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Karneval 2022: 2G+ für alle – ganz Köln wird Brauchtumszone

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Von: Nina Büchs, Mick Oberbusch

Auf der Zülpicher Straße stehen an Weiberfastnacht 2017 verkleidete Menschen, im zweiten Motiv spricht Andrea Blome in ein Mikrofron (Montage).
Welche Corona-Regeln gelten zum Straßenkarneval 2022? Kölns Stadtdirektorin informiert über die aktuelle Planung. (Montage) © Christoph Hard/Imago & Political-Moments/Imago

Jetzt ist klar, welche Corona-Regeln für den Karneval in Köln 2022 gelten. Die ganze Stadt wird zur 2G+-Regel. In Kneipen und Bars braucht jeder einen Corona-Test.

Zusammenfassung, 13:41 Uhr: Stadtdirektorin Andrea Blome hat am Mittwoch (9. Februar) über die Regeln für den Karneval in Köln 2022 informiert. Das Wichtigste: Ganz Köln wird über die jecken Tage vom 24. Februar bis zum 1. März zur Brauchtumszone, somit gilt im Außenbereich hier 2G+, wobei Geboosterte von der Testpflicht ausgenommen sind. Anders sieht das beim Kneipenkarneval und in Innenräumen aus: Hier braucht jede Person, die hinein möchte, einen negativen Schnelltest – ob geboostert oder nicht. Die Einhaltung dieser Regel wird an jeder Kneipe und jeder Veranstaltungs-Location kontrolliert.

Das bedeute jedoch nicht, dass die Stadt eine Partyzone schaffen möchte. „Unser Ziel ist ein geschützter Raum mit hohen Vorsichtsmaßnahmen, in dem das Feiern in gewissem Rahmen ermöglicht wird. Aber in Köln ist Karneval ein dezentrales Fest und nicht wie vielleicht in anderen Städten auf wenige Hotspots beschränkt. Die Kölner*innen feiern insbesondere in ihren Veedeln und damit im gesamten Stadtgebiet“, so Blome.

Deshalb mahnte die Stadtdirektorin auch in Richtung der jedes Jahr etlichen Touristen, die nach Köln pilgern: „Treten Sie den Weg in die Stadt ohne aktuellen Schnelltest erst gar nicht an.“ An Karneval selbst dürfte es sich nämlich äußerst schwierig gestalten, auf die Schnelle noch an einen Test zu kommen. Zusätzlich zur allgemeinen Brauchtumszone behält sich die Stadt vor, einzelne Party-Hotspots wie das Zülpicher Viertel oder den Heumarkt abzusperren. Genauere Maßgaben für die Brauchtumszone, was dort erlaubt ist und was nicht, will die Stadt in den kommenden Tagen verkünden. Ausnahmen gelten zum Beispiel für Anwohner.

„Wir werden nicht so feiern können, wie wir das in Köln gewohnt sind, aber es ist nun mehr möglich als im letzten Jahr, als der Karneval geprägt war von strengen Kontaktbeschränkungen, Ausgangssperre und Lockdown und als erst wenige Menschen geimpft und damit vor einem schweren Verlauf geschützt waren“, sagte Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker.

Update, 13:22 Uhr: Rosenmontagszug im Stadion? „Dort gelten andere Regeln, weil es eine geschlossene Veranstaltung ist“. Danach ist die Pressekonferenz beendet.

Karneval in Köln 2022: Kneipen müssen Besucher kontrollieren – und sollen so keine Hotspots werden

Update, 13:20 Uhr: Für die Kneipen heißt das, dass die alle kontrollieren müssen? Also jede Kneipe am Einlass? „Ja, das muss ich bestätigen. Aber wir sind natürlich genauso wie mit der Landesregierung auch mit den Verbänden und Zusammenschlüssen der Gastro in Verbindung, haben das ja auch am 11.11. schon an vielen Kneipen gesehen, die das freiwillig gemacht haben. Und das wird auch wieder positiv gesehen, denn die Gastro hat kein Interesse, zu einem Hotspot zu werden. Machbar ist das.“

Update, 13:19 Uhr: Wie lange gilt die Stadt als Brauchtumszone? „Es gibt Überlegungen, die sind aber noch nicht kommunizierbar, das machen wir in einem zweiten Schritt.“

Karneval in Köln: Stichprobenartige Kontrollen statt Kontrollpoints – ohne 2G+ kein Aufenthalt in Köln

Update, 13:18 Uhr: Gibt es also stichprobenartige Kontrollen statt Kontrollpoints? „Ja“.

