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11.11.: Köln verschärft Corona-Regeln für Karneval drastisch – es gibt Ausnahmen

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Von: Johanna Werning

Ein verkleideter Jecke trägt eine FFP2-Maske auf der „Kölle Alaaf“ steht.
Die Stadt Köln plant für den 11.11. ein 2G-Prinzip (Symbolbild) © Gladys Chai von der Laage/Imago

Große Änderung beim Kölner Karneval: Am 11.11. gilt in Köln vor allem das 2G-Prinzip. Damit dürfen nur Genesene und Geimpfte feiern. Doch eine Alternative gibt es.

Köln – Der 11. 11. ist da! Tausende Jecken wollen heute ausgelassen feiern. Dabei müssen sie sich an das 2G-Prinzip halten. Wenige Tage vor dem Sessionsauftakt gab es in Köln weitreichende Corona-Verschärfungen für die Jecken. Zu diesem Zeitpunkt lag die Kölner Inzidenz bei 185,6 – zu hoch für ein 3G-Prinzip. Am 11.11. gilt darum in großen Bereichen der Stadt 2G. Feiern darf dann nur, wer geimpft oder genesen ist. „Die Stadt hat beim Land NRW beantragt, dass am 11.11. in Köln grundsätzlich 2G gelten soll“, so ein Pressesprecher der Stadt Köln auf Nachfrage von 24RHEIN.

11.11. in Köln: Corona-Regeln für Karneval im Überblick

Karneval Köln: 2G-Regel für den 11.11. – Nur Geimpfte und Genesene erlaubt

Das Land genehmigte den Antrag, wie eine Pressesprecherin des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales (MAGS) 24RHEIN bestätigt. Konkret bedeutet das, dass nur Geimpfte und Genesene am 11.11. im Kölner Karneval erlaubt sind. „Davon betroffen wären zum einen die Kölner Altstadt und das Zülpicher Viertel, alle Karnevalsveranstaltungen sowie Karnevalsfeiern in Kneipen und Gastronomie“, heißt es weiter.

„Das MAGS unterstützt die Stadt Köln in dem Bemühen, die traditionelle Eröffnung des Karnevals zu ermöglichen, aber auf das deutlich gestiegene Infektionsrisiko und die Situation in den Krankenhäusern durch erhöhte Schutzmaßnahmen zu reagieren“, teilt das MAGS auf Nachfrage von 24RHEIN mit.

„Kommunen können in Abstimmung mit dem MAGS, 2G-Regeln anordnen, wenn es als angemessen erachtet wird“, so eine Pressesprecherin des Ministeriums. „Das MAGS wird daher die entsprechende Allgemeinverfügung der Stadt Köln genehmigen.“

Karneval Köln: 2G-Regel für den 11.11. – doch es gibt Ausnahmen

Doch es gibt Ausnahmen. Kinder und Menschen, die aus medizinischen Gründen nicht geimpft werden können, sind von der 2G-Regel befreit. Und auch für den normalen Restaurantbesuch abseits des Kölner Karnevals gibt es einen Sonderweg:

Karneval Köln: 11.11. – diese Ausnahmen gelten

Karneval Köln: 11.11. – Ordnungsamt kontrolliert Einhaltung der 2G-Regel

„Sollte dem Ordnungsamt bei Kontrollen in der Gastronomie auffallen, dass auch Personen Zutritt erhalten haben, die nicht immunisiert sind, drohen dem Betreiber Konsequenzen bis hin zur temporären Schließung des Betriebes“, so die Stadt Köln weiter.

Auch die Polizei Köln bereitet sich auf den Sessionsstart am 11.11. vor. Besonderer Schwerpunkt: Die gesamte Innenstadt. „Wir gehen davon aus, dass die Leute, die wegen 2G nicht hereinkommen, woanders hingehen. Das werden wir aber im Blick haben“, so die Polizei Köln auf Nachfrage von 24RHEIN.

Karneval Köln: 11.11. – diese Corona-Regeln galten bisher

Eigentlich galt für den 11.11. in Köln vor allem das 3G+-Prinzip. Laut Stadt waren geimpfte, genesene und getestete Jecken erlaubt – und zwar in Kneipen, Bars, Diskotheken und in den Bereichen rund um Heumarkt und Kwartier Latäng. Der PCR-Test durfte höchstens 48 Stunden alt sein. Ein Schnelltest durfte maximal sechs Stunden alt sein. Somit dürfte die mögliche Corona-Verschärfung gleich mehrere Veranstalter und Gastwirte treffen. Den am 11.11. wird in ganz Köln gefeiert.

Lediglich wenige Veranstalter wie die Willi-Ostermann-Gesellschaft setzen bereits im Vorfeld schon auf die 2G-Regel. Bei der Sessionseröffnung am Heumarkt dürfte sich somit nichts ändern. Hier waren schon vorher nur geimpfte und genesene Jecken erlaubt.

Karneval Köln: Corona-Regeln am 11.11. – „Gefahrenlage nicht unterschätzen“

Das Festkomitee Kölner Karneval spricht sich für die neuen Corona-Verschärfungen der Stadt Köln aus. „Wir begrüßen daher die verschärften Regeln der Stadt Köln, für öffentliche Hot Spots und für den Kneipenkarneval 2G durchzusetzen“, sagt Christoph Kuckelkorn, Präsident des Festkomitees Kölner Karneval.

„Wir Karnevalisten freuen uns, dass der Karneval mit dem Sessionsstart endlich wieder losgeht. Das gemeinsame Feiern hat uns in der vergangenen Session schon sehr gefehlt. Dennoch darf man nach wie vor die Gefahrenlage nicht unterschätzen.“ Die Corona-Verschärfung ist darum der richtige Weg.

„Und wir appellieren nochmals an alle Jecken, sich gerade mit Blick auf die Session impfen zu lassen. Für Geimpfte und Genesene sollte es dann aber auch möglich sein, wieder gemeinsam Fastelovend zu feiern. Das ist ein wichtiger Schritt zurück zur Normalität für diese Menschen“, so Kuckelkorn weiter. Einen Schock mussten Karnevalisten am Abend vor dem Sessionsauftakt verkraften. Der designierte Prinz Sven Oleff wurde positiv auf Corona getestet. Alle öffentlichen Auftritte des Kölner Dreigestirns wurden abgesagt. (jw) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in Köln passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

Der Text wurde zuletzt am 11. November aktualisiert.

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