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11.11. in Köln: Polizei im Großeinsatz – „werden früh und konsequent einschreiten“

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Von: Johanna Werning

Am 11.11. wird es in ganz Köln voll. Der Grund: Der Start in den Karneval 2023. Die Polizei ist im Großeinsatz und will „früh und konsequent einschreiten“.

Köln – Pünktlich um 11:11 Uhr heißt es am Freitag: „Kölle alaaf“. Denn am 11.11. beginnt traditionell die fünfte Jahreszeit. Der Kölner Karneval bestimmt dann bis Aschermittwoch das Stadtleben in Köln. Unzählige Jecken zieht es jedes Jahr zur Kölner Sessionseröffnung. Für die Polizei bedeutet das einen echten Großeinsatz. Über 1000 Einsatzkräfte sorgen in Köln an diesem Tag für Sicherheit.

Die Polizei patrouilliert mit mehreren Kräften an Karneval in Köln.
Die Polizei Köln bereitet sich auf den 11.11. vor(Symbolbild) © Ralph Peters/Imago

11.11. in Köln: Polizei erwartet lange Sessionseröffnung

► Rund 1100 Kräfte sind im Einsatz, aufgeteilt in zwei Schichten

► Polizeipräsident Falk Schnabel hat ab 6 Uhr für 24 Stunden polizeiliche Anhalt- und Sichtkontrollen für den gesamten linksrheinischen Innenstadtbereich angeordnet. Dadurch kann die Polizei auch ohne konkrete Verdachtsmomente Personen anhalten, befragen und kontrollieren.

► Einsatzleiter Rüdiger Fink kündigt zum Schutz der friedlich Feiernden ein konsequentes und frühes Einschreiten gegen alle gewaltaffinen Störer an.

11.11. in Köln: Polizei bereitet sich auf „langen und arbeitsintensiven Arbeitstag“ vor

„Wir gehen davon aus, dass die Straßen und auch die Kneipen voll werden – und auch lange voll bleiben. Wir haben ja nicht nur den 11.11., sondern auch einen Freitag“, sagt Polizeisprecher Christoph Schulte im Interview mit 24RHEIN. Das Besondere: „Wir rechnen damit, dass viele noch nach Feierabend losziehen, die das sonst nicht machen, wenn der nächste Tag ein Arbeitstag wäre.“

Außerdem spielt ja auch das Wetter mit, so der Polizeisprecher weiter. „Das sieht für den November ja auch gut aus. Das wirkt sich vor allem auf den Teil auf der Straße aus.“ Konkret heißt das, dass der Party-Hotspot Zülpicher Straße dadurch für viele wohl noch anziehender wird. Aber was bedeutet das für die Polizei Köln? „Wir richten uns auf einen langen und arbeitsintensiven Arbeitstag ein.“ Bis Samstagmorgen läuft der „Sondereinsatz Karneval“, erklärt Schulte.

Karneval 2023 in Köln: Polizei am 11.11. im Dauereinsatz – „werden früh und konsequent einschreiten“

Viele befürchten im Vorfeld, dass es rund um die Zülpicher Straße unschöne Szenen geben wird. Und auch Oberbürgermeisterin Henriette Reker sagte bereits: „Der 11.11. wird auch in diesem Jahr nicht schön.“ Aber wie schätzt die Polizei den „Sondereinsatz Karneval“ ein? „Wir gehen davon aus, dass wir gefragt sein werden als Einsatzkräfte.“

Das Ziel während des Einsatzes: „Wir tun alles dafür, um alle, die friedlich feiern wollen, zu schützen“, betont Schulte. Dafür sind über 1000 Polizeikräfte in ganz Köln unterwegs. Unterstützt werden sie vom Ordnungsamt und von rund 500 privaten Sicherheitskräften. Bis Samstagmorgen hat Polizeipräsident Falk Schnabel für 24 Stunden polizeiliche Anhalt- und Sichtkontrollen für den gesamten linksrheinischen Innenstadtbereich angeordnet. 

„Wir werden früh und konsequent bei denjenigen einschreiten, die versuchen, durch Pöbeleien, durch Streitereien und durch Straftaten den Karneval zu missbrauchen.“ Dabei handelt es sich jedoch eher um Einzelfälle, der Großteil in Köln ist friedlich. „An jedem Hotspot sind mehrere Zehntausend, die unterwegs sind. Letztes Jahr haben wir 34 überwiegend Männer in Gewahrsam genommen. Prozentual betrachtet ist das nur ein sehr kleiner Teil.“ 

11.11. in Köln: Polizei mit „Sondereinsatz Karneval“ – besser vorbereitet dank neuem Sicherheitskonzept?

Das liegt auch daran, dass die Polizei in der gesamten Stadt vor Ort ist und für Sicherheit sorgt. Die Schwerpunkte beim „Sondereinsatz Karneval“: „Die Zülpicher Straße, die Ringe, aber auch die Altstadt mit dem Heumarkt und der Südstadt. Das alles sind Hotspots, die wir besonders im Blick haben.“

Dabei hilft auch das neue Sicherheitskonzept für die Zülpicher Straße, wie der Pressesprecher der Polizei weiter erklärt. „Was wir als Vorteil ansehen ist, ist der Einrichtungsverkehr an den Ein- und Ausgängen.“ Während es zuletzt immer mehrere Eingänge rund um die Zülpicher Straße gab, die teilweise überrannt worden sind, gibt es nun nur noch einen Hauptzugang.

„An den letzten Karnevalstagen mussten wir zeitweise den Sicherheitsdienst dort unterstützen. Das hat Einsatzkräfte von uns gebunden.“ Diese freigesetzten Kräfte können nun in anderen Bereichen eingesetzt werden und für Sicherheit und Ordnung sorgen. (jw) Fair und unabhängig informiert, was in Köln, NRW und Deutschland passiert – hier unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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