1. 24RHEIN
  2. Köln
  3. Karneval

11.11. in Köln: Polizei ist mit 1.100 Kräften vor Ort – und ahnt, wo Ungeimpfte feiern

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Johanna Werning

Polizisten laufen am 27.02.2017 in Köln (Nordrhein-Westfalen) vor Beginn des Rosenmontagsumzugs durch die Stadt.
Die Polizei Köln hat sich auf den 11.11. gut vorbereitet und ist mit rund 1.100 Kräften im Einsatz. (Archivbild) © Oliver Berg/dpa

Zum Karneval in Köln am 11.11. gelten in vielen Bereichen der Stadt die 2G-Regeln. Die Polizei ist mit 1.100 Kräften im Einsatz.

Köln – Der 11.11. hat begonnen. Um 11:11 Uhr heißt es dann in ganz Köln „Alaaf“. Am Donnerstagmorgen hat die Polizei Köln jedenfalls noch keine Eskalationen gemeldet. Doch sie ist vorbereitet für das wohl wichtigste Event des Jahres 2021 in Köln. Rund 1.100 Polizeikräfte werden während des Sessionsauftakts im Einsatz sein. „Wir arbeiten im Zweischichtsystem“, so die Polizei Köln auf Nachfrage von 24RHEIN. „Der Schwerpunkt ist wieder die Innenstadt.“ Aufgrund des Coronavirus gibt es in diesem Jahr allerdings einen besonderen Fokus.

Kölner Karneval: „Leute, die wegen 2G nicht hereinkommen, gehen woanders hin“

Die Stadt Köln hat festgelegt, dass in bestimmten Bereichen, in Kneipen und in Diskotheken nur Geimpfte und Genesene feiern dürfen. Somit gilt in weiten Teilen der Stadt Köln am 11.11. das 2G-Prinzip – eigentlich. „Wir gehen davon aus, dass die Leute, die wegen 2G nicht hereinkommen, woanders hingehen“, erklärt ein Polizeisprecher. Darauf sei man allerdings vorbereitet, so die Polizei Köln weiter. „Das werden wir aber im Blick haben.“

Stellt sich nur die Frage: Wo ziehen die Feierenden hin? Auf die Kölner Ringe? Oder vielleicht in die Südstadt mit ihren beliebten Kneipen, Bars und Wirtschaften. Allerdings ziehen die ersten Wirte bereits Konsequenzen, und das schon vor dem 11.11. Sie machen gar nicht erst auf – und verzichten auf den Kneipenkarneval in Köln.

Karneval Köln: 2G-Regel am 11.11. – „möglichst sicheres Feiern ermöglichen“

Das 2G-Prinzip in weiten Teilen von Köln wurde erst kurzfristig festgelegt. Am Mittwoch genehmigte das Land NRW die städtische Anfrage für den Kölner Karneval. „Ich bin froh, dass das Land unseren Regelungen so kurzfristig zugestimmt hat und wir diese Regeln nun umsetzen können, um damit die Sicherheit der Karnevalsfeiern noch ein Stück weit zu erhöhen“, erklärt Stadtdirektorin Andrea Blome.

Karneval Köln: 2G-Prinzip am 11.11. – diese Corona-Regeln gelten

Und auch Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker begrüßt die Corona-Verschärfungen am 11.11. in Köln: „Angesichts der weiter steigenden Infektionszahlen und der Situation auf den Intensivstationen haben wir uns zu diesem Schritt entschlossen“, so die Oberbürgermeisterin.

„Es werden zahlreiche Maßnahmen seitens der Stadt, der Veranstalter und der Gastronomie ergriffen, um ein möglichst sicheres Feiern zu ermöglichen. Uns allen ist aber klar, dass es keine absolute Sicherheit geben kann. Ich kann an alle Ungeimpften nur noch einmal eindringlich appellieren: Lassen Sie sich impfen! Zu Ihrem eigenen Schutz, zum Schutz aller und um uns endlich wieder ein normales Leben zu ermöglichen.“

Einen Schock mussten Karnevalisten am Abend vor dem Sessionsauftakt verkraften. Der designierte Prinz Sven Oleff wurde positiv auf Corona getestet. Alle öffentlichen Auftritte des Kölner Dreigestirns wurden abgesagt. (jw) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in Köln passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

Auch interessant