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11.11. in Köln: Stadt zieht Bilanz – Reker wehrt sich nach Überfüllung gegen Kritik

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Von: Mick Oberbusch, Oliver Schmitz, Johanna Werning

Am 11.11. wurde in Köln der Karneval gefeiert. Beim Sessionsstart 2023 wurde es ziemlich voll in der Innenstadt. Der 24RHEIN-Liveticker zum Nachlesen.

Update vom 12. November, 13:22 Uhr: Nach dem großen Chaos im Zülpicher Viertel hat die Polizei die komplette Bilanz zum 11.11. in Köln veröffentlicht. Es kam zu zwei Messerangriffen und etlichen weiteren Straftaten.

11.11. in Köln: Alle Ereignisse des Karnevalsstarts 2023 zum Nachlesen

Update, 21:05 Uhr: Nächstes KVB-Update: Wie die Verkehrsbetriebe mitteilen, werden die in der Innenstadt ausgefallenen Bahnen voraussichtlich erst wieder am Samstag, 12. November, in den frühen Morgenstunden fahren. Man müsse die Strecken zunächst noch reinigen, wenn die Jecken fertig gefeiert hätten, so die KVB. Derweil zieht es die Feiernden aus dem Zülpicher Viertel immer mehr Richtung Kneipen, die Straßen leeren sich merklich.

Update, 20:22 Uhr: Auch die Feuerwehr Köln hat inzwischen eine Bilanz zum jecken Sessionsauftakt gezogen. Demnach gab es bis etwa 15 Uhr rund 300 Einsätze in Köln. „Wir bleiben weiterhin für Euch im Einsatz, aber bitte: macht uns Platz, haltet Rettungswege frei und achtet auf Euch und andere!“, schreiben die Brandbekämpfer weiter.

11.11. in Köln: KVB stellt Betrieb ein, OB Reker wehrt sich gegen Kritik

Update, 19:13 Uhr: Es ist ruhig geworden in Köln – zumindest, wenn man die aktuellen Bilder von der Zülpicher Straße mit den ausufernden Feierlichkeiten heute Mittag vergleicht. Viele Jecke hat es in Kneipen, Clubs und Bars gezogen – oder nach Hause, der Tag war ja durchaus schon ziemlich lang.

Update, 18:15 Uhr: Die KVB hatte bereits am Mittag den Betrieb in der Innenstadt aufgrund der Menschenmassen eingestellt. Nun gaben die Verkehrsbetriebe bekannt, dass „nach derzeitigem Stand der Innenstadtbereich heute keinen Stadtbahnbetrieb“ mehr zulässt. Zudem kommt es auf den Linien 1, 7 und 9 ebenfalls zu Einschränkungen, da die große Zahl der Feiernden im Bereich Aachener Weiher und Richard-Wagner-Straße keinen sicheren Betrieb mehr zulässt. Somit müssen Kölnerinnen und Kölner mindestens bis Mitternacht über weite Strecken auf KVB-Betrieb verzichten.

Update, 17:50 Uhr: Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker hat auf der Zülpicher Straße ein Statement abgegeben. Die wichtigsten Aussagen der OB zum Nachlesen:

Reker zum Sicherheitskonzept für das Zülpicher Viertel am 11.11.: „Hier ist natürlich festzustellen, dass zu viele Menschen auf zu kleinem Raum sind. Wir haben das Sicherheitskonzept ja nicht in der letzten Woche vor dem 11.11. gemacht, sondern hatten dafür viel Zeit und haben sie gut genutzt. Deshalb ist es auch so umfangreich geworden. Dass ich es erst dem runden Tisch vorstellen wollte, war ja klar.“

Reker zu den Zuständen im Zülpicher Viertel: „Man mag das jetzt schön finden, wie hier gefeiert wird, oder nicht, aber: „Mer bruche keiner dä uns säht, wie mer Fastelovend fiere deit“, und das tun eben die jungen Leute so. Wir müssen die Rahmenbedingungen dafür schaffen, dass sie es in Sicherheit und Ordnung machen können. Wenn das heute so weitergeht wie bisher und nichts Schlimmes mehr passiert, bin ich letztlich zufrieden, wenn die Polizei es abschließend bewertet und mir eine Maßgabe gibt, denn der Karneval, die 200-jährige Session steht bevor. Wir wollen auch aus heute lernen. Aber eines steht fest: Wir können die Menschen nicht davon abhalten, nach Köln zu kommen oder auf ihre Art Karneval zu feiern.“

