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Waffenverbotszonen in Köln – wo sie gelten, was sie bedeuten

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Ein Schild deutet auf eine Waffenverbotszone hin.
In mehreren deutschen Städten gibt es bereits Waffenverbotszonen – jetzt auch in Köln (Symbolbild). © Sebastian Willnow/dpa

Bestimmte Straßen und Teile der Innenstadt von Köln gelten seit Kurzem als sogenannte Waffenverbotszonen. Bei Verstößen drohen bis zu 10.000 Euro Bußgeld.

Köln – Die Kölner Innenstadt sicherer machen, Gefahrenpotenzial an Feier-Hotspots einschränken und so Auseinandersetzungen vorbeugen – diese Vorhaben sind der Grund, warum die Stadt Köln in einigen Teilen der Innenstadt sogenannte Waffenverbotszonen eingerichtet hat. In diesen Bereichen dürfen unter anderem Messer, Pfefferspray oder Elektroschocker nicht mehr mitgeführt und schon gar nicht eingesetzt werden – sonst droht ein Bußgeld im fünfstelligen Bereich. Seit Dienstagnacht sind diese speziellen Zonen in Kraft getreten.

Köln: Zülpicher Viertel und Co. werden zur Waffenverbotszone – was man wissen muss

In Köln sind vor allem die Ringe und das Zülpicher Viertel davon betroffen. Bei den Beamten steht gerade letztgenannter Bereich unter besonderer Beobachtung, seitdem dort Anfang August ein 18-jähriger Kölner Nachwuchsfußballer durch Messerstiche tödlich verletzt worden war. Dieser Fall hatte über Köln hinaus für Aufsehen gesorgt, die Zülpicher Straße in die Schlagzeilen gespült. Durch die Einrichtung der Zonen sollen sich Menschen dort nun wieder mit mehr Sicherheit bewegen können.

Diese Zonen gelten an Wochenenden und an beziehungsweise vor Feiertagen von 18 Uhr abends bis 8 Uhr morgens, auch an Karneval. Darauf weisen gelbe Hinweisschilder hin, die visualisieren, welche Gegenstände in diesen Bereichen nun verboten sind. Das erste Mal kontrolliert werden soll am morgigen Heiligabend, 24. Dezember. „Mit den Waffenverbotszonen machen wir die Straßen ein Stück weit sicherer. Vor allem an Orten und Plätzen, an denen es immer wieder zu Straftaten kommt und an denen sich viele Menschen aufhalten, sollen sich die Bürgerinnen und Bürger wieder wohler fühlen könne“, erklärt beispielsweise NRW-Innenminister Herbert Reul.

Waffenverbotszone Köln: Folgende Straßen/Viertel sind betroffen

Doch wo genau gelten die Zonen in Köln? Im Zülpicher Viertel ist der Bereich zwischen der Haltestelle „Zülpicher Platz“ und den Uni-Wiesen betroffen; es ist die Feier-Meile, wo sich zuletzt am 11.11. noch tausende Menschen zum Sessionsauftakt versammelten. Entlang der Ringe startet die Verbotszone am Kaiser-Wilhelm-Ring. „Auf den Ringen kontrollieren wir nördlich bis zum Mediapark und südlich bis inklusive der Schaafenstraße“, erklärte Polizeisprecher Wolfgang Baldes zuletzt gegenüber 24RHEIN. (mo) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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