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Schüsse in Höhenberg: Täter könnte sich ins Ausland abgesetzt haben

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Im Stadtteil Höhenberg in Köln ist ein Mann durch einen Schuss schwer verletzt worden. Der mutmaßliche Schütze wurde identifiziert – ist aber auf der Flucht.

Update vom 5. Oktober, 13:46 Uhr: Die Polizei hat den mutmaßlichen Schützen identifiziert, der am Abend des 26. Septembers in Köln-Höhenberg einen 31 Jahre alten Mann mit einem Schuss schwer verletzt haben soll. Nach Angaben der Kölner Ermittler handelt es sich beim Verdächtigen um einen 41-jährigen Kölner. Gegen ihn wird jetzt wegen versuchten Totschlags ermittelt und ein Haftbefehl erlassen. Am 30. September wurde das Haus des Verdächtigen durchsucht. Der mutmaßlichen Schützen trafen die Einsatzkräfte allerdings nicht an.

„Die Polizei geht ersten Hinweisen nach, dass sich der mit Haftbefehl gesuchte Mann ins Ausland abgesetzt haben soll“, teilt die Polizei Köln am 5. Oktober mit. Nach bisherigem Ermittlungsstand soll es einen Streit zwischen dem Opfer und dem mutmaßlichen Schützen gegeben haben. Gegen weitere Beteiligte werde hingegen derzeit nicht ermittelt.

Ein Schuss, zwei weiße Luxus-Flitzer und viele Fragen: Mysteriöser Fall in Köln

Ein Polizeiauto steht auf einem abgesperrten Parkplatz.
Ein Mann wurde in Köln angeschossen, am Tatort wurde ein weißer Lamborghini sichergestellt. (Symbolbild) © Sebastian Willnow/dpa

Erstmeldung vom 27. September: Köln – In Höhenberg (Stadtbezirk Köln-Kalk) ist ein 31 Jahre alter Mann am Montagabend (26. September) durch einen Schuss ins Bein schwer verletzt worden. Im Krankenhaus entfernten die Ärzte das Projektil, das nun kriminaltechnisch untersucht wird. Noch am Abend sicherten Kriminalisten am abgesperrten Tatort Spuren und stellten mehrere Patronenhülsen sowie einen weißen Lamborghini sicher, mit dem der Verletzte zum Tatort gekommen sein will. Die Polizei sucht dringend Zeugen des Vorfalls.

Köln: Mann in Höhenberg angeschossen – weißer Lamborghini sichergestellt

Nach ersten Erkenntnissen soll gegen 21:30 Uhr ein weißer Audi R8 unmittelbar nach der Schussabgabe vom Tatort weggefahren sein. Polizisten stoppten den auffälligen Luxus-Sportwagen auf der Frankfurter Straße Ecke Fuldaer Straße. Im Audi saßen drei Männer (27, 43, 48), gegen die nach jetzigem Ermittlungsstand kein konkreter Tatverdacht besteht.

Ergebnisse der Untersuchungen zum Nachweis einer Schussabgabe bei den drei Fahrzeuginsassen stehen jedoch noch aus. Ermittler stellten das Auto und die Mobiltelefone der Fahrzeuginsassen sowie eines am Tatort erschienen Angehörigen des Verletzten sicher.

Nach Schuss in Köln-Höhenberg – hängt der Fall mit einer Auseinandersetzung in Vingst zusammen?

Ob der Vorfall mit einer durch die Polizei verhinderten Auseinandersetzung vom Vortag (25. September) in Köln-Vingst zusammenhängt, wird derzeit geprüft. Zeugen hatten die Polizei gegen 21 Uhr wegen acht aggressiver Männer an der Kreuzung Würzburger Straße/Ostheimer Straße gerufen. Im Zuge der Kontrolle hatten Polizisten zwei scharfe Schusswaffen sichergestellt und einen 20-Jährigen festgenommen. Ein Ermittlungsrichter hat am 26. September Untersuchungshaft gegen den Festgenommenen wegen des Waffendelikts angeordnet. (ots/mo) Fair und unabhängig informiert, was in Köln und NRW passiert – hier unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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