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Köln: 11.11. nicht an steigenden Corona-Zahlen schuld – sagt die Stadt

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Von: Martin Henning

Feiernde an Karneval am 11.11. in der Zülpicher Straße in Köln.
Der 11.11. in Köln soll kein Pandemietreiber gewesen sein. © Thomas Banneyer/dpa

Weil am 11.11. Karneval gefeiert werden durfte, stand die Stadt Köln in der Kritik. Eine Untersuchung soll nun zeigen: Die Corona-Zahlen beeinflusste das nicht.

Köln – Genau zwei Wochen nach dem 11.11. hat die Stadt Köln ihre Untersuchung zum Infektionsgeschehen veröffentlicht. Die Bilder von der überfüllten Zülpicher Straße gingen durch Deutschland, von vielen Seiten gab es Kritik. Hat der Kölner Karneval jetzt zu den hohen Corona-Zahlen geführt oder nicht? Die Antwort der Stadt nach ihrer Analyse lautet: nein!

Das Gesundheitsamt habe für die Analyse die Inzidenzverläufe Kölns mit den Verläufen anderer Städte verglichen. Das Ergebnis: „Wir konnten keinen sprunghaften und statistisch signifikanten Anstieg der Inzidenz in den Tagen und Wochen seit dem 11.11. feststellen, sondern eher eine gleichmäßige Fortsetzung des schon zuvor vorhandenen kontinuierlichen Anstiegs“, sagt Dr. Harald Rau, Beigeordneter für Gesundheit, Soziales und Wohnen. Die Hospitalisierungsinzidenz liegt in Köln aktuell bei 2,49 und damit deutlich niedriger als im NRW-Durchschnitt (4,21).

426 Menschen haben sich nach Angaben der Stadt am 11.11. mit dem Coronavirus infiziert. Eine Person musste im Krankenhaus behandelt werden, beim überwiegenden Großteil habe es aber „milde Verläufe“ gegeben. Die Stadt hat für die Analyse auch bei den Infizierten nachgefragt, wo diese gefeiert hätten. 80 Prozent haben demnach angegeben, sich hauptsächlich in Innenräumen bei privaten Feiern oder in Gaststätten aufgehalten zu haben. Zwölf Prozent der neu Infizierten hätten ausschließlich draußen gefeiert.

Corona-Inzidenzen Köln: Der Verlauf

Corona Köln: Henriette Reker verteidigt Karneval am 11.11.

Für Oberbürgermeisterin Henriette Reker, die die Feierlichkeiten am 11.11. in Köln mehrmals verteidigt hatte, ist das eine Bestätigung ihrer Einschätzung. Sie sagt: „Jedes noch so gute Sicherheitskonzept wird uns keine absolute Sicherheit bringen. Deswegen ist es unerlässlich, auch mit Blick auf die Advents- und Weihnachtszeit, dass wir alle gemeinsam weiter wachsam sind und uns an die Regeln halten.“ Reker ruft in ihrem Statement die ungeimpften Menschen erneut dazu auf, sich impfen zu lassen. Mur das sei „der Weg aus der Pandemie“.

Nachdem die Inzidenz in Köln am Dienstag mit 331,3 einen neuen Rekordwert erreicht hatte, sank sie in den letzten beiden Tagen wieder. Am Donnerstag lag sie bei 288. Dennoch hat die Stadt weitere Maßnahmen ergriffen, Ab Freitag gilt eine Maskenpflicht auf den Weihnachtsmärkten und in großen Einkaufsstraßen. (mah) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in Köln passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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