einigen ist unklar. Weitere Streiks im NRW-Einzelhandel sind jedoch nicht ausgeschlossen. Auch in Köln werde sich Verdi weiter für die Arbeitnehmer stark machen. (jaw) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in Köln passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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