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Karneval in Köln: Polizei mit deutlichen Worten vor Weiberfastnacht

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Von: Johanna Werning

Polizisten stehen auf der Treppe am Dom. Auf dem Bahnhofsvorplatz stehen unzählige verkleidete Jecken.
Die Polizei Köln ist an Weiberfastnacht mit 1000 Polizistinnen und Polizisten im Einsatz (Archivbild) © Oliver Berg/dpa

Nach der Corona-Pause wird 2022 wieder der Kölner Karneval gefeiert. Allein an Weiberfastnacht werden unzählige Menschen erwartet. Darauf bereit sich die Polizei Köln vor.

Köln – Der Straßenkarneval steht kurz bevor. Während es beim Kölner Karneval im vergangenen Jahr ganz still und leise zuging, heißt es in diesem Jahr wieder „Kölle Alaaf!“ Trotz Coronavirus wird wieder gefeiert und geschunkelt. Auch die Polizei Köln rechnet damit, „dass viele Menschen in den Brauchtumszonen feiern werden.“ Darum sind allein an Weiberfastnacht 2022 „mehr als 1000 Polizistinnen und Polizisten des Wachdienstes und der Bereitschaftspolizei an den bekannten Partyzonen im Einsatz“. Das teilt die Polizei Köln vorab mit.

Karneval 2022 in Köln: Polizei bereitet sich auf Weiberfastnacht vor

Damit alles sicher abläuft, bereitet sich auch die Polizei auf die Karnevalstage in Köln und Leverkusen vor: „Alkoholkonsum dürfte im Laufe des Tages in der einen oder anderen Auseinandersetzung münden, wie wir sie aus Zeiten vor der Pandemie kennen“, prognostizieren Polizeidirektor Rüdiger Fink, der den Kölner Einsatz leitet, sowie der Leiter der Polizeiinspektion 7, Gregor Eisenmann.

Doch nicht nur der Alkoholkonsum der Feiernden wird beim Kölner Karneval häufig zum Problem. Immer wieder gibt es auch Polizeieinsätze aufgrund von sexueller Belästigung, Fahren unter Alkohol- und Drogeneinfluss und Diebstahl. Darum appelliert die Polizei Köln an die Jecken aufzupassen und dafür zu sorgen, „dass Weiberfastnacht in guter Erinnerung bleibt“.

Karneval 2022 in Köln: Polizei mit klaren Worten – „wer feiern will, braucht kein Messer“

In der Vergangenheit gab es vor allem auf den Kölner Ringen und im Zülpicher Viertel Polizeieinsätze. Denn es kam häufig zu Auseinandersetzungen zwischen einzelnen Feiernden – teilweise sogar mit Messern oder anderen Waffen. Doch damit könnte jetzt Schluss sein. Seit Ende letzten Jahres gibt es an den Hotspots eine Waffenverbotszone. Ob es dadurch zu weniger großen Einsätzen kommt, bleibt jedoch noch abzuwarten.

Inspektionsleiter Fink findet dabei deutliche Worte: „Wer feiern will, braucht kein Messer und wer ein Messer braucht, sollte woanders feiern. Ganz sicher aber nicht da, wo erfahrungsgemäß mit zunehmendem Alkoholkonsum die Stimmung auch schon mal leicht kippt.“

Waffenverbotszonen in Köln – wo sie gelten, was sie bedeuten

Auf den Kölner Ringen und im Zülpicher Viertel gilt seit dem 21. Dezember eine Waffenverbotszone. Messer mit einer Klingenlänge von mehr als 4 Zentimetern, Pistolen, Elektroschocker und Pfefferspray sind hier verboten. Bei einem Verstoß einer dieser Waffen sind bis zu 10.000 Euro fällig.

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