Update, 13:18 Uhr: Frage: Wie genau wird 2G+ in der Stadt kontrolliert? „Kontrolliert werden kann das ohne weiteres und ohne Anlass, wir würden Anlass dann sehen, wenn es Gruppen gibt, die sich an Regeln nicht halten, keine Maske tragen oder stark alkoholisiert sind. Ansonsten bleibt es dabei: Es ist natürlich nicht flächendecken kontrollierbar, und trotzdem können wir am Hauptbahnhof nicht kontrollieren, wer in die Stadt kommt.

Karneval in Köln 2022: Stadtdirektorin Blome: „Wenn jemand ohne Test kontrolliert wird, gibt es Strafen“

Update, 13:15 Uhr: Frage: Wenn man als Tourist nach Köln kommt und 2G+ nicht erfüllt, kann man sich hier nicht aufhalten? „So ist es, das werden wir auch deutlich kommunizieren. Wir können nicht flächendeckend kontrollieren, aber wenn jemand ohne Test kontrolliert wird, gibt es Strafen.“

Update, 13:13 Uhr: Zu Rosenmontag: Dort ist schulfrei, da gehen tendenziell alle Kinder feiern. Gibt es zusätzlich Überlegungen, Bereiche für Autos zu sperren? „Wir wollen natürlich nicht dazu animieren, in bestimmten Bereichen im Außenbereich zu Feierzonen umzufuntkionieren. Daher gehe ich eher davon aus, dass wir im Vorfeld keine Sperrungen durchführen. Ob die Anlass- oder Lage-bezogen erforderlich sind, sprechen wir ab.

Karneval in Köln 2022: Die ganze Stadt wird zur Brauchtumszone – zusätzliche Sperrungen geplant

Update, 13:11 Uhr: „Zusätzlich zu den Brauchtsumszonen wird es abgesperrte Bereiche geben. Veranstaltungen am Heumarkt, Alter Markt etc. werden einen Veranstalter haben, die für die Kontrollen verantwortlich sind.“ Kontrollen im Zülpicher Viertel? „Werden wir durchführen und 2G+ kontrollieren, genauso wie eine mengenmäßige Begrenzung. Im Zweifel wird ja auch dieses Viertel wieder überlaufen werden. Zudem gilt dort ein Glasverbot.“

Update, 13:10 Uhr: Die Fragerunde beginnt: Thema Brauchtumszone. „Die besonderen Schutzzonen werden wir in diesem Jahr wieder durchführen und kontrollieren. Menschen, die in der Zone wohnen, aber keinen Test haben, werden natürlich nicht davon abgehalten, ihre Wohnungen zu betreten.

Blome zu Karneval 2022 in Köln: Kneipen dürfen nur mit aktuellem Test betreten werden – auch bei Booster

Update, 13:06 Uhr: Die erhöhten Schutzmaßnahmen können nicht auf einzelne Orte beschränkt werden. Der Rosenmontagszug kann nicht wie gewohnt stattfinden, gleiches gilt für die anderen Umzüge. Keine Veranstaltungen ohne Publikumsbeschränkung, der Kneipenkarneval kann unter vollständigem 2G+-Nachweis stattfinden.

Update, 13:04 Uhr: Die Kommunen können Brauchtumgszonen ausweisen. Innerhalb dieser Zonen ist das Verweilen im öffentlichen Raum nur unter 2G+ zulässig. Die Menschen müssen als geimpft und getestet sein, die Booster-Impfung ersetzt den Test. Keine Veranstaltungen ohne Personenbeschränkungen. In Innenräumen ersetzt das Boostern nicht den tagesaktuellen Test. Das gesamte Kölner Stadtgebiet fällt unter diesen Tatbestand.

