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Weiberfastnacht: 30 Menschen feierten Karnevalsparty in Kölner Park – kein Einzelfall

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Von: Nina Büchs

Mitarbeiter des Ordnungsamtes gehen vor dem Dom Streife.
Mitarbeiter des Kölner Ordnungsamts kontrollierten an Weiberfastnacht die Einhaltung der Corona-Regeln. © Oliver Berg/dpa

Größtenteils hielten sich die Kölnerinnen und Kölner an Weiberfastnacht an die Corona-Regeln. Doch es gab auch einige Ausnahmen.

Update vom 12. Februar, 16:45 Uhr: „Die überwiegende Mehrheit der Kölnerinnen und Kölner hat sich an die geltenden Corona-Regeln gehalten und pflichtbewusst auf ausgelassenes Feiern im Sinne des Infektionsschutzes verzichtet“, schreibt die Stadt Köln in ihrer Bilanz zur Weiberfastnacht. Erst ab 15 Uhr hatten Polizei und Ordnungsamt dann jedoch mehr zu tun: So gab es zum Beispiel 40 Verstöße gegen die Kontaktbeschränkungen im privaten Raum. Unter anderem wurde eine Party in Ehrenfeld an der Rochusstraße aufgelöst. Dort hatten sich acht Personen aus vier verschiedenen Haushalten versammelt. Auf eine weitere Party stießen die Einsatzkräfte in Deutz an der Tempelstraße.

Bilanz zur Weiberfastnacht – Karnevalsparty mit 30 Feiernden im Blücherpark

Gegen 17:45 Uhr lösten die Mitarbeiter des Ordnungsdienstes außerdem eine Karnevalsparty mit 30 Personen im Blücherpark auf. Die Partygäste waren kostümiert, die Veranstaltung wurde den Ermittlungen zufolge von einem Gewerbebetrieb durchgeführt. Die Einsatzkräfte fanden in dem Betrieb alkoholische Getränke sowie Speisen, die verkauft wurden. Auch hier droht den Feiernden nun ein Bußgeld.

Weiberfastnacht in Köln: Spendenmarathon in der Lanxess-Arena bringt mehr als 800.000 Euro ein

Update vom 12. Februar, 12:10 Uhr: Mehr als 800.000 Euro sind beim Spendenmarathon in der sechsstündigen Karnevalsshow „Mer looße üch nit allein“ am Donnerstag zusammengekommen. Damit könne man sich nun um Härtefälle kümmern, die zum Teil seit Monaten keine Einkünfte mehr hätten, sagte Karnevalspräsident Christoph Kuckelkorn laut einer Mitteilung des Kölner Festkomitees. Das Geld soll unter anderem Bühnentechnikern, Beleuchtern oder Fahrern zugute kommen. Viele von ihnen stehen durch die ausgefallene Karnevalssaison vor dem Ruin.

BAP-Sänger Wolfgang Niedecken sagte: „Ich finde, Köln kann sich mit der Spendensumme echt sehen lassen. Es geht darum, Menschen, die finanziell echt unter Druck sind zu unterstützen. Und dann sind die Kölschen da. Großartig!“ Höhner-Frontmann Henning Krautmacher sagte, der Auftritt sei für ihn ein echtes Highlight gewesen. Es gehe um die Menschen, „die uns Künstler auf der Bühne glänzen lassen, aber die man sonst nicht so wahrnimmt, weil sie hinter den Kulissen arbeiten“. (dpa)

Weiberfastnacht in Köln: Jecken feiern Zuhause – „weniger los als an einem normalen Donnerstag“

Update vom 11. Februar, 18:35 Uhr: Keine Schnapsleichen, keine Schlägereien, keine Stürze: Der Auftakt des Straßenkarnevals ist in den rheinischen Hochburgen scheinbar komplett ausgefallen. „Die Stadt ist wie ausgestorben. Ruhiger als an einem Sonntagmorgen“, sagte ein Polizeisprecher in Düsseldorf: „Wir haben nichts mit Helau, nicht einmal ein paar vereinzelte Narren - schade, aber vernünftig.“

„Hier ist eher weniger los als an einem normalen Donnerstag“, sagte ein Polizeisprecher in Köln. „Wir haben hier eine sogenannte Null-Lage.“ Auch von der Bonner Polizei hieß es: „Es konnten keine karnevalistischen Aktivitäten festgestellt werden“. Und weiter: „Wir hatten nichts.“

Karneval in Köln: Polizei und Feuerwehr in NRW verleben an Weiberfastnacht einen außergewöhnlich ruhigen Tag

Auch die Feuerwehr, die am Donnerstag zum „Twittergewitter“ aufgerufen hatte, verbrachte allem Anschein nach in Nordrhein-Westfalen einen außergewöhnlich ruhigen Tag. Vereinzelt bereiteten Eiszapfen oder Dachlawinen den Rettern leichtes Kopfzerbrechen, nirgendwo aber hatten sie es mit außer Rand und Band geratenen Narren zu tun.

