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Karneval 2022: Polizei zieht Fazit – Mann stürmte mit Waffe auf Beamten zu

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Von: Mick Oberbusch

Polizisten stehen auf der Treppe am Dom. Auf dem Bahnhofsvorplatz stehen unzählige verkleidete Jecken.
Die Polizei Köln hatte 2022 weniger zu tun als noch 2020 – in einigen Bereichen ist die Einsatz-Statistik aber auch gestiegen (Archivbild). © Oliver Berg/dpa

Die Polizei Köln hat ihre Abschlussbilanz zu Karneval 2022 veröffentlicht. Die Einsatzzahlen näherten sich dem „Vor-Corona-Niveau“ an.

Köln – Im Gegensatz zum Vorjahr hatte die Polizei Köln im Kölner Karneval 2022 extrem viel zu tun – was jedoch nicht verwundert, wurden im Vorjahr pandemiebedingt doch sämtliche Fastlovends-Veranstaltungen in Köln abgesagt. Im Vergleich zur bislang letzten, „regulären“ Karnevalssession 2020 war im laufenden Jahr allerdings etwas weniger los. „Hinsichtlich des diesjährigen Karnevalsgeschehens ergeben sich angesichts weitergehender Lockerungen nunmehr Zahlen, die sich nach derzeitigem Kenntnisstand dem „Vor-Corona-Niveau“ wieder angenähert haben“, so die Polizei Köln am Aschermittwoch 2022 (2. März). Das ergibt in absoluten Zahlen folgendes Bild.

Kölner Karneval 2022: Einsatzlage, Verkehrslage und Unfälle im Vergleich zur „regulären“ Session 2020 (Köln)

Es zeigt sich: Während es im Bereich der Festnahmen oder auch der verletzten Polizeibeamten in 2022 deutlich ruhiger war als in 2020, hat die Zahl der Straftaten im Straßenverkehr zumindest in einigen Bereichen zugenommen. Demnach wurden 2022 mehr Führerscheine sichergestellt, mehr Verkehrsunfälle unter Alkoholeinfluss begangen und mehr Personen infolge dessen verletzt.

Karneval Köln 2022: Kriminalitätslage in Köln und Leverkusen im Vergleich zur Session 2020

Besonders die Zahl der tätlichen Angriffe sorgt im Vergleich zu 2020 für Kopfschütteln. „Insbesondere im Hotspot Zülpicher Viertel war jeweils frühzeitig sehr massiver Zulauf durch jüngeres Partyvolk erkennbar. Bereits ab den Nachmittagsstunden zeigte sich dann unter fortschreitendem Alkoholkonsum eine gegenüber den Polizei- und Ordnungsdienstkräften absolut distanz- und respektlos auftretende Klientel, was zwingend verstärkte Polizeipräsenz erforderlich machte“, erklärt Polizeidirektor Rüdiger Fink.

Karneval Köln 2022: Mann (37) stürmt betrunken mit abgebrochenem Flaschenhals auf Polizisten zu

Bezeichnend für das erhebliche Aggressionspotential war laut Polizei der „brachiale Angriff eines 37 Jahre alten „Feiernden“ aus Hennef auf einen Polizisten am späten Freitagabend (25. Februar): An der Roonstraße Ecke Zülpicher Straße stürmte der Mann nach massivem Alkohol- und Drogenkonsum schreiend aus einer Gaststätte auf den Beamten zu und stach nach derzeitigem Kenntnisstand gezielt mit einer abgebrochenen Glasflasche nach dessen Hals.“ Der Polizist blockte den Angriff zwar im letzten Moment ab und wurde infolgedessen nur leicht verletzt, musste anschließend jedoch seinen Dienst abbrechen. Ebenfalls an Weiberfastnacht hatte es zudem eine Attacke eines Feiernden auf Ordnungsdienst-Mitarbeiter im Zülpicher Viertel gegeben.

Karneval Köln 2022: Tödlicher Unfall nahe des Aachener Weihers – 18-Jährige gerät unter DB-Bahn

Überschattet wurden die Karnevalstage zudem vom mutmaßlichen Unfalltot einer 18-Jährigen, die am Montagabend (28. Februar) nahe des Aachener Weihers von einem Zug erfasst und tödlich verletzt wurde. Die Ermittlungen der Kripo Köln dauern dahingehend noch an. (ots/mo) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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