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Karneval: Bonner Sozialethiker findet Feiern richtig – „Sozialleben hochfahren“

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ecken feiern den Auftakt der Karnevalssession auf dem Heumarkt.
Angesichts solcher Bilder aus Köln gab es viel Kritik. © Rolf Vennenbernd/dpa

Nach der Kritik am 11.11. in Köln hat ein Bonner Sozialethiker die Feierlichkeiten als richtig bezeichnet. Man müsse Wege finden, das Sozialleben wieder hochzufahren.

Köln – Der Bonner Sozialethiker Martin Booms hat das Schunkeln und Feiern von Karnevals-Jecken zum Sessionsauftakt als richtig bezeichnet. Man müsse versuchen, wieder in das „normale Leben“ zurückzufinden und Wege finden, um auch das „Sozialleben wieder hochzufahren“, sagte der Experte aus Bonn am Freitag (12. November) im „Morgenecho“ auf WDR5. In den Hochburgen hatten am 11.11. Tausende Karneval gefeiert, wobei in den Partyzonen nach 2G-Regel nur Geimpfte und Genesene Zutritt hatten.

Auch Kölns OB Henriette Reker hatte den Karnevalsauftakt verteidigt. Es sei richtig gewesen zu feiern. Der Direktor der Akademie für Sozialethik betonte zur Impfdebatte, man müsse lernen unterschiedliche Auffassungen auszuhalten.

Karneval in Köln: Kritik in den sozialen Medien

Mit Blick auf die von Fußball-Nationalspieler Joshua Kimmich geäußerten Impfbedenken betonte Booms, er teile zwar dessen Auffassung nicht. Kimmichs Haltung verdiene aber Respekt. Er habe sich offen gezeigt, nehme die Pandemie ernst und investiere sogar Geld, um sie zu bekämpfen. Wer „aus Gründen heraus“ eine ablehnende Impfhaltung habe, dem dürfe nicht unterstellt werden, ein „Idiot“ oder „Egoist“ zu sein. Eine solche Debatte drohe die Gesellschaft zu schädigen.

Angesicht der neusten Corona-Rekordzahlen in NRW hat es an den Feierlichkeiten zum 11.11. öffentliche Kritik gegeben. So schrieb beispielsweise die Virologin Isabella Eckerle auf Twitter, die Menschenmassen am 11.11. in Köln seien „keine gute Idee“. In den sozialen Medien gab es zu den Bildern aus Köln vorwurfsvolle Reaktionen. Auch der Satiriker Jan Böhmermann schaltete sich ein und kritisierte die Menschenmassen auf den Kölner Straßen. (sk/dpa) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in Köln passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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