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Leiche im Königsforst: Genaue Tatzeit ermittelt, Zeugen gesucht

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Von: Johanna Werning

Luftaufnahme eines Waldstücks im Königsforst.
Das Opfer soll in diesem Waldstück nahe der A3 getötet worden sein. © Polizei Köln

Die Polizei datiert den Zeitpunkt der Tat auf den 20. November – und sucht Jogger, Spaziergänger und Hundebesitzer, die etwas gesehen haben könnten. Auch der Tatort im Königsforst konnte näher bestimmt werden.

Update vom 4. Januar, 11:30 Uhr: Neue Hinweise im Fall der gefundenen Leiche im Königsforst. Die Mordkommission konnte Tatort und Tatzeit inzwischen eingrenzen, teilen Polizei und Staatsanwaltschaft aus Köln mit. Das Opfer, ein 30 Jahre alter Kölner, soll am 20. November in einem Waldstück zwischen der A3, der Bensberger Straße, der Rösrather Straße und dem Heumarer Mauspfad getötet worden sein. Das Gebiet ist rund 0,2 Quadratkilometer groß. Als tatverdächtig gilt weiterhin ein 32 Jahre alter Mann, der kurz vor Weihnachten in der Nähe von Hannover festgenommen wurde.

Jetzt wurde zudem ein großer Zeugenaufruf gestartet. „Die Ermittler suchen unter anderen nach Spaziergängern, Hundebesitzern oder Joggern, die sich an dem mutmaßlichen Tattag in dem aufgrund seiner ‚Insellage‘ abgelegenen Waldstück im Kölner Stadtteil Rath-Heumar aufgehalten und möglicherweise eine Auseinandersetzung zwischen den beiden Männern in der Nähe einer Lichtung mitbekommen oder sonstige tatrelevanten Beobachtungen gemacht haben“, so Polizei und Staatsanwaltschaft.

Der Tatort soll sich in dem hier grob markierten Bereich befinden.
Der Tatort soll sich in dem hier grob markierten Bereich befinden. © Screenshot Google Maps

Leichenfund im Königsforst: Neue Hinweise durch Reifenspuren in Waldstück?

Rätsel werfen aktuell auch noch verschiedene Reifenspuren auf, die auf zwei unbefestigten Wegen des Waldstücks gefunden wurden. Die Zufahrten zu den Wegen befinden sich an der Rösrather Straße und sind beschrankt. „Die Polizei prüft daher auch, ob zumindest einer der beiden Männer mit einem Auto zum beziehungsweise vom Tatort weggefahren sein könnte. Folglich sind auch Hinweise zu Fahrzeugen, die am 20. November dort gesehen wurden, für die Mordkommission interessant“, erklären die Ermittler.

An der Lichtung in der Nähe des Tatortes hat die Polizei außerdem eine provisorische Sitzgelegenheit aus Europaletten neben einem roten Überseecontainer gefunden. „Zurückgelassener Müll lässt vermuten, dass sich dort regelmäßig Personen zum Verweilen treffen und so als Zeugen in Betracht kommen“, so die Polizei weiter.

Sitzgelegenheit aus Europaletten mit Überseecontainer.
Auch diese Sitzgelegenheit ist für die Ermittler von Interesse. © Polizei Köln

Leiche im Königsforst: Polizei nimmt Tatverdächtigen fest

Update vom 23. Dezember, 11:19 Uhr: Wende im Fall um den Leichenfund im Königsforst: Die Polizei Köln hat am Donnerstag (22. Dezember) einen 32 Jahre alten Mann im Großraum von Hannover festgenommen. Er steht im Verdacht, den 30-jährigen Kölner getötet zu haben. Dessen Leiche hatte ein Spaziergänger am 13. Dezember im Königsforst gefunden. Nach jetzigem Ermittlungsstand soll es sich bei dem Tatverdächtigen um einen Bekannten des Getöteten handeln, meldet die Polizei.

Die genauen Hintergründe sind nun Gegenstand der laufenden Ermittlungen. Der 32-Jährige befindet sich bereits in Haft.  

Update vom 19. Dezember, 14:30 Uhr: Rund eine Woche ist vergangen, seitdem ein Spaziergänger eine Leiche im Königsforst entdeckte. Bei dem Toten soll es sich um einen vermissten Kölner handeln. Der 30-Jährige soll laut Obduktion Opfer eines Gewaltverbrechens sein.

Viele Fragen sind noch offen: „Die Ermittlungen laufen noch. Weitere Details in dem mutmaßlichen Tötungsdelikt werden zunächst nicht veröffentlicht“, heißt es am Montagmittag. Medienberichte, in denen von Stichverletzungen die Rede ist, will Oberstaatsanwalt Ulrich Bremer nicht bestätigen. „Das sind Spekulationen, an den ich mich beteilige.“ Das hat einen ermittlungsrelevanten Grund: „Das ist ja auch alles ein potenzielles Täterwissen.“ Ob es bereits einen Tatverdächtigen gibt, ist nicht klar. Eine Festnahme gab es allerdings noch nicht.

Leiche im Königsforst entdeckt: „Hinweise deuten auf Gewaltverbrechen“

Erstmeldung vom 15. Dezember: Köln – Im Königsforst entdeckte am Dienstagmorgen ein Spaziergänger eine männliche Leiche. „Die am heutigen Tag durchgeführte Obduktion ergab Hinweise, die auf ein Gewaltverbrechen hindeuten“, so Polizei und Staatsanwaltschaft Köln. Auch zur Identität des Toten gibt es nun erste Hinweise.

Leiche in Königsforst entdeckt: Toter soll vermisster Kölner sein

„Nach ersten Erkenntnissen soll es sich bei dem Toten um einen 30 Jahre alten Mann aus Köln handeln“, teilen Polizei und Staatsanwaltschaft weiter mit. Der Mann wurde am 18. November als vermisst gemeldet. Die Leiche wurde am Dienstagmorgen, 13. Dezember, von einem Spaziergänger in einem Waldstück im Königsforst im Stadtteil Rath-Heumar (Stadtbezirk Köln-Kalk) gefunden.

Das ist der Königsforst

► Der Königsforst ist ein 2519 Hektar großes Waldgebiet 

► Der Königsforst liegt in den Städten Köln, Bergisch Gladbach und Rösrath (Rheinisch-Bergischer-Kreis)

► Teile des Waldes gelten als Naturschutzgebiet

Leiche in Königsforst entdeckt: „Hinweise deuten auf Gewaltverbrechen“

„Die am heutigen Tag durchgeführte Obduktion ergab Hinweise, die auf ein Gewaltverbrechen hindeuten.“ Eine Mordkommission wurde eingerichtet. „Die Ermittlungen zum Tatgeschehen und den Hintergründen dauern an.“ Weitere Details zum Leichenfund und zur möglichen Tat nennen Polizei und Staatsanwaltschaft Köln noch nicht. Wie lange die Leiche bereits im Königsforst lag, ist nicht bekannt. Seit der Vermisstenmeldung ist rund ein Monat vergangen.

Nicht die einzige Kölner Horrormeldung in dieser Woche: In Nippes wurde am Dienstag ein wenige Wochen alter Säugling wohl so heftig geschüttelt, dass es am Donnerstagnachmittag im Krankenhaus gestorben ist. Der Vater wurde von der Polizei Köln festgenommen. (jw mit ots) Fair und unabhängig informiert, was in Köln & NRW passiert – hier unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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