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Drei Verletzte nach Messerattacken in Köln

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Männerhand mit einem verbotenen Springmesser auf der Straße.
Die Polizei sucht nach beiden Messerangriffen nach Zeugen (Symbolbild). © Rolf Kremming/Imago

Bei Messerangriffen wurden in Köln seit Donnerstagabend drei Menschen verletzt – zwei von ihnen schwer.

Köln – In Köln wurden zwischen Donnerstagabend und Freitagmorgen drei Personen bei Messerangriffen zum Teil schwer verletzt. In einem Fall ermittelt jetzt eine Mordkommission der Polizei.

Streit unter Jugendlichen in der Kölner Innenstadt esakliert

Der erste Angriff passierte in der Straße „Am Hof“ in der Kölner Innenstadt, nur rund 100 Meter südlich des Kölner Doms. Dort kam es gegen 19:10 Uhr zu einem Streit zwischen zwei Jugendlichen (14 und 15 Jahre). Der 15-Jährige soll den 14-Jährigen dabei geschlagen und mit einem Messer am Oberkörper verletzt haben, berichtet die Polizei Köln. Die Polizei konnte den 15-Jährigen kurz darauf stellen. „Der Tatverdächtige lässt sich von einem Rechtsanwalt vertreten“, berichten die Ermittler. Der 14-Jährige wurde schwer verletzt und wird stationär im Krankenhaus behandelt.

Messerangriff im Belgischen Viertel

In der Nacht zum Freitag gab es einen weiteren Messerangriff in Köln. Im belgischen Viertel wurde ein 23-Jähriger leicht verletzt. Er soll mit zwei Freunden gegen 0:20 Uhr an der Brabanter Straße/Ecke Flandrische Straße von einer Vierergruppe (zwei Männer und zwei Frauen) angepöbelt worden sein.

„Die Aggressoren trugen nach derzeitigem Kenntnisstand schwarze Daunenjacken mit Fellkragen an den Kapuzen“, teilt die Polizei mit. Es sei zu einem kurzen Handgemenge gekommen. Danach soll der größere und kräftigere der Unbekannten ein Messer gezückt und den 23-Jährigen verletzt haben. Er kam zur ambulanten Behandlung ins Krankenhaus. Der Bereich im belgischen Viertel gehört noch zur Waffenverbotszone an den Ringen in Köln.

Brutale Attacke in Höhenberg – Mordkommission ermittelt

Die dritte Attacke passierte in Köln-Höhenberg. Dort kam es am Freitagmorgen in einer Wohnung auf der Erfurter Straße zu einem Streit. Ein 47 Jahre alter Mann wurde dort mit mehreren Stichen in den Oberkörper verletzt. Er flüchtete danach aus der Wohnung und blieb unweit des Tatortes auf der Frankfurter Straße liegen. Dort fanden ihn Anwohner und alarmierten die Polizei. Er kam in ein Krankenhaus. „Lebensgefahr besteht nach derzeitigem Stand für den 47-Jährigen nicht“, teilt die Polizei mit. Noch am Tatort wurde ein 34 Jahre alter Kölner festgenommen. In diesem Fall ermittelt eine Mordkommission.

Die Polizei sucht in beiden Fällen Zeugen, „insbesondere zu den unbekannten Angreifern von der Brabanter Straße“. Hinweise können unter der Rufnummer 0221 229-0 oder per E-Mail an poststelle.koeln@polizei.nrw.de abgeben werden. (bs/ots) Fair und unabhängig informiert, was in NRW passiert – hier unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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