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Karneval 2023 in Köln: Erste Veranstaltungen abgesagt –Planungssicherheit fehlt

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Von: Johanna Werning

Der Kölner Karneval 2023 soll besonders groß gefeiert werden. Doch erste Veranstaltungen fallen aus. Außerdem läuft der Kartenverkauf schleppend – warum?

Köln – Der 11.11. soll der erste große Paukenschlag für eine ganz besonders große Session in Köln sein. Nicht nur die große 200 als Jubiläum soll in der Session gefeiert werden, auch soll nach zwei Corona-Jahren der Kölner Karneval wieder traditionell samt vielen Festern und Feiern gefeiert werden. Doch wenige Wochen vor Sessionseröffnung gibt es allerdings einen ersten Dämpfer: Der Kartenverkauf für den Kölner Karneval 2023 läuft schleppend, teilweise werden Veranstaltungen und Formate sogar komplett abgesagt.

Karneval 2023 in Köln: Erste Veranstaltungen abgesagt –Planungssicherheit fehlt

Von der Absage betroffen ist zum Beispiel das Mega-Event „Karneball“. Rund 50.000 Jecken sollten an Weiberfastnacht 2023 im RheinEnergie-Stadion zusammen feiern. Doch nun wurde die XXL-Veranstaltung auf 2024 verschoben. Die Gründe: Der Krieg in der Ukraine, das Coronavirus und die enorme Planungsunsicherheit.

„Da eine Veranstaltung in dieser Größenordnung aber Monate im Voraus verbindlich geplant werden muss und wir in puncto Planungssicherheit auch eine große Verantwortung gegenüber Dienstleistern und Künstlern haben, die in den vergangene zwei Jahren genug Einbußen hinnehmen mussten, haben wir uns dazu entschieden, nicht zu pokern, sondern seriös zu arbeiten und die Veranstaltung bereits jetzt um ein Jahr zu verschieben“, erklärt der Veranstalter.

uf dem Altermarkt beginnen die offiziellen Festivitäten geschützt hinter hohen Zäunen.
Die Planungsunsicherheit macht dem Kölner Karneval 2023 zu schaffen (Symbolbild) © Christoph Hardt/Imago

Karneval 2023 in Köln: Erste Absagen und schleppende Kartenverkäufe – „im Winter kann viel passieren“

Damit ist der Veranstalter nicht allein: Auch der traditionelle Kölner Karneval bereitet sich auf eine nicht ganz einfache Session vor. „Wir müssen finanzielle Ressourcen sparen, weil die Gelder vielleicht noch im Winter gebraucht werden“, erklärt Michael Kramp, Vorstand für Kommunikation im Festkomitee Kölner Karneval, gegenüber 24RHEIN.

In einer Festkomitee-Mitgliederinfo, die „repot k“ vorliegt, betont FK-Präsident Christoph Kuckelkorn, dass die Vorfreude „durch die eine oder andere Sorge getrübt“ wird. „Befürchtungen um einen weiteren durch Corona-Einschränkungen geprägten Winter sowie vor der aktuellen Inflation und den angekündigten Preissteigerungen speziell im Energiesektor machen sich auch bei den Sessionsplanungen bemerkbar.“

Darum gibt es auch hier eine kleine Absage: Die für den Sommer 2023 geplante Jubiläumsausstellung wurde erst einmal gestoppt. „Im Winter kann viel passieren“, darauf wolle man sich vorbereiten – gerade finanziell, so der Vorstand für Kommunikation. Weitere Einschränkungen seien aktuell jedoch nicht geplant. Heißt: Prinzenproklamation, Fernsehsitzungen und Rosenmontagszug finden wie geplant statt.

Kölner Karneval: Welche Veranstaltungen finden 2023 statt?

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Kölner Karneval 2023: „80 Prozent aller Gesellschaften verzeichnen einen schlechteren Kartenverkauf“

Während das Festkomitee mit Energiekosten rechnet, die fünfmal höher sind als üblich, zeigen sich die Befürchtungen auch bei den Jecken. Der Kartenverkauf für den Kölner Karneval 2023 läuft schleppend. „80 Prozent aller Gesellschaften verzeichnen einen schlechteren Kartenverkauf im Vergleich zum letzten Jahr“, sagt Kramp gegenüber 24RHEIN weiter.

Betroffen sind davon vor allem die großen Gesellschaften. Und das hat einen Grund, wie Kramp erklärt: Denn während hier vor allem Unternehmen eine Vielzahl an Tickets kaufen, sind es bei kleineren Gesellschaften eher Stammgäste, Freunde und Förderer. „Gerade die Unternehmen agieren gerade vorsichtiger. Die kleineren Vereine hingegen haben Kunden, die emotional involviert sind.“ Dennoch ist Kramp zuversichtlich: Die Jecken seien spontan. „Wir gehen davon aus, dass der Verkauf noch kommt.“ (jw) Fair und unabhängig informiert, was in Köln, NRW und Deutschland passiert – hier unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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