Die Appelle zu pandemischer Vorsicht waren offenbar trotz prächtigen Sonnenscheins auf fruchtbaren Boden gefallen. Normalerweise gilt Weiberfastnacht in Köln als der problematischste Karnevalstag – in normalen Jahren strömen dann Hunderttausende Touristen in die Stadt. Diesmal ist es in Köln während der Karnevalstage im gesamten Stadtgebiet verboten, Alkohol im öffentlichen Raum zu trinken.

Weiberfastnacht: Stadt Köln spricht von „sehr ruhiger Lage“ – nur vereinzelt Verstöße gegen Corona-Regeln

Zwei Karnevalisten mit Maske vor dem Kölner Dom
Bützjer ja – ävver nur mit Maske! Auch vor dem Kölner Dom war die Lage für den Ordnungsdienst heute entspannt. © Gladys Chai von der Laage/imago images

Update vom 11. Februar, 16:55 Uhr: Der Ordnungsdienst der Stadt Köln hat im Vergleich zu den Vorjahren heute fast nichts zu tun, wie die Stadt kürzlich in einer Mittelung erklärte. „Die Stadt Köln zieht zum bisherigen Weiberfastnacht-Verlauf am heutigen Donnerstag, 11. Februar 2021, eine zufriedenstellende Zwischenbilanz. Die Lage war bis 15 Uhr sehr ruhig. Es gab bisher nur vereinzelte Feststellungen wegen Verstößen gegen die Corona-Regeln. Die Mitarbeitenden des Ordnungsdienstes sind in der Altstadt, der Dom-Umgebung, dem „Kwartier Latäng“ und der Südstadt, aber auch in den anderen Stadtbezirken präsent“, heißt es in der Mitteilung.

So berichtete die Stadt nur von einzelnen Verstößen: Gegen 11 Uhr wurde eine Gruppe von rund 30 Personen auf dem Alter Markt festgestellt, die jedoch die Abstandsregeln einhielt. Auf dem Alter Markt hingegen mussten die Behörden jedoch auch eine Verwarnung aussprechen: Bei Dreharbeiten ließ ein Reporter für eine Live-Aufzeichnung zwei bekannte Karnevalisten zum Singen eines Liedes auftreten. Dieser erhielt eine mündliche Verwarnung und wurde aufgefordert, die Dreharbeiten sofort zu beenden, weil keine Genehmigung vorlag.

Stadt und Ordnungsamt ziehen zufriedenstellende Bilanz – nur wenige Menschenansammlungen aufgelöst

„Um 11.11 Uhr umringten Fotografen eine Konfetti-streuende Karnevalistin, ohne Mindestabstände einzuhalten. Das Amt für öffentliche Ordnung bittet ausdrücklich auch Pressevertreter, sich an die geltenden Corona-Regeln zu halten. Es gab bisher eine einstellige Zahl von Ansammlungen in der Südstadt und Lindenthal, die aufgelöst wurden. Auch gab es bisher nur vereinzelte Meldungen über Privatpartys, eine davon wurde in Ehrenfeld aufgelöst. Die Einsatzzahl bis 15 Uhr war gering“, heißt es in der Mitteilung weiter.

In Zahlen wurden bis 15 Uhr ein Verstoß gegen das Verzehrverbot von 50 Metern, fünf Verstöße gegen das Kontakt- und Ansammlungsverbot sowie 22 Verstöße gegen die Maskenpflicht registriert.

