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Vorschlag: Karnevalsumzug am 11.11. statt Party-Chaos auf der Zülpicher

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Von: Johanna Werning

Links: Jecken werfen Konfetti von den Wagen beim Rosenmontagszug. Rechts: Die verstopfte Zülpicher Straße während des 11.11.
Festkomitee-Präsident Kuckelkorn schlägt einen Party-Umzug für den 11.11. vor – um das Zülpi-Chaos zu verhindern (IDZRW-Montage). © Oliver Berg/dpa & Future Image/Imago

Festkomitee-Präsident Christoph Kuckelkorn schlägt vor, dass es neben Rosenmontag auch