1. 24RHEIN
  2. Köln
  3. Kalk

Corona in Köln: Pfarrer Meurer über Impfungen in Vingst – „wurde höchste Zeit“

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Nina Büchs

Franz Meurer (Pfarrer in den Koelner Stadtteilen Hoehenberg und Vingst) in der ZDF-Talkshow maybrit illner am 29.09.2016 in Berlin
Der Kölner Franz Meurer ist seit 1992 Pfarrer in den Stadtteilen Vingst und Höhenberg. (Archivbild) © Stauffenberg/Imago

Ab Mittwoch (2. Juni) werden auch Bewohner in Köln-Vingst gegen Corona geimpft. Pfarrer Franz Meurer aus Vingst freut sich über die Impfaktion und rechnet mit viel Zuspruch.

Köln – In Köln ist die Corona-Inzidenz weiter rückläufig und liegt nun bei 35,4 (Stand: 1. Juni). Durch die stabilen Werte konnte nun sogar die Außengastronomie wieder öffnen, die Ausgangssperre wurde außer Kraft gesetzt und in den Geschäften werden wieder Kunden ohne Termin und ohne Test hereingelassen. Doch trotz der erfreulichen Entwicklung und der Lockerungen in unterschiedlichen Bereichen ist die Lage in manchen Kölner Vierteln noch angespannt. Um einen erneuten Anstieg der Zahlen zu verhindern, hat die Stadt deshalb entschieden, Impf-Aktionen dort durchzuführen, wo viele Menschen auf engem Raum zusammenleben. Der Grund ist, dass diese dort ein besonders hohes Risiko haben, sich mit dem Coronavirus zu infizieren.

Geimpft wurde nun in sozialen Brennpunkten in Chorweiler, Meschenich, Finkenberg und Kalk. Ab Mittwoch (2. Juni) bis Donnerstag (3. Juni) finden dann im Stadtteil Vingst die nächsten Impfungen statt. 24RHEIN hat bei Pfarrer Franz Meurer nachgefragt, was er von der Impfung in Vingst hält und warum die Aktion dort besonders wichtig ist. Meurer ist seit 1992 Pfarrer der katholischen Kirchengemeinde St. Theodort und St. Elisabeth in den Stadtteilen Vingst und Höhenberg.

Pfarrer Meurer aus Köln über Impf-Aktion in Vingst: „Wurde auch höchste Zeit“

Seit fast dreißig Jahren arbeitet Franz Meurer nun als Pfarrer in Vingst und steht mit den Bewohnern dort in engem Austausch. Über die dortigen Verhältnisse weiß er bestens Bescheid. Natürlich ist er auch über die bevorstehende Impfaktion informiert. „Es ist toll, dass die Impfaktion nun endlich auch in Vingst stattfinden kann“, so Pfarrer Meurer gegenüber 24RHEIN. Laut Meurer wurde es „höchste Zeit“, die Einwohner dort zu impfen. „Wir haben hier in Vingst viele Menschen mit Migrationshintergrund, auch die Armut ist hier ein großes Problem. Es muss also dringend etwas getan werden hier“, so Meurer.

Dass etwas getan wird, ist ihm wichtig. Und dazu trägt er in seiner Gemeinde auch selbst bei. „Vorab haben wir in unserer Kirche Informationen über die Impfaktion verteilt“, erzählt Meurer. Er ist davon überzeugt, dass die Impfungen dort gut angenommen werden. Mit einer niedrigen Impfquote wie in Finkenberg rechnet er nicht. „Vingst ist besser vernetzt als Finkenberg, wo die Menschen isoliert in Hochhäusern wohnen. Zudem ist der Zusammenhalt auch unter den verschiedenen Gemeinden und Einrichtungen größer“, so Pfarrer Meurer.

Köln: Pfarrer Meurer über Impf-Aktion in Vingst – Menschen sind froh über diese Möglichkeit

Er selbst habe das Gefühl, dass sich viele Bewohner in Vingst über die Impf-Aktion freuen, so Meurer weiter. Wie die Impfquote dort genau ausfallen wird, muss jedoch abgewartet werden. In Kalk war der Andrang jedenfalls sehr hoch, schon am ersten Tag berichtete Krisenstabsleiterin Andrea Blome über lange Warteschlangen vor dem Impfbus. Ab Mittwoch, 2. Juni, wird der Impfbus nun am Marktplatz in Vingst stehen. Bewohner, die unter bestimmten Adressen in diesem Stadtteil gemeldet und mindestens 18 Jahre alt sind, können sich dort dann gegen Corona impfen lassen. (nb)

Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in Köln passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

Auch interessant