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Kardinal Woelki will Erzbistum Köln weiter führen – „Davonzulaufen, ist keine Lösung“

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Kardinal Rainer Maria Woelki im Interview.
Kardinal Woelki will Erzbistum Köln weiterführen (Symbolbild). © Oliver Berg/dpa

Trotz Kritik will Kardinal Rainer Maria Woelki das Erzbistum Köln weiter führen. Die Herausforderungen würden auch bei einem anderen Erzbischof bleiben.

Köln – Trotz massiver Kritik will der Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki sein Erzbistum Köln auch in Zukunft weiter führen. Er sei keineswegs isoliert, sagte der 64-jährige Erzbischof der Deutschen Presse-Agentur. „Es ist nicht so, als ob alle sagen würden: ‚Wir wollen mit dem nicht zusammenarbeiten‘“, sagte Woelki. „Ich habe außerdem Hunderte von Briefen erhalten, die mich auffordern, weiterzumachen.“

Köln: Kardinal Woelki lehnte Rücktritt im Erzbistum ab

Im Juni war dem Erzbischof in einer Sitzung seines wichtigsten Beratergremiums heftige Kritik entgegengeschlagen. Zahlreiche Mitglieder des Diözesanpastoralrats machten deutlich, dass sie kein Vertrauen mehr in ihn hätten. Auch der Papst schickte bereits zwei Gesandte, die Kardinal Woelki und die Vorgänge in der Kiche überprüfen sollten. Woelki rief im dpa-Interview zur Zusammenarbeit auf: „Wir handeln nicht im Sinne Christi, wenn wir uns gegenseitig blockieren oder mit irgendwelchen Unterstellungen schachmatt setzen.“

Einen Rücktritt lehnte er ab. „Davonzulaufen, ist doch keine Lösung“, sagte er. „In einer Familie oder unter Freunden geht man nicht einfach auseinander, wenn es schwer wird. Man ringt und versucht, Lösungen zu finden.“ Die Herausforderungen würden auch bei einem anderen Erzbischof dieselben bleiben.

Erzbistum Köln in Krise: Woelki wollte Gutachten zurückhalten

Das Erzbistum befindet sich in einer Krise, seit Woelki vor knapp einem Jahr entschieden hatte, ein Gutachten zum Umgang von Bistumsverantwortlichen mit Fällen von sexuellem Missbrauch wegen rechtlicher Bedenken nicht zu veröffentlichen. Stattdessen gab er ein neues Gutachten in Auftrag. Dieses Vorgehen löste eine Welle von Kirchenaustritten aus. (jaw/dpa) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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