Reker zu einer möglichen, weiteren Entlastungsfläche weiter entfernt vom Zülpicher Viertel: „Es hat sich kein Veranstalter, kein Gastronomen-Konsortium gefunden, die diese Veranstaltung dann übernommen hätten. Zudem wäre es nicht sicher, dass wir die Ströme der Jugendlichen, die hier auf der Straße feiern, zu dieser Veranstaltung hätten bringen können. Zudem wären dann vielleicht sogar noch mehr Menschen in die Stadt gekommen. Wer immer eine gute Idee hat, wie man diese Ströme so steuern kann, dass es völlig unproblematisch wird, ist Herzlich Willkommen.“

Karneval in Köln: 11.11. live – Zülpicher Straße leert sich, Stadt zieht Bilanz

Update, 17:39 Uhr: Feiernde vor Ort berichten aktuell von deutlich weniger Menschen auf der Zülpicher Straße als noch heut Mittag, als der zentrale Eingang buchstäblich überrannt wurde. Auf dem Boden liegt jede Menge Müll, viele Glasscheiben und auch die ein oder andere „Alkoholleiche“. Man könnte sagen: Alles wie immer also.

Update, 17:32 Uhr: Die sich leerende Feiermeile macht sich auch am Bahnhof Süd bemerkbar. Dort können nun wieder Züge halten, der Haltestopp sei vorerst beendet, so die Stadt Köln via Twitter.

Update, 17:13 Uhr: Die Stadt Köln hat erste Einsatszahlen zum heutigen Karnevalsauftakt bekannt gegeben. Folgende Verstöße meldeten Ordnungsdienst und Rettungsdienst (Stand: 16 Uhr):

Ordnungsdienst

► Präventivgespräche Jugendschutz: 151 (davon 144 im Zülpicher Viertel)
► Jugendschutz-Maßnahmen: 60 (davon 57 wegen Alkohol)
Ansprachen wegen Glasverbots: 43
► Wildpinkler: 144 (89 davon im Zülpicher Viertel)

Rettungsdienst

► Zülpicher Viertel: 146 Behandlungen, 37 Transporte in Kliniken
► Altstadt: 54 Behandlungen, 7 Transporte in Kliniken

Verkehrsdienst

► Im Kwartier Latäng und im Severinsviertel wurden acht Abschleppvorgänge eingeleitet und 16 Autos verwarnt.
► In der Innenstadt waren es ebenfalls acht Abschleppvorgänge und 16 Verwarnungen.
► Im Bereich Altstadt Nord mussten zwei Autos abgeschleppt werden. Fünf wurden verwarnt.

Update, 17:10 Uhr: Viele der Feiernden sind bereits seit sieben, acht oder neun Stunden auf den Beinen – was sich zumindest rund um die Universität bemerkbar macht. Im Vergleich zu den Mittagsstunden hat es sich inzwischen bereits extrem geleert, die Zugänge zur Zülpicher Straße sind aufgrund des nachlassenden Andrangs wieder geöffnet. Dennoch ist noch immer viel Polizei vor Ort.

Karneval in Köln: 11.11. live – „Aggressive Stimmung“ im Zülpicher Viertel, Reker vor Orto

Update, 16:38 Uhr: Bereits seit 13 Uhr halten keine Züge mehr am Bahnhof Süd, der mitten in der größten Feiermeile der Stadt, dem Zülpicher Viertel, liegt (siehe Ticker-Eintrag 13:59 Uhr). Nun kommen laut zuginfo.nrw noch unbefugte Personen auf der Strecke hinzu. „Wegen Personen im Gleisbereich und überfüllten Bahnsteigen aufgrund von Karneval kann der Halt Köln Süd nicht angefahren werden“, heißt es dort, und weiter: „Weitere massive Beeinträchtigungen durch Streckensperrungen sind wahrscheinlich. In der Folge kommt es jetzt zu Verspätungen, Teilausfällen und kurzfristigen Änderungen im Zuglauf.“ Zur Dauer der Beeinträchtigung gibt es aktuell noch keine Angaben.

