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Karneval in Köln 2022: „Feiern um jeden Preis ist nicht möglich“

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Von: Melissa Ludstock

Menschen feiern verkleidet den Karneval in Köln, Mitarbeiter es Ordnungsamts kontrollieren (Montage).
Wer sich zum Karneval 2022 auf nach Köln macht, sollte bei Kontrollen einen aktuellen Corona-Test vorweisen können. (Montage) © YingTang/Imago & Oliver Berg/dpa

Köln wird während Karneval 2022 zur Brauchtumszone. Heißt: Wer am Straßen- und Kneipenkarneval feiern will, muss 2G+ beachten – teilweise ohne Ausnahme.

Köln – Da ist sie, die Entscheidung: Jetzt ist klar, wie der Kölner Karneval* 2022 gefeiert werden kann. Ganz Köln* wird zur Brauchtumszone*. Wer an den Tagen rund um Weiberfastnacht und Rosenmontag* Karneval in Köln feiern will, muss sich an die 2G+-Regel halten. Eine Entscheidung, die durchaus überraschend kommt – und nicht nur für Kölner und Kölnerinnen wichtig ist.

Karneval in Köln 2022: „Die ganze Stadt wird nicht zur Partyzone“

Junge Menschen feiern in dem 2G Bereich um den Zülpicher Platz.
Auch am 11.11.2021 durfte in Köln gefeiert werden – hier ein Foto von der Zülpicher Straße. © Henning Kaiser/dpa

„Schutzmaßnahmen können nicht auf wenige Orte beschränkt werden“, sagte Andrea Blome, Stadtdirektorin von Köln am Mittwochmittag in einer Pressekonferenz zu den Corona-Planungen für den Karneval 2022*. „Kölner und Kölnerinnen feiern an Weiberfastnacht* in ihren Veedeln und damit über das gesamte Stadtgebiet“. Eine Beschränkung auf gewisse Feierzonen ist so kaum möglich.

Karneval Köln 2022: Neue Corona-Regeln – 2G+ in der ganzen Stadt

Blome wird auch deutlich, wenn sie sagt: „Die ganze Stadt wird nicht zur Partyzone“. Vielmehr sollen stattdessen geschützte Zonen entstehen, in denen das Feiern möglich ist. Aber was heißt das konkret für all jene Menschen, die an den Karnevalstagen im Kölner Stadtgebiet feiern wollen? Der Kneipen- und Straßenkarneval kann stattfinden, allerdings nicht wie vor der Pandemie. Das, was den Kölner Karneval ausmacht, soll möglich sein – wenn auch mit gewissen Corona-Regeln. „Verweilen zum geselligen Zusammensein ist nur unter 2G+ möglich“, sagt Blome.

Wer also an Karneval in Köln unterwegs ist, muss in der ganzen Stadt 2G+ beachten. Wer bereits eine Auffrischungsimpfung nachweisen kann (Booster-Impfung), braucht keinen Test. Aber: Wer in die Kneipe oder auf eine Veranstaltung in Innenräumen möchte, braucht auf jeden Fall einen negativen Corona-Test – das gilt auch für Personen, die bereits eine Booster-Impfung haben.

Karneval Köln 2022: Was gilt für Besucher und Touristen?

Die Absichten der Stadt Köln sind klar: „Feiern um jeden Preis ist nicht möglich“. Damit richtete sich Blome auch an die hunderttausenden Menschen, die für gewöhnlich jedes Jahr nach Köln kommen, um dort den Karneval zu feiern. Wie viele Besucher trotz Corona und strenger Regeln in die Stadt strömen werden, bleibt abzuwarten.

„Wir bitten alle, die sich an den Karnevalstagen auf den Weg nach Köln machen, aber auch die Kölner und Kölnerinnen selbst, mit diesen Möglichkeiten sehr verantwortlich umzugehen.“ Und: „Ohne einen Test nach Köln zu kommen, macht keinen Sinn“. Selbst, wenn nicht flächendeckend kontrolliert wird, sollte die Reise nach Köln nur mit Corona-Test angetreten werden.

Kölner Karneval 2022: Welche Ausnahmen gibt es von 2G+?

Ausgenommen von den 2G+-Regeln sind Anwohner, Geschäftsleute und Mitarbeiter. Sonst würde jeder, der sich an den Karnevalstagen durch die Stadt bewegt, 2G+ nachweisen müssen. Das sei nach Angaben der Stadt jedoch nicht der Fall. Wer nicht im Sinne des Karnevals unterwegs ist, muss 2G+ nicht nachweisen können. Wie wird dabei unterschieden? Wer Karneval feiert, sei auch „am Outfit zu erkennen“, sagte Blome.

Durch stichprobenartige Kontrollen soll die Einhaltung der Corona-Regeln geprüft werden. An einigen Orten, wie in abgesperrten Bereichen für Veranstaltungen am Alter Markt zum Beispiel oder in der Sicherheitszone an der Zülpicher Straße, wird es Einlasskontrollen geben. Letzterer Bereich sei aber auch vor Corona schon teilweise abgesperrt gewesen. „Wir werden nicht flächendeckend kontrollieren können, aber wir kennen unsere Hotspots“, sagt Wolfgang Büscher vom Amt für öffentliche Ordnung.

Die Stadt Köln nutzt für ihre Regelungen den rechtlichen Rahmen der Corona-Schutzverordnung, die es Kommunen möglich macht, Brauchtumszonen auszuweisen. Auf diese Weise gibt die Corona-Schutzverordnung den Rahmen für den Straßen- und Kneipenkarneval vor*. In diesen Schutzzonen kann unter Einhaltung von 2G+ gefeiert werden. (mlu) *24HREIN ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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