1. 24RHEIN
  2. Köln
  3. Kalk

Köln: Polizei greift Fußgänger (33) auf der A3 auf – zuvor verletzte er mehrere Beamte

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Nina Büchs

2 Verkehrshütchen stehen mitten auf der gesperrte Autobahn A57 bei Dormagen.
Weil ein Mann zu Fuß auf dem Mittelstreifen der A3 bei Köln unterwegs war, sperrte die Polizei die Autobahn zeitweise ab. (Symbolbild) © David Young/dpa

Ein psychisch auffälliger Mann war am Donnerstag zu Fuß auf der A3 bei Köln unterwegs. Schnell wurde klar: Er war der Polizei bereits bekannt.

Köln – Das hätte böse enden können: Ein Mann war am Donnerstagmittag auf dem Mittelstreifen der Autobahn A3 zwischen dem Dreieck Heumar und dem Kreuz Köln-Ost unterwegs. Um den Fußgänger in Sicherheit zu bringen, sperrte die Polizei die Autobahn in beide Richtungen ab. Als die Polizei anrückte, leiste er Widerstand und verletzte zwei Polizisten.

A3 bei Köln: Psychisch auffälliger Mann klettert über Schilderbrücke auf Mittelstreifen

„Am Donnerstagmittag haben Polizisten der Autobahnwache Bensberg einen 33 Jahre alten Fußgänger vom Mittelstreifen der achtspurig ausgebauten A3 zwischen dem Dreieck Heumar und Kreuz Köln-Ost geholt. Dort war der psychisch auffällige Mann in Richtung Oberhausen unterwegs“, teilte die Polizei Köln mit. Die Beamten waren von einem Autofahrer benachrichtigt worden, der den 33-Jährigen bei seiner „lebensgefährlichen Kletteraktion über eine Schilderbrücke auf den Mittelstreifen“ aufgefallen war, hieß es. Daraufhin sperrte die Polizei die Autobahn in beide Richtungen für etwa eine halbe Stunde.

Autobahn in Köln: Lebensgefährlicher Spaziergang auf A3 – Mann verletzte davor fünf Polizisten

„Schnell stellte sich heraus, dass der 33-Jährige der Polizei als Drogenkonsument bekannt war. Auch in den vergangenen Tagen geriet er mit der Polizei in Kontakt. So hatten ihn bereits am Mittwoch, 23. Juni, Polizisten auf dem Standstreifen der A3 in Höhe der Anschlusstelle Mülheim aufgegriffen, wo er ebenfalls zu Fuß unterwegs war. „Dabei hatte er erheblichen Widerstand geleistet, zwei Polizisten leicht verletzt und wegen seines verwirrten Zustands die folgenden Stunden in einem Krankenhaus verbracht. Da Ärzte eine Fremd- oder Eigengefährdung ausschlossen, konnte er wieder gehen“, so die Polizei.

Zurück in Freiheit löste er am Donnerstagmorgen, 24. Juni, gleich den nächsten Polizeieinsatz aus, indem er bei einer fremden Frau aus Mülheim „heftig klingelte“. Im Zuge dessen wurde eine Polizistin sowie zwei Polizisten so schwer verletzt, dass sie den Dienst beenden mussten, hieß es weiter. Als der Mann mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus eingeliefert werden sollte, leistete er erheblichen Widerstand und beschädigte dabei auch den Rettungswagen und einen Streifenwagen. „Trotz Einlieferung auf einer Fixiertrage war der Aufenthalt auch dieses Mal nicht von langer Dauer, wie der erneute Einsatz auf der A3 wenig später bewies. Laut Zeugenhinweisen war der Randalierer gegen Mittag durch ein offenes Fenster aus dem Krankenhaus geflüchtet“, teilte die Polizei Köln mit.

A3 bei Köln: Mann (33) zu Fuß auf Autobahn unterwegs – Er kam in eine psychiatrische Klinik

Bei der dritten Begegnung mit der Polizei auf der A3 am Donnerstagmittag konnte der 33-Jährige dann ohne erneuten Widerstand aufgegriffen werden. Er wurde nun in eine psychiatrische Klinik eingewiesen.

Ein schlimmer Unfall konnte auf der Autobahn A3 bei Köln also zum Glück noch verhindert werden. Im November des vergangenen Jahres hatte eine Autofahrerin auf derselben Autobahn weniger Glück. Auf sie krachte plötzlich eine Betonplatte, die Autofahrerin starb bei dem tragischen Unfall, der das ganze Land erschütterte. Wenig später wurde bekannt, dass die herabgestürzte Lärmschutzwand Mängel aufwies, die den Behörden schon Jahre vorher bekannt waren. (nb)

Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in Köln passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

Auch interessant