Karneval in Köln: 11.11. live – „Aggressive Stimmung“ im Zülpicher Viertel, Reker vor Ort

Update, 15:58 Uhr: OB Reker, FK-Chef Kuckelkorn und Polizeipräsident Schnabel sowie einige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadt haben sich in den vergangenen Minuten über die Zülpicher Straße gekämpft, um nach mühsamer Überquerung dieser ein Statement abzugeben. Dieses war allerdings relativ dünn: Zur heutigen Lage bzw. Situation sowie der Frage, ob das Sicherheitskonzept gegriffen habe, könne man aktuell noch nicht viel sagen – man müsse das Ganze im Nachhinein be- und auswerten. „Für eine Bilanz ist es noch zu früh“, so die OB. FK-Chef Kuckelkorn wurde etwas deutlicher: „Es wird Zeit, dass wir uns gemeinsam an einen Tisch setzen, und dieses vorhersehbare Chaos so bewerten, dass wir für die Zukunft daraus lernen.“

Zur Situation äußerte sich auch Andrea Blome auf einer Pressekonferenz im Rathaus. „Wir haben das heute persönlich in Augenschein genommen, Es ist voll, auch am Alter Markt und am Heumarkt“, sagt sie. Wie das Sicherheitskonzept am Zülpicher Platz funktioniert habe, „werden wir heute Abend sehen. Man kann aber schon sagen, dass das Leitsystem gut angemommen worden ist. Das hat gut funktioniert“, so die Stadtdirektorin. Eine „aggressive Stimmung“, wie von der Polizei berichtet, bestätigte sie nicht. Insgesamt sei es friedlich, auch wenn sich Einzelpersonen natürlich auch daneben benommen hätten. „Das kann man nie ganz verhindern“, so Blome.

Karneval in Köln: 11.11. live – Chaos im Zülpicher Viertel, Sicherheitskräfte überrannt

Update, 15:40 Uhr: Wie ein Sprecher der Stadt Köln auf 24RHEIN-Nachfrage bestätigt, befinden sich Oberbürgemeisterin Henriette Reker, FK-Chef Christoph Kuckelkorn und der Kölner Polizeipräsident Falk Schnabel aktuell im „Kwartier Latäng“, um sich ein Bild von der Lage vor Ort zu machen. Ob die Oberbürgermeisterin vor Ort auch ein Statement abgeben will, ist derzeit noch nicht bekannt.

Update, 15:17 Uhr: Wie der WDR berichtet, sollen sich am Vormittag und Mittag chaotische Szenen im Zülpicher Viertel abgespielt haben. Dazu hätten auch das gute Wetter sowie das erst kurz vor Sessionsbeginn feststehende Sicherheitskonzept beigetragen. Auf einer Seite an der Zülpicher Straße hätte es einen solchen Andrang gegeben, dass die Jecken sich einen neuen Eingang geschaffen und Einsatzkräfte überrannt hätten.

Jecke an Karneval auf der Zülpicher Straße in Köln
Feiernde sorgten auf der Zülpicher Straße am 11.11.2022 für teilweise chaotische Zustände. © Thomas Banneyer/dpa

Daraufhin wurden zwei Einsatzhundertschaften sowie die BFE Beweisaufnahme- und Festnahmeeinheit hinzugezogen. „Das waren alles Herren mit circa zwei Metern Körpergröße“, so ein Reporter vor Ort. Nur durch ihren Einsatz hätte der Ordnungsdienst der Stadt Köln die Lage in den Griff bekommen. Vor exakt diesen Szenen hätten vor einigen Wochen auch Gastronomen gewarnt – scheinbar, wie der Sender erklärt, jedoch ohne Erfolg.

Karneval in Köln: 11.11. live – Univiertel überfüllt, Party auf dem Heumarkt

Update, 14:31 Uhr: Im Univiertel ist das Programm auf den Entlastungsflächen beendet, die Feiernden zieht es scheinbar ziellos vor und rund um den Party-Hotspot. Die Kioske rund um die Universität dürften heute einen Jahres-Bestwert an Umsatz machen. Auch der Bereich zwischen Aachener Weiher und Zülpicher Viertel ist komplett dicht, eigentlich sollten die Jecken hier nur durch die Glaskontrolle, durch den Andrang ist dieser Ort jedoch zu einer zweiten Entlastungsfläche geworden. Drohne und Hubschrauber haben das Ganze von oben im Blick.