Stadtirektorin Blome zum Karneval: „Kommen Sie nicht ohne einen aktuellen Test in Köln“

Update, 13:03 Uhr: Die Lage heute unterscheidet sich von der von 2021. Damals wurden sämtliche karnevalistische Aktivitäten unterbunden. Nun besteht die begründete Hoffnung, dass im Frühjahr viele Einschränkungen zurückgefahren werden können. Das bedeutet nicht, dass es einen Straßen- und Kneipenkarneval wie vorher gibt. Dennoch können wir das Feiern ermöglichen.

Update, 13:01 Uhr: Wir passen die Vorgaben sensibel auf das jeweilige Umfeld an. Auch Frau Reker und Herr Laumann haben sich getroffen. Diese Diskussionen und Regelungen waren geprägt durch folgende Maßnahmen: Zum einen bleibt die Notwendigkeit des betmöglichen Gesundheitsschutzes der Bevölkerung unverändert bestehen. Trotz aller verständlichen Ungeduld bleibt gerade der Schutz der gefährdeten Gruppen und die Erhaltung unseres Gesundheitssystems oberste Prämisse.

Update, 13 Uhr: Stadtirektorin Andrea Blome betritt die Bühne. „Seit dem heutigen Tag gilt in NRW die fortgeschrittene Corona-Schutzverordnung. Den einzelnen Kommunen werden Spielräume ermöglicht. Dass die Situation in Köln sich grundlegend anders darstellt als in einer kleineren Gemeinde, ist klar.

Karneval in Köln 2022: Statdirektorin Blome gibt um 13 Uhr eine Pressekonferenz

Erstmeldung vom 9.2., 12:36 Uhr: Köln – In gut zwei Wochen starten mit Weiberfastnacht in Köln die Karnevalstage. Der Karneval findet statt und das trotz Corona. Doch unter welchen Voraussetzungen kann der Kölner Karneval eigentlich gefeiert werden? Die Stadt Köln informiert am Mittwoch, 9. Januar, ab 13 Uhr über die Planungen für die Karnevalstage. 24RHEIN berichtet live im Ticker und fasst im Anschluss die wichtigsten Infos für den Kölner Karneval zusammen.

Karneval Köln 2022: Corona-Schutzverordnung gibt erste Regeln vor

Erst am Dienstag hatte das Land NRW eine neue Corona-Schutzverordnung erlassen. Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann teilte in diesem Zusammenhang auch Vorgaben für die Karnevalstage zwischen dem 24. Februar und dem 1. März 2022 mit. Konkrete Regeln müssten jedoch im Rahmen einer Allgemeinverfügung von den Städten und Kommunen festgelegt werden. Die Pressekonferenz beginnt um 13 Uhr. 24RHEIN wird live darüber berichten.

Karneval 2022 in Köln: Welche Corona-Regeln könnten kommen?

Karneval 2022 in Köln: 2G+ in Brauchtumszonen – auch Geboosterte brauchen einen Test

„Insbesondere wurden für die anstehenden Karnevalstage Regelungen für räumlich abgegrenzte Bereiche getroffen: In diesen ‚gesicherten Brauchtumszonen‘, in denen mit dem Zusammentreffen einer Vielzahl von Menschen zu rechnen ist, können Städte und Gemeinden durch strenge Auflagen und klare Regelungen das Schutzniveau erhöhen“, teilte das Land NRW mit.

Dadurch können etwa Karnevalsumzüge und Veranstaltungen im Freien ohne Zugangskontrolle und Personenbegrenzung untersagt werden. Die Kommunen können dabei eigenständig die Maßnahmen festlegen. Geplant sind vor allem 2G+-Regeln. Bei der 2G+-Regel gibt es allerdings keine Ausnahme für Geimpfte, die zusätzlich geboostert oder genesen sind. Jeder braucht einen negativen Corona-Test.

Inwiefern diese Maßnahmen für Köln umgesetzt werden, wie kontrolliert wird und wo die Schutzzonen eingerichtet werden, wird voraussichtlich um 13 Uhr bekanntgegeben. (nb) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in Köln passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren

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