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Große Drogen-Razzia in Köln: 29-Jähriger festgenommen – Drogen und Geld sichergestellt

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Von: Oliver Schmitz

Razzia gegen Clankriminalität
Polizei, Stadt und Zoll sind bei der Razzia in Köln-Kalk mit über 100 Personen im Einsatz. (Symbolbild) © Roberto Pfeil/dpa

In Köln-Kalk haben Polizei, Stadt und Zoll am Mittwochabend (27. Juli) eine gemeinsame Razzia durchgeführt. Hintergrund ist die Drogen-Kriminalität im Brennpunkt.

Update vom 28. Juli, 15:15 Uhr: Bei der Razzia im Stadtbezirk Köln-Kalk wurden am Mittwoch, 27. Juli, 131 Personen und neun Fahrzeuge kontrolliert sowie fünf Wohnungen und zwei Cafés durchsucht, teilte die Polizei Köln nun mit. „Einen 29 Jahre alten mutmaßlichen Drogendealer nahmen die Beamten auf frischer Tat fest“, so die Polizei weiter. In seinem Auto fanden die Beamten mehr als 16.000 Euro Bargeld. Der Mann sei polizeibekannt, es solle ein Untersuchungshaftbefehl wegen bandenmäßigen Betäubungsmittelhandels gegen ihn erwirkt werden.

In den durchsuchten Wohnungen stellten die Polizeikräfte unter anderem eine Pistole mit 263 Schuss Munition, etwa 100 Gramm Kokain, circa 180 Gramm Marihuana und Einbruchswerkzeug sicher, heißt es weiter. Das sichergestellte, mutmaßliche Dealgeld beträgt 24.000 Euro. In den zwei Cafés fanden Einsatzkräfte zudem versteckte Drogen in Türzargen und Lüftungsschlitzen.

Köln: Drogen-Razzia in Kalk – über 200 Einsatzkräfte

Erstmeldung vom 27. Juli 2022: Köln – Am Mittwochabend (27. Juli) führte die Polizei ab 17:30 Uhr eine große Razzia in Köln durch. Der Großeinsatz auf der Kalk-Mülheimer-Straße im Stadtbezirk Kalk lief mit Unterstützung der Stadt Köln sowie des Zolls. Auch Diensthunde waren im Einsatz. „Es laufen Ermittlungen im Zusammenhang mit der Drogen-Kriminalität“, sagte ein Polizei-Sprecher gegenüber 24RHEIN. Über 200 Einsatzkräfte waren an der Aktion beteiligt.

Drogen-Razzia in Köln-Kalk: Mehrere Lokale wegen organisierter Kriminalität durchsucht

Konkret werden bei der Drogen-Razzia aktuell „mehrere“ Wohnungen in Köln-Kalk durchsucht, hieß es. Dabei handelt es sich wohl um Cafés, Wettbüros und andere Läden, wie der Kölner Stadt-Anzeiger berichtet. Die Gegend um die Kalk-Mülheimer Straße und auch die Kalker Hauptstraße gilt als sozialer und krimineller Brennpunkt.

Seit Anfang 2022 hat die Polizei alleine dort etwa 500 Straftaten registriert. „Darunter sind vor allem Eigentums-, aber auch Drogendelikte. Das gesamte Spektrum der Straßenkriminalität also. Wir haben hier die klassische Beschaffungskriminalität“, sagte Einsatzleiter Peter Frauenkron dem KStA. Dabei könne man also „schon von organisierter Kriminalität sprechen.“ 

Im April 2022 hatte es in Köln eine Razzia nach einer Messerattacke gegeben. Die Aktion hatte damals aber zu keinem Erfolg geführt. (os) Fair und unabhängig informiert, was in Deutschland und NRW passiert – hier unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

Dieser Text wird laufend aktualisiert.

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