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Prügelattacke auf schwangere Frau – wurde der Falsche angeklagt?

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Eine schwangere Frau und ihr Babybauch.
In Köln wurde 2020 eine schwangere Frau Opfer einer Prügelattacke (Symbolbild). © Emmi Korhonen/dpa

Wurde nach einer Prügelattacke auf eine schwangere Frau in Köln der falsche Mann angeklagt? Das glaubt zumindest die Geschädigte – der ursprünglich Angeklagte ist inzwischen tot.

Köln – Im Fall einer Prügelattacke auf eine schwangere Frau in Köln prüft die Staatsanwaltschaft, ob der falsche Mann als mutmaßlicher Täter angeklagt worden ist. Der Verdächtige war vor Beginn des für diesen Freitag geplanten Prozesses gestorben, sodass das Verfahren eingestellt wurde, wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft am Freitag sagte. Nun prüfe die Behörde aber, „ob gegen eine andere Person Ermittlungen wegen des Verdachts der Körperverletzung und Beleidigung aufzunehmen sind“.

Köln: Angriff auf schwangere Frau – Angeklagter tot, aber er war wohl nicht der Täter

Hintergrund sei ein Schreiben des Anwalts der Geschädigten. Die Frau und ihr Lebensgefährte aus Humboldt-Gremberg hatten nach einem Bericht des Express angegeben, dass sie den Angreifer auf der Straße gesehen hatten – und zwar nachdem sie die Mitteilung über den Tod des Angeklagten erhalten hatten. Das Opfer habe schon zuvor gegenüber der Polizei Zweifel geäußert, dass es sich bei dem Angeklagten um den Täter handelte, unter anderem weil der Angreifer deutlich jünger gewesen sei. Nun besteht laut Express der Verdacht, dass der gestorbene Mann die Schuld anstelle seines Sohnes auf sich genommen haben könnte.

Staatsanwaltschaft Köln: Der Fall wird neu geprüft

„Der nunmehr Verstorbene hatte seinerzeit gegenüber der Polizei glaubhaft und nachvollziehbar eingeräumt, der Geschädigten am Tattag begegnet und in eine entsprechende Auseinandersetzung verwickelt gewesen zu sein“, teilte der Sprecher der Staatsanwaltschaft am Freitag mit. Deshalb habe die Staatsanwaltschaft im Februar Anklage gegen ihn erhoben. „Die Staatsanwaltschaft prüft nun die Sach- und Rechtslage erneut.“ (dpa/lnw) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in Köln passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren

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