Kölle Alaaf! Jecke spenden fleißig weiter – 800.000 Euro für Kölner Künstler

Die Höhner in der Lanxess-Arena
Auch die Höhner waren beim Spendenmarathon in der Lanxess-Arena mit dabei. © Marius Becker/picture alliance

Update vom 11. Februar, 16:21 Uhr: Die Kölschen Bands liegen den Jecken am Herzen – wie der neueste Stand des Spendenmarathons beweist. So verkündete Guido Cantz um 16:21 Uhr, dass bei „Mer looße üch nit allein“ inzwischen über 800.000 Euro zusammengekommen sind. „Sehen wir zu, dass wir die 900.000 Euro noch schaffen“, so der Porzer Kult-Moderator. Auf der Homepage „nitallein.de“ ist der Livestream mittlerweile aufgrund der riesigen Resonanz zusammengebrochen, das XXL-Karnevals-Konzert kann jedoch auch unter diesem Link verfolgt werden.

Weiberfastnacht: Karneval dieses Jahr virtuell – auch Flughafen feiert mit

Update vom 11. Februar, 15:41 Uhr: Auch der Flughafen Köln/Bonn kommt an Weiberfastnacht nicht ganz ohne Karneval aus. Das erlebte am Donnerstag auch die aus den USA stammende Sternwarte SOFIA, die aktuell auf dem Rollfeld in Köln steht. So postete der Flughafen ein Foto der Boeing 747 SP – mit roter Pappnase auf der Flugzeug-Spitze und „Bützjer“-Abdrücken überall. „Wir können es einfach nicht lassen: Zumindest unser Stargast aus den USA wird heute ausgiebig gebützt“, schreibt der Airport. Damit hat SOFIA heute den meisten Kölner Jecken einiges voraus.

Weiberfastnacht: Karneval dieses Jahr virtuell – Jecke bleiben brav zuhause

Zwei Karnevalisten, einer mit Akkordeon, auf dem Alter Markt
„Sulang de Musik noch spillt“ – trotz Coronavirus lassen sich die Jecken das Feiern nicht vermiesen. © Guido Schiefer/imago images

Update vom 11. Februar, 15:00 Uhr: Am Alter Markt würden sich aktuell normalerweise tausende Kölnerinnen und Kölner tummeln, mit dem Getränk ihrer Wahl anstoßen und Kölsche Leeder singen – stattdessen ist Zuhause-Feiern angesagt. Daran halten sich die Jecken bislang mehr als vorbildlich – auch wenn es vereinzelt immer wieder Personen an die sonst prall gefüllten öffentlichen Plätze zieht. Stets unter Einhaltung der Corona-Regeln, versteht sich.

Weiberfastnacht: Kölle Alaaf! Virtueller Straßenkarneval eröffnet – Jecke spenden fleißig für Künstler

Update vom 11. Februar, 14:16 Uhr: Auf den Kölner Straßen ist es bislang erwartet ruhig. Auch wenn sich vereinzelt immer wieder Jecken in die Innenstadt verirren und am Kölner Dom oder dem Alter Markt ein wenig Karnevalsluft schnuppern wollen, bleiben große Menschenansammlungen – wie im Vorfeld gewünscht – aus. So haben Polizei und Feuerwehr heute nicht mehr zu tun als an einem „ganz normalen Tag“, das Ordnungsamt überblickt die klassischen Sammelplätze in der Innenstadt und achtet darauf, dass sich die Jecken an die Regeln halten. So wie diese beiden Wikinger in Trainingsanzügen, die nach einem Bäckerei-Einkauf (hoffentlich) brav zurück in die eigene Wohnung spazieren.

Zwei Karnevalisten vor einer Gruppe von Ordnungsamt-Beamten
Vereinzelt begaben sich Jecke in die Innenstadt – unter steter Beobachtung des Ordnungsamtes. © Oliver Berg/picture alliance

Update vom 11. Februar, 13:35 Uhr: Bereits seit 10:30 läuft in der Lanxess-Arena der Spendenmarathon „Mer looße üch nit allein“, wo für durch die Pandemie in Not geratene Künstler und deren Helfer gesammelt wird. Insgesamt sechs Stunden lang steht dort das „Who is Who“ des Kölner Karnevals auf der Bühne – was die Kölner Jecken von Zuhause aus zum Spenden veranlasst. Wie Event-Moderator Guido Cantz um 13:35 verkündete, sind bereits über 645.000 Euro zusammengekommen. Zum Livestream aus der Lanxess-Arena geht es hier entlang, weiter unten gibt es alle Infos zum Spenden.