Auf dem Heumarkt wird derweil munter weiter gefeiert. Eines der heute noch stattfindenden Programm-Highlights: Der letzte Auftritt der „Bläck Fööss“-Gründungsmitglieder „Erry“ Stoklosa und „Bömmel“ Lückerath im TV, bevor beide am Ende dieses Jahres ihren Hut nehmen und die Band verlassen. Gänsehaut garantiert!

Update, 13:59 Uhr: Am Bahnhof Süd ist, wenig überraschend, noch immer die Hölle los. Inzwischen so sehr, dass dort keine Züge der Deutschen Bahn (DB) mehr halten können. Dies teilt die Stadt Köln via Twitter mit.

Karneval in Köln: 11.11. live – Erry und Bömmels letzter TV-Auftritt mit den Bläck Fööss – 15:30 Uhr

Update, 13:45 Uhr: Wie die Polizei Köln via Twitter mitteilt, wurde vor Kurzem der Tunnel am Bahnhof Süd gesperrt. Bereits gegen 11:11 Uhr war der Bereich heillos überfüllt, nun kommt dort die Polizei zum Einsatz. „Mit Bereitschaftspolizisten und Lautsprecherdurchsagen werden die Ankommenden in Richtung Aachener Weiher geleitet“, so die Behörde.

Auf dem Heumarkt sind derweil die Bläck Fööss bei WDR-Moderator Guido Cantz zu Gast. „Die Stimmung ist super, ich habe schon heute Morgen, als ich es noch im Fernsehen verfolgt hab, mit den Föössen gescharrt, hier endlich hinzukommen“, sagt Sänger Mirko Bäumer. Dabei feiern die „Fööss“ heute auch einen Abschied: Heute um 15:30 Uhr steigt der letzte TV-Auftritt von Erry Stoklosa und Bömmel Lückerath, die am Jahresende mit dem Silvester-Konzert der Band in der Arena abtreten. „Wenn es am schönsten ist, kann man durchaus aufhören“, so Erry. Heute steht er aber nochmal auf der Bühne.

Update, 13:28: Angesichts des komplett überfüllten Kwartier Latäng um die Zülpicher Straße zeigte sich der zuständige Bürgermeister Andreas Hupke entsetzt. So früh, so voll habe er das in 45 Jahren „noch nie erlebt“. Aktuell gäbe es „härteste Bilder wie am Ballermann“.

Karneval in Köln: 11.11. live – Zehntausende Jecken vor Zülpicher, Polizei greift ein

Update, 13:12: Das komplett überfüllte Zülpicher Viertel hält auch die Polizei gut auf Trab. Die Zülpicher Straße ist „komplett voll“, teilte ein Sprecher gegenüber 24RHEIN mit. Der WDR berichtet von mittlerweile 40.000 bis 50.000 Menschen, die sich vor und um die Feiermeile befinden. Die Polizei konnte aktuell noch keine Zahlen nennen. Da die Sicherheitskräfte durch den Andrang überfordert wurden, wurden auch extra Polizeikräfte zur Unterstützung ins Kwartier Latäng geschickt. „Die Kräfte haben eine Kette gebildet und die Feiernden in Richtung Aachener Weiher geleitet“, sagt der Polizei-Sprecher.

Die Lage am Heumarkt und Alter Markt sei derweil deutlicher ruhiger. Insgesamt läuft der 11.11. in Köln bisher wohl sehr friedlich ab. Im Moment seien der Polizei noch keine größeren Gewalttaten bekannt, hieß es auf Nachfrage. Nichtsdestotrotz ist die Polizei mit 1100 Beamten im Einsatz.

Karneval in Köln: KVB stellt Bahnbetrieb in Innenstadt ein – wegen Überfüllung

Update, 12:16: Die Kölner Innenstadt wird voller und voller. Das hat auch gravierende Auswirkungen auf den Verkehr: mittlerweile hat die KVB den „Großteil“ des Verkehrs der Stadtbahnlinien im Innenstadtbereich eingestellt, teilte die Stadtverwaltung mit. Alle Jecken werden darum geben, „sich nicht mehr in Richtung Zülpicher Viertel auf den Weg zu machen“, sondern auf andere Orte in der Stadt auszuweichen. Die Feierfläche im Kwatier Latäng ist dafür aber auch keine Option mehr, denn auch diese ist mittlerweile voll.

