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Nach Flugzeugabsturz: Blaue Funken vergeben Amt von Peter Griesemann neu

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Von: Johanna Werning

Beim Flugzeugabsturz einer Cessna 551 kam der Ehrenpräsident der Blauen Funken Peter Griesemann ums Leben. Nun wurde sein Amt neu vergeben.

Köln – Rund acht Wochen nach dem schrecklichen Flugzeugabsturz in der Ostsee wurde nun das karnevalistische Amt von Peter Griesemann, Pilot der Unglücksmaschine und Ehrenpräsident der Blauen Funken, neu vergeben. Das teilt das Traditionskorps Ende Oktober mit. Griesemann war zuletzt Präsident im Gemeinnützigen Bauverein Sachsenturm e.V der Blauen Funken in Köln. Nun wurde Michael Müller zu seinem Nachfolger gewählt.

Links: Peter Griesemann, Ehrenpräsident vom Karnevalsverein „Blaue Funken“ in Uniform. Rechts: Blaue Funken beim Kölner Rosenmontagszug 2020.
Das Amt von Peter Griesemann bei den Blauen Funken wurde neu vergeben (IDZRW-Montage) © Jürgen Hellbig/Blaue Funken/KFA/dpa & Future Image/Imago

Nach Flugzeugabsturz in der Ostsee: Blaue Funken vergeben Griesemann-Amt

„Mit ihm ist sichergestellt, dass die Ideen und Bauvorhaben rund um den Sachsenturm (Blaue Funken-Turm), die er bislang mit Peter Griesemann gemeinsam entwickelt und ausgeführt hat, in bewährter Qualität und mit dem richtigen Maß an Durchsetzungsfähigkeit weitergeführt und realisiert werden“, so das Traditionskorps im Kölner Karneval.

Gleichzeitig wurde Knuth Kayser als neuer Vizepräsident gewählt. „Mit dem Diplom-Bauingenieur gewinnt der Gemeinnützige Bauverein Sachsenturm e.V. einen weiteren Experten zur Umsetzung der notwendigen und geplanten Bauvorhaben“, erklären die Blauen Funken. Unterstützt werden Müller und Kayser durch Markus Schneider, der weiterhin im Vorstand als Schatzmeister des Bauvereins bleibt.

Peter Griesemann: Pilot der abgestürzten Cessna und ehemaliger Funken-Präsident

► Er war von 2014 bis 2018 Präsident der Blauen Funken.

► Von 2000 bis 2014 war er Senatspräsident des Traditionskorps.

► Zuletzt wurde er zum Ehrenpräsidenten der Karnevalsgesellschaft ernannt.

► Außerdem setzte sich Griesemann für den Ausbau des Funken-Turms in Köln ein und war Vorstandsmitglied des Festkomitees.

Flugzeugabsturz Ostsee: Zwischenbericht zum Absturz der Cessna 551 „OE-FGR“

Ex-Präsident und Ehrenpräsident Peter Griesemann, der beim Flugzeugabsturz im September mutmaßlich ums Leben gekommen ist, galt bis zuletzt als feste Größe im Kölner Karneval. „Für seine Tätigkeit und all das, was Peter Griesemann für die Blauen Funken, den Bauverein und den Karneval getan hat, ist das Wort ‚Dank‘ zu klein“, heißt es im Nachruf des Traditionskorps. „Er hat die Gesellschaft maßgeblich geprägt und sein Fußabdruck wird ewig bleiben.“

Wie genau es zu dem Flugzeugabsturz der Cessna 551 kommen konnte, ist noch immer nicht vollständig klar. Viele Fragen zum rätselhaften Unglück sind noch immer unklar. Das Wrack der Maschine liegt in circa 60 Meter Tiefe vor der lettischen Küste. Die Bergung: äußert komplex und kostspielig. 

Von den vier Insassen der Cessna (Peter Griesemann, seine Frau Juliane, Tochter Lisa und deren Freund) fehlt immer noch jede Spur. Allerdings wurden wenige Tage nach dem Absturz menschliche Körperteile nahe der Unglücksstelle entdeckt. Nach Einschätzung der lettischen Behörden sind alle Insassen der verunglückten Maschine ums Leben gekommen. Einen ersten Zwischenbericht zum Flugzeugabsturz soll es Ende November geben, wie Germout Freitag, Sprecher der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU), auf Nachfrage von 24RHEIN sagt. (jw) Fair und unabhängig informiert, was in Köln und NRW passiert – hier unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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