Wolfgang Niedecken und die Bläck Fööss in der Lanxess-Arena
BAP-Sänger Wolfgang Niedecken trat in der Arena gemeinsam mit den Bläck Fööss auf. © Julian Huke

Weiberfastnacht: Dreigestirn eröffnet virtuellen Straßenkarneval – heute wird Zuhause gefeiert

Update vom 11. Februar, 13:00 Uhr: Normalerweise würden die Top-Bands des Kölner Karneval jetzt vor tausenden Jecken spielen – in diesem Jahr greifen sie jedoch zu teils ungewöhnlichen Maßnahmen, um den Kölnerinnen und Kölnern den Karneval ins Wohnzimmer zu bringen. So gab die Kult-Band Kasalla ein Live-Konzert aus dem Rewe-Markt am Barbarossaplatz – und hatte selbstverständlich ihre größten Hits wie „Pirate“ oder „Alle Jläser huh“ im Gepäck.

Mann mit roter Nase und Karnevals-Hut vor dem Kölner Dom an Weiberfastnacht
Allein am Dom: An Weiberfastnacht verirrten sich bislang nur wenige Jecke in die Innenstadt. © Oliver Berg/picture alliance

Update vom 11. Februar, 12:11 Uhr: Natürlich können aufgrund des Coronavirus in diesem Jahr auch keine Karnevalsumzüge fahren – so ganz verzichten die Jecken auf „Kamelle“ und den „Zoch“ allerdings nicht. So machten zum Start der Session in den sozialen Netzwerken zahlreiche Videos die Runde, in denen sich Kölnerinnen und Kölner einfach ihren eigenen Zug bauen – und diesen durch das Wohnzimmer fahren lassen. Besonders gelungen ist dieser Playmobil-Umzug, der den Rosenmontagszug detailgetreu nachbildet. So wird er eröffnet von einem Traktor mit Schild „Dr Zoch kütt“, im Anschluss jubeln Playmobil-Figuren und Kuscheltiere den liebevoll dekorierten Wagen zu. Im Hintergrund jeht et Trömmelche – und am Ende sorgt der Müllwagen wieder für Ordnung. „Sehr gut, und das Ganze jetzt jedes Jahr. Schont Nerven und Umwelt“, schreibt ein User.

Kein Karneval wegen Corona – OB Reker: „kein Dreigestirn und keine blauen Funken im Rathaus“

Update vom 11. Februar, 11:35 Uhr: Zum Ausfall des Straßenkarnevals hat sich Oberbürgermeisterin Henriette Reker geäußert. Die Stadt Köln veröffentlichte dazu ein Video auf Twitter. „Dieses Jahr findet der Karneval mitten in der Corona-Pandemie statt. Aber gefeiert wird nicht. Auch hier im Rathaus wird es keine blauen Funken geben, kein Dreigestirn und keine Repräsentanten der Karnevalsvereine an Weiberfastnacht. Aber es ist erlaubt Mandeln zu essen oder Mettbrötchen. Und auch Luftschlangen und Konfetti sind erlaubt Und wir finden viele Veranstaltungen in den öffentlichen und privaten Fernsehprogrammen. Also Fastelovend zusammen, dieses Jahr ohne Feier“, so Reker.

Weiberfastnacht in Köln: Kölner Dreigestirn eröffnet Straßenkarneval im Live-Stream

Das Kölner Dreigestirn mit Altstädter-Präsident Hans Kölschbach
Gemeinsam mit Hans Kölschbach (Präsident Altstädter, l.) läutete das Dreigestirn um 11:11 Uhr die virtuelle Session ein. © Costa Belibasakis

Update vom 11. Februar, 11:11 Uhr: Kölle Alaaf! Das Kölner Dreigestirn hat den Kölner Straßenkarneval offiziell eröffnet. Die Eröffnung wurde virtuell per Live-Stream auf Facebook übertragen. Nach dem Countdown führte Prinz Sven I., der gemeinsam mit Jungfrau Gerdemie und Bauer Gereon das Kölner Dreigestirn bildet, seinen Prinzentanz vor. „Normalerweise ständen wir jetzt auf dem Alter Markt und würden den Straßenkarneval zum 69. Mal eröffnen. Dass es anders kommen ist, wissen wir alle. Aber davon lassen wir uns doch nicht aus der Bahn bringen. Deswegen transportieren wir die Stimmung vom Alter Markt und der Straße zu euch, ins Wohnzimmer. Man kann Veranstaltungen absagen, aber man kann den Karneval nicht absagen. Karneval ist ein „Jeföhl“ und das haben wir ganz tief in unserem Herzen drinn“, so Jungfrau Gerdemie.

