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Köln: 26-Jähriger beißt Mann Stück vom Ohr ab

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Von: Mick Oberbusch

Polizist steht vor feiernder Menge im Kölner Karneval und versucht, den Einlass zu organisieren
Obwohl es zum Start in den Kölner Karneval 2022 an Weiberfastnacht weitestgehend ruhig war, hatte die Polizei doch einiges zu tun. © Thomas Banneyer/dpa

Die Polizei Köln hat ihre Bilanz zu Weiberfastnacht 2022 veröffentlicht. Besonders ein ungewöhnlicher Vorfall im Zülpicher Viertel sorgte für Aufsehen.

Köln – Dass es im Zülpicher Viertel während Weiberfastnacht so richtig zur Sache ging, dürfte mittlerweile jeder in Köln mitbekommen haben. Dennoch ereignete sich dort laut Polizei am Nachmittag des 24. Februar ein durchaus ungewöhnlicher Vorfall: Ein 26-jähriger Mann soll während einer Schlägerei im beliebten Party-Veedel seinem Gegenüber (31) ein Stück aus dem Ohr gebissen haben. „Er selbst erlitt eine Armfraktur und kam nach der ärztlichen Behandlung in Polizeigewahrsam“, erklärt die Polizei am Karnevalsfreitag (25. Februar) in einer Bilanz. Eine erste Bilanz hatte ein Polizei-Sprecher im Gespräch mit 24RHEIN bereits an Weiberfastnacht gezogen.

Karneval in Köln 2022: Polizei zieht Weiberfastnacht-Bilanz – sechs Angriffe auf Polizisten

Ansonsten sei der Start in die diesjährige Session des Kölner Karneval, der stark vom Ukraine-Konflikt überschattet wurde, weitestgehend ruhig verlaufen. „In Köln und Leverkusen waren die Polizeieinsätze früher als zu Zeiten vor der Pandemie beendet – in Köln bereits um 2.30 Uhr“, so die Polizei, die vor allem mit den „üblichen“ Aggressionen der teils betrunkenen Feiernden auskommen musste. Allerdings hatten insgesamt auch sechsmal Jecke Widerstand gegenüber Polizeibeamten gezeigt und insgesamt drei Beamtinnen und Beamte angegriffen. Auch auf Ordnungsdienst-Mitarbeiter hatte es im Zülpicher Viertel an Weiberfastnacht eine Attacke gegeben.

Zudem mussten die Beamten auf der Taunusstraße in Kalk gegen einen 19-Jährigen durchgreifen, der Gäste einer Karnevalsfeier bepöbelt und in Gewahrsam durch die Polizei einen Dienstarzt anspuckte. Zudem wurden insgesamt neun Verfahren wegen sexueller Beleidigung, Belästigung und Nötigung eingeleitet. Auch im Straßenverkehr blieb es weitestgehend ruhig, insgesamt sechs Führerscheine stellten die Polizisten sicher.

Bundespolizei Köln an Weiberfastnacht: Huhn läuft über Bahngleise, Teenagerin führt Messer mit

„Insgesamt ruhiger als noch vor der Pandemie“ ist Weiberfastnacht 2022 auch für die Bundespolizei Köln verlaufen. Zu diversen Einsätzen kam es trotzdem. Vor allem Gleisüberschreitungen und damit verbundene Streckensperrungen, alkoholbedingte Schlägereien, Diebstähle und festgestellte Waffen im Gepäck hielten die Polizisten ordentlich auf Trab. Zudem kreiste ein Hubschrauber über die Stadt, der einen jungen Mann verfolgte, der im Gleisbereich des Bahnhofs Köln-Süd als Huhn verkleidet über die Gleise rannte. Davor hatte die Bundespolizei am Morgen von Weiberfastnacht noch explizit gewarnt.

Ansonsten kam es noch zu einem Einsatz im Kölner Hauptbahnhof, weil ein 22-jähriger Reisender einem 50-jährigen Zugbegleiter mit der Faust ins Gesicht schlug. Zudem kam es im Laufe des Tages auch zu mehreren Verstößen gegen das Waffengesetz. Eine 16-Jährige wurde am Hauptbahnhof festgehalten, weil sie in einem Beinholster als Teil eines Kostüms ein echtes Messer mit 14 Zentimetern Klingenlänge transportierte. In Anwesenheit ihrer Eltern wurde die Teenagerin belehrt und bekam die Waffe abgenommen. (mo) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in Köln passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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