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Köln: Wolf-Spuren im Königsforst entdeckt – unklar, wo Tier aktuell steckt

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Von: Mick Oberbusch

Europäische Wölfe sitzen auf einem Stein.
Im Königsforst wurden auf dem Kölner Stadtgebiet nun wieder Spuren eines Wolfs entdeckt (Symbolbild). © Ronald Wittek/ Imago

Nach dem Ausflug eines Wolfes in die Kölner Innenstadt im Mai sind im Königsforst weitere Spuren zu einem sich in der Nähe befindenden Wolf entdeckt worden.

Köln – Der Aufschrei war groß, als im Mai mitten in Ehrenfeld ein Wolf gesichtet wurde – festgehalten wurden die Bilder des Vierbeiners auf einer Überwachungskamera, selbst der in Köln wohnende Satiriker Jan Böhmermann schenkte dem Wolf im Anschluss große Beachtung. Der Vierbeiner selbst hatte in der Rheinaue im Anschluss an seinen „Besuch“ auch einige Schafe gerissen. Und auch wenn ein nächster Streifzug nicht zwingend zu erwarten ist, ist das Thema Wolf für Köln noch nicht erledigt, wie das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen (LANUV) nun erklärte.

Demnach seien in der Pufferzone zum Wolfsgebiet Oberbergisches Land im Waldgebiet Königsforst vier Nachweise eines Wolfes entdeckt worden. Zu dieser Pufferzone gehört auch das rechtsrheinische Kölner Stadtgebiet, das in direkten Nachbarschaft zum Wolfsgebiet „Oberbergisches Land“ liegt.

Köln: Geben Kotfunde Aufschluss über Wolf im rechtsrheinischen Königsforst?

„Genetische Untersuchungen von vier Kotfunden durch das Senckenberg Forschungsinstitut Gelnhausen haben einen männlichen Wolf mit der Kennung GW1804m nachgewiesen. Dieser Wolfsrüde wurde bereits am 08. März 2021 bei Engelskirchen im Oberbergischen Kreis genetisch erfasst“, erklärt das LANUV in einer Mitteilung.

„Er stammt aus dem Wolfsrudel Feldkircher Wald-Neuwied in Rheinland-Pfalz und wurde im Jahr 2019 geboren. Alle Funde erfolgten im Bereich des Waldgebietes Königsforst.“ Dabei geht es um zwei Kotfunde am 28. Mai 2021 bzw. 2. Juni 2021 bei Bergisch Gladbach, sowie jeweils ein Kotfund am 15. Juni 2021 bei Köln und am 01. Juli 2021 bei Rösrath.

Köln: Ist der Wolf von Ehrenfeld zurück? LANUV schließt diese Möglichkeit aus

Dass es sich dabei möglicherweise um den eingangs erwähnten Wolf handelte, der in Ehrenfeld und Umgebung für Aufsehen sorgte, schließt das LANUV allerdings aus. „Es handelt sich somit eindeutig nicht um den Wolfsrüden GW2119m, der am 19. und 20. Mai 2021 im linksrheinischen Stadtgebiet von Köln für Schlagzeilen gesorgt hatte und ursprünglich aus der Alpenpopulation stammte.

„Wie die genetischen Untersuchungen an gerissenen Schafen vom 14. und 15. Mai 2021 im Kreis Bitburg-Prüm in Rheinland-Pfalz ergeben haben, war dieser Wolfsrüde über die Eifel zugewandert. Sein aktueller Verbleib ist nicht bekannt“, heißt es in der Mitteilung. (mo) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in Köln passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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