Weiberfastnacht in Köln: Feiern im Livestream – Fastelovend im Wohnzimmer

Erstmeldung vom 11. Februar 2021

Köln – Schunkelnde Jecken, Kamellen auf den Straßen und überall Luftschlangen und Konfetti – diese Szenen wird es im Jahr 2021 nicht geben. Wegen Corona wurden alle Veranstaltungen abgesagt. Karneval, wie man ihn in Köln kennt und liebt, fällt damit ins Wasser. Doch im Netz ist trotzdem einiges geboten. Wir berichten live, wie der virtuelle Karneval in Köln gefeiert wird.

Köln: Benefiz-Streaming mit kölschen Bands – Spenden für Kulturschaffende in der Lanxess-Arena

Statt dem sonst üblichen Straßenkarneval und Partys in den Kneipen sollen Auto-Konzerte und virtuelle Streams nun für ein bisschen jecke Stimmung sorgen. In der Lanxess-Arena startet deshalb an Weiberfastnacht, dem 11. Februar, ein Benefiz-Streaming unter dem Motto „Mer looße üch nit allein“. Die Kölner Karnevalisten wollen damit via Live-Stream Spenden für in Not geratene Kulturschaffende sammeln. Unter anderem werden kölsche Top-Bands wie Bläck Fööss, Höhner, Cat Ballou, Klüngelköpp, Mo-Torres und Druckluft dort auftreten und mit ihren Hits für Karnevalstimmung sorgen. Moderiert wird das Event von Guido Cantz und Mirja Boes.

„Der Spendenmarathon ist der ideale Moment für alle, die den Kölner Karneval lieben, etwas an die Menschen ‚Hinter der Britz’ zurückzugeben”, so Festkomitee-Präsident Christoph Kuckelkorn. „Jeder Euro, der gespendet wird, kommt zu hundert Prozent den Härtefällen, die seit Monaten keine Einnahmen mehr haben, zugute. Wir merken, dass vielen Kölnern die Karnevalsveranstaltungen fehlen. An Weiberfastnacht kann man ein jeckes Programm mit sensationellen Künstlern live im Stream erleben – und vielleicht als Dankeschön ein paar Euro spenden.”

Köln: Virtueller Karneval – Fastelovend zohus – diese Veranstaltungen gibt es virtuell

Die Homepage „Karneval zohus“ zeigt: Trotz Corona gibt es nun einige virtuelle Veranstaltungen, die Jecken auch vom heimischen Sofa aus verfolgen können. An Weiberfastnacht wird es um 11 Uhr 11 zum Beispiel den Livestream „Fastelovend in d‘r Kösch“. Hier werden Jecken in eine neue Stammkneipe weitergeleitet. Man kann sich virtuell im Raum bewegen und dort andere Jecken treffen – fast wie in der eigenen „Veedelskneipe“.

Coronavirus: Kölner Karneval fällt aus – Stadt verhängt Alkoholverbot

Um die Jecken auch wirklich vom Feiern abzuhalten und weitere Corona-Ausbrüche zu vermeiden, hat Köln an den Karnevalstagen nun auch ein Alkoholverbot verhängt. Beginnend von Weiberfastnacht (11. Februar) bis zum Aschermittwoch (17. Februar) ist im gesamten Stadtgebiet verboten, im öffentlichen Raum alkoholische Getränke zu konsumieren. Zudem gilt am 11. Februar 2021, am 12. Februar, am 13. und am 15. Februar jeweils ab 14 Uhr ein Abgabeverbot für alkoholische Getränke an folgenden Orten: Altstadt, Stadtgarten und Umgebung, Brüsseler Platz und Umgebungsstraßen, Schaafenstraße und Umgebung, Zülpicher Viertel, Rheinboulevard/Rheinpromenade rechtsrheinisch. 

„Ziel des Alkoholkonsum- und Alkoholabgabeverbots ist es, Ansammlungen von Personen im Stadtgebiet zu ver­hindern oder wieder zu zerstreuen, bei denen aufgrund einer Alkoholisierung die Gefahr besteht, dass die Hemmschwelle sinkt, die zu befolgenden Corona-Regeln einzuhalten“, so die Stadt. (nb)

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