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„Et Rumpelstilzje“ Fritz Schopps ist tot: „Schicken dir ein letztes stilles Alaaf“

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Von: Johanna Werning

Karnevalsredner Fritz Schopps alias „Et Rumpelstilzje“ in schwarz-weiß.
„Et Rumpelstilzje“ Fritz Schopps ist am 5. Juni nach kurzer Krankheit verstorben – der Kölner Karneval trauert. © Eibner/Imago

Fritz Schopps ist am Sonntag, 5. Juni, nach kurzer und schwerer Krankheit gestorben. Der Büttenredner sorgte als „Et Rumpelstilzje“ für Lacher im Kölner Karneval. 

Köln – Fritz Schopps, besser bekannt als „Et Rumpelstilzje“, ist tot. Er war knapp 40 Jahren Büttenredner im Kölner Karneval. In der Rolle als „Et Rumpelstilzje“ sorgte in Köln und Umgebung für Lacher. Nun ist der 76-Jährige gestorben. Das teilt am Pfingstmontag, 6. Juni, sein Sohn Martin Schopps mit. „Für viele von Euch kommt diese Nachricht jetzt vermutlich sehr überraschend. Gestern ist unser Vater Fritz – Euer Rumpelstizje – nach kurzer und schwerer Krankheit verstorben“, heißt es in einem Facebook-Post von Martin Schopps, der selbst Büttenredner ist.

Kölner Karneval trauert um „Et Rumpelstilzje“: „Stück von Kölle“ gestorben

„Es war sein Wunsch, die letzten Wochen ganz in Ruhe ohne Trubel im engsten Kreise seiner Familie zu verbringen. Er hätte sich so gerne von Euch auf der Bühne verabschiedet, aber seine letzte Session ist ihm verwehrt geblieben. Behaltet ihn im Herzen als das, was er war: Ein Stück von Kölle“, so der Sohn von Fritz Schopps weiter.

Auch Karnevalsgesellschaften wie die Nippeser Bürgerwehr verabschiedeten sich bereits vom „Et Rumpelstilzje“. In einem Instagram-Post heißt es: „Mach et joot uns Rumpelstitzje“. Und auch die KG Ponyhof schreibt: „Unser tiefes Beileid. Und höchsten Respekt vor dem großartigen künstlerischen Können auf den Bühnen Kölns. Jahrzehntelang.“

In eine ähnliche Kerbe schlagen auch die Roten Funken von 1823, die bekannteste Gesellschaft im Kölner Karneval: „Wir verneigen uns ein letztes Mal vor einem der ganz großen Redner im Kölner Karneval. Wie gerne hätten wir uns auch in unserem 200. Jubiläumsjahr noch einmal von dir in den Märchenwald entführen lassen. Unser tiefstes Mitgefühl gilt in diesen Stunden deiner Familie und deinen Freunden. Wir schicken dir ein letztes stilles Alaaf mit auf deinen Weg.“

Fritz Schopps
Geboren:1946
Gestorben:5. Juni 2022
Bekannt als:Karnevalist und Büttenredner, Figur: Et Rumpelstilzche

Fritz Schopps ist tot: Feste Größe im Kölner Karneval gestorben

Der Kölner studierte Mathematik, Anglistik und Geschichtswissenschaft auf Lehramt. Als Lehrer arbeitete er an der Willy-Brandt-Gesamtschule in Köln-Höhenhaus (Bezirk Köln-Mülheim). Dort unterrichtete er Englisch, Mathematik und Geschichte.

Seit 1983 trat er als Büttenredner in der Figur „Et Rumpelstilzje“ mit breitkrempigen Filzhut auf und berichtete von den neuesten Nachrichten aus der Märchenwelt. Schopps entwickelte sich im Laufe der Jahrzehnte zu einem der prägendsten Gesichter des Kölner Karnevals. Dabei war er auch Teil der ARD-Rosenmontagssitzung im Kölner Gürzenich. Doch schon davor engagierte er sich im Kölner Karneval.

Gemeinsam mit Jürgen Bachem und Walter Heilmann gründete Schopps in den 1970er-Jahren die Musikgruppe „Ärm Söck“. Songs des Trios: „Ananas un ne Kölsch vum Fass“ und „Ich will e ne Auto mit e nem schwaze K“.

2002 erhielt Fritz Schopps den Ehrentitel Magister linguae et humoris Coloniensis (Meister der kölschen Sprache und des kölschen Humors) für seinen Einsatz im Karneval. Verliehen wurde ihm der Titel vom Karnevalsvereins KG Fidele Aujusse Blau-Gold vun 1969 e.V. (jw) Fair und unabhängig informiert, was in Köln und NRW passiert – hier unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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