Karneval in Köln: Heumarkt und Zülpicher dicht – „hab ich noch nie erlebt“

Blick am Vormittag auf die Zülpicher Strasse.
Vor allem die Zülpicher Straße ist am 11.11. in Köln wieder komplett voll. © Thomas Banneyer/dpa

Update, 11:59 Uhr: Köln ist voll, die Stimmung bei den Jecken gut, aber nicht alle sind begeistert – ganz im Gegenteil. „Ich wohne fast 45 Jahre in dem Viertel und so voll schon so früh, hab ich das noch nie erlebt“, sagte Andreas Hupke (Grüne) Bezirksbürgermeister des Stadtbezirks Köln-Innenstadt über die Lage im Zülpicher Viertel. Ihm mache das „große Sorgen“. Das Konzept der Stadt Köln sei seiner Meinung nach eine bundesweite „Aufforderung“ zu sagen: ‚Kommt alle nach Köln ins Kwartier Latäng oder ins Univiertel, es ist zubereitet‘.

Für den Kölner Bürgermeister könne das in Zukunft „nicht so weitergehen“. Andernfalls hätte man im kommenden Jahr nochmal Zehntausend mehr Feiernde. „Hier sind wir nicht bei Woodstock oder Rock am Ring. Das steht in keinem Verhältnis mehr, darüber müssen und werden wir diskutieren“, unterstreicht Hupke.

Karneval in Köln: 11.11. live – Heumarkt und Zülpicher Viertel sind voll

Update, 11:37 Uhr: Schotten dicht in Köln: Nach der Zülpicher Straße sind auch der Alter Markt und Heumarkt komplett voll, wie die Stadt Köln mitteilte. Der Einlass ist deshalb „bis auf Weiteres“ geschlossen. Im Zülpicher Viertel wird auch die Entlastungsfläche immer voller, der Zugang ist aktuell aber noch möglich.

Die gut befüllte Zülpicher Straße am 11.11. in Köln.
11.11. in Köln: Die Zülpicher Straße ist pünktlich zum Sessionsauftakt des Kölner Karnevals voll. © 24RHEIN

Update, 11:25 Uhr: Nicht nur auf der Zülpicher Straße selbst, sondern auch davor wird es immer voller. Die designierte Entlastungsfläche ist aktuell zu gut einem Drittel belegt. Dort läuft nicht nur Musik, sondern es gibt auch einige Verkaufsstände mit Kölsch, Energydrinks und anderen alkoholfreien Getränken.

Karneval in Köln: 11.11. live – Karnevalssession 2023 offiziell eröffnet

Update, 11:11 Uhr: Kölle Alaaf! Die Karnevalssession 2023 ist ab sofort offiziell eröffnet. Am Heumarkt und Zülpicher Straße wird groß gefeiert und gesungen.

Update, 11:10 Uhr: Jetzt spricht die Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker. Sie zeigt sich erfreut über einen Sessisonstart, der wieder unter normaleren Umständen stattfinden kann. Sie spricht von „Entzugserscheinungen, die wir jahrelange erduldet haben.“

Karneval in Köln: Eingang zur Zülpicher Straße geschlossen – 11.11. live

Update, 11:07 Uhr: Lange hat es nicht gedauert: Die Eingänge an der Zülpicher Straße sind ab sofort geschlossen, wie auf den Anzeigen zu lesen ist.

Update, 11:02 Uhr: Immer mehr Leute strömen zur Zülpicher Straße, mittlerweile wurde auch die Musik an der Entlastungsfläche angemacht. Noch ist der Eingang zur Feiermeile aber geöffnet. „Wir wollen es so lange wie möglich herauszögern“, sagt das Kölner Ordnungsamt gegenüber 24RHEIN. Wann der Eingang geschlossen wird, sei noch nicht absehbar. Laut dem Ordnungsamt sei es noch ruhig, es würde sich aber füllen. „Wir überprüfen dauernd, wie die Lage ist und handeln dementsprechend.“ Übrigens ist auch ein Polizei-Hubschrauber im Einsatz, der immer wieder über die Zülpicher Straße fliegt, berichten unsere Reporter vor Ort.

