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Corona Karneval: Hochburgen Köln und Düsseldorf im Knatsch – Land NRW soll helfen

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Von: Johanna Werning

Ein einsamer Karnevalshut liegt auf dem Kölner Alter Markt.
Die Zukunft des Karnevals ist auch in der Session 2022 ungewiss (Symbolbild) © Roberto Pfeil/dpa

Der Karneval könnte aufgrund des Coronavirus erneut ausfallen. Köln, Düsseldorf, Bonn und Aachen treffen sich am Donnerstag mit dem Land NRW. Doch vorher kracht es offenbar.

Düsseldorf – Bevor der Karneval im Rheinland richtig starten kann, steht er schon wieder auf der Kippe. Erneut schwebt das Damoklesschwert namens Coronavirus über der 5. Jahreszeit. Schon jetzt haben Hochburgen wie Düsseldorf, Bonn oder Leverkusen erste Konsequenzen gezogen und Umzüge und andere Karnevalshighlights abgesagt. Und auch in Köln droht der Karneval ins Wasser zu fallen – und das schlägt offenbar aufs Gemüt.

Um das weitere Vorgehen für den Karneval zu besprechen, treffen sich am Donnerstag, 25. November, die vier Karnevalshochburgen mit dem Land NRW. Gegen Vormittag kommen Düsseldorf, Köln, Aachen, Bonn und die Staatskanzlei in Düsseldorf zusammen. „Heute Vormittag findet einen Termin mit allen Beteiligten und der Staatskanzlei statt. Das wird sicherlich mehr Klarheit für den Kölner Zoch bringen“, so das Festkomitee Kölner Karneval auf Nachfrage von 24RHEIN.

Karneval während Corona: Ärger beim Treffen mit der Staatskanzlei?

Ganz rosig dürfte das Treffen jedoch nicht ausfallen. Bereits im Vorfeld gab es Krach.

„Wir sind von der gestrigen Entscheidung Düsseldorfs extrem überrascht und irritiert. Dieses Vorgehen war nicht innerhalb der vier rheinischen Karnevalsstädte als gemeinsame Träger des UNESCO Immateriellen Kulturerbes abgestimmt“, erklärt das Festkomitee Kölner Karneval. Auch die Stadt Köln sieht den Düsseldorfer Weg „sehr kritisch“.

In Düsseldorf will man von dem Ärger allerdings nichts wissen. Auf Nachfrage von 24RHEIN heißt es am Vormittag, dass der Präsident des Comitee Düsseldorfer Carneval Michael Laumen wie geplant auf dem Weg zum Treffen ist. Außerdem verteidigt man die Entscheidung. „Wir sind in einer besonderen Lage, da müssen auch besondere Entscheidungen getroffen werden.“ Verständnis gibt es dafür von den Gesellschaften, der Stadt und der Kirche, so das Comitee weiter.

Was somit hinter verschlossenen Türen diskutiert wird, ist ungewiss. Klar ist jedoch, dass die bisherigen Sonderwege der einzelnen Karnevalshochburgen einheitlicher werden sollen.

Kölner Karneval: Nicht um „jeden Preis feiern“

„Es ist mehr als traurig, dass in Düsseldorf rein wirtschaftliche Gründe dafür sorgen, dass alle Regeln des Brauchtums über Bord geworfen werden. Wir haben in Köln im vergangenen Jahr zeigen können, dass Karneval mehr sein kann als bunte Partys und kommerzielle Events“, sagt Christoph Kuckelkorn, Präsident des Festkomitees Kölner Karneval. Man werde andere Lösungen finden, falls es das Pandemiegeschehen „nicht anders zulässt“. Kuckelkorn ergänzt: „Das entspricht aber viel mehr der Seele des Karnevals, als einfach alle Sitzungen und Züge ins Frühjahr zu verlegen. Wir wollen nicht um jeden Preis feiern“.

Karneval trotz Corona: So planen die Karnevalshochburgen in NRW

Denn anders als in Köln haben Bonn, Düsseldorf und weitere Städte bereits Konsequenzen für den Karneval im Rheinland gezogen. Erste Veranstaltungen wurden verschoben oder komplett abgesagt:

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