Karneval in Köln: 11.11. live – AnnenMayKantereit mit Überraschungsauftritt am Heumarkt

Update, 10:38 Uhr: Überraschung am Heumarkt: Die Kölner Band „AnnenMayKantereit“ tritt jetzt live am Heumarkt auf und spielt ihren Hit „Tommi“. Frontmann Henning May und seine Kollegen sind natürlich Karnevals-passend verkleidet. Ralf Schlegelmilch, Präsident der Willi Ostermann Gesellschaft, bedankt sich für den offenbar lang vorbereiteten Auftritt: „Es ist ein Traum wahr geworden.“

Karneval in Köln: 11.11. live – Eingänge am Zülpicher sorgen für Verwirrung

Feiernde auf der Zülpicher Straße in Köln am 11.11.
Die Stadt Köln rechnet am 11.11. mit rund 15.000 Jecken allein auf der Zülpicher Straße. © 24RHEIN/Werning

Update, 10:23 Uhr: Es wird immer enger im Zülpicher Viertel. Der rechte Eingang vor dem Haupteingang ist mittlerweile komplett voll, berichtet unsere Reporterin vor Ort. Der linke jedoch sei noch „ziemlich leer“. Deshalb würden einige Sicherheitskräfte darauf hinweisen, dass Jecken den anderen Eingang nutzen sollen. Dank der Vorkontrollen ist es am eigentlichen Haupteingang ebenfalls noch recht leer. Wer noch reinwill, sollte sich aber dennoch beeilen: Vor allem der Bereich zwischen Bahnhof und Zülpicher Platz ist bereits jetzt gut gefüllt. Am nahegelegenen Barbarossaplatz wurden bereits Straßensperrungen eingerichtet.

Update, 9:55 Uhr: Rund eineinhalb Stunden vor dem Startschuss in die neue Karnevalssession sind viele Bahnen der KVB schon komplett überfüllt. Viele Reisende sollten aktuell etwas mehr Zeit einplanen. Neben zentralen Plätzen wie Barbarossaplatz oder Heumarkt, machen sich viele Jecken auf in Richtung Uniwiese zum Haupteingang des Zülpicher Viertels. Dabei sorgt aber die neue Eingangssituation noch für etwas Verwirrung. Gegenüber 24RHEIN erklärt ein Ordner, dass viele diese „überhaupt nicht“ verstehen. Gefühlt müssten sie jedem Feiernden einzeln erklären, wie sie auf sie Zülpicher Straße kommen. Das Verständnis dafür halte sich ebenfalls in Grenzen.

Karneval in Köln: 11.11. live – Jecken sollen sich „ein bisschen benehmen“

Links Feiernde in Köln am 11.11. und rechts eine SWB-Bahn in Köln mit Karnevals-Gruß. (IDZRW-Montage)
Am 11.11. wird in Köln der Sessionsstart für den Karneval 2023 gefiert. (IDZRW-Montage) © Roberto Pfeil/dpa & 24RHEIN

Update 9:29 Uhr: Ganze 800.000 Euro brutto hat die Stadt Köln für den Karnevalsauftakt am 11.11. hingelegt. Dadurch soll die Sicherheit und Ordnung gewährleistet werden. Im Zülpicher Viertel sind sogenannte Sichter unterwegs, teilweise auch in erhöhter Lage, erklärte das Ordnungsamt gegenüber 24RHEIN. Das Personal in den pinken Westen ist für Auskünfte da, unter anderem um Anwohnern einen der 14 Zugangsbereiche zu nennen. Die Leute mit blauen Westen führen derweil Glaskontrolle durch. Die Stadt habe das Personal insgesamt um ein Drittel aufgestockt.

„Die Feierlaune ist natürlich mit Sicherheit ungebremst beziehungsweise der Nachholeffekt ist immer noch da“, sagt Ordnungsamt-Abteilungsleiter Dirk Schmaul. Gegenüber der dpa appelliert er an alle Feiernden, „Nicht in Hauseingänge zu urinieren und sich ein bisschen zu benehmen“

Karneval in Köln: 11.11. live: Stadt appelliert an 15.000 Feiernde – „Hoffen, dass es ruhig bleibt“

Update vom 11.11., 9:03 Uhr: Rund zwei Stunden vor der Sessionseröffnung in den Kölner Karneval treffen die ersten Jecken in der Zülpicher Straße ein. Hier gilt heute ein strenges Sicherheitskonzept. Das Ordnungsamt ist bereits mit zahlreichen Kräften vor Ort. „Wir sind gut aufgestellt. Wir hoffen, dass es ruhig bleibt und die Jecken friedlich feiern“, sagt Athene Hammerich, Leiterin des Ordnungsamtes Köln

Ein Plan zum Kölner Sicherheitskonzept.
Am 11.11. gibt es für die Zülpicher Straße ein strenges Sicherheitskonzept © Stadt Köln

Vor den Eingängen wurden Schlangenlinien aufgestellt, erklärt Ordnungsamt-Abteilungsleiter Dirk Schmaul. „Die Glaskontrolle ist die erste Stelle, an der wir kontrollieren. Von dort geht es weiter zum Haupteingang. Erst dann sind die Leute im Kwartier Latäng.“ Die Stadt rechnet mit rund 15.000 Feiernden allein auf der Zülpicher Straße. Ein Bereich vor dem Eingang soll bei Bedarf als Entlastungsfläche genutzt werden. Hier sei nochmal Platz für etwa 5000 Leute.

„Doch auch hier werden wohl kaum alle hereinkommen, weil dann schon vorab der Eingang bei den Glaskontrollen abgesperrt wird“, so Schmaul weiter. Für Anwohner soll das Prozedere übrigens keine Folgen haben. Sie kommen überall mit einem Ausweis rein, verspricht die Stadt.  

Erstmeldung:

Karneval in Köln: 11.11. live – „Straßen und Kneipen werden voll“

Köln – Endlich ist es so weit: Nach zwei Corona-Jahren wird der 11.11. in Köln endlich wieder groß gefeiert. Erwartete werden unzählige Jecken. Allein im Zülpicher Viertel ist die Rede von 20.000 Menschen. Strenge Corona-Regeln gibt es nicht, dafür allerdings strenge Sicherheitsmaßnahmen und ein hartes Durchgreifen der Polizei.

Karneval 2023 in Köln: Sessionseröffnung auf dem Heumarkt

Auch in diesem Jahr wird auf dem Heumarkt der 11.11. groß gefeiert. Die Sessionseröffnung mit 15.000 Menschen wird sogar vom WDR übertragen. Mit dabei: Viele Künstler wie zum Beispiel die Räuber, die Höhner und Kasalla. Vor allem der noch geheime Eröffnungspunkt um 10:30 Uhr soll es in sich haben. „Auch in diesem Jahr gibt es was Emotionales auf die 12 – besser gesagt voll auf die 11“, so Ralf Schlegelmilch, Präsident der Willi Ostermann Gesellschaft.

11.11.: Karneval auf der Zülpicher Straße – strenges Sicherheitskonzept

Ein weiterer Karnevalshotspot am 11.11.: Die Zülpicher Straße, die vor allem bei den jungen Karnevalsfans beliebt ist. Jedes Jahr kommen hier Zehntausende zusammen, um gemeinsam zu feiern. Dadurch kommt es allerdings auch immer wieder zu Chaos, Müll und Verschmutzung – zum Leidwesen der Anwohner, der Stadt und der Polizei. Mit einem strengen Sicherheitskonzept für das Zülpicher Viertel soll damit nun aber Schluss sein.

Karneval 2023 in Köln: Sorge vor dem 11.11. – Polizei im Großeinsatz

Ob das jedoch klappt, bleibt abzuwarten. Oberbürgermeisterin Henriette Reker (parteilos) befürchtet schon jetzt, dass „der 11.11. auch dieses Jahr nicht schön“ wird. Und auch Bezirksbürgermeister Hupke hat trotz Sicherheitskonzept Bedenken. „Kein Sicherheitskonzept der Welt kann dafür sorgen, dass wir uns sicher fühlen“, so der Grünen-Politiker. „Der Karneval an sich ist schön. Mit der Party-Zone an der Zülpicher Straße hat das aber nichts zu tun. Das ist Ballermann der übelsten Sorte.“

Darum ist die Polizei Köln am 11.11. auch im Großeinsatz. „Wir gehen davon aus, dass die Straßen und auch die Kneipen voll werden – und auch lange voll bleiben“, sagt Polizeisprecher Christoph Schulte. Und damit nicht genug: „Wir richten uns auf einen langen und arbeitsintensiven Arbeitstag ein.“ (jw) Fair und unabhängig informiert, was in Köln, NRW und Deutschland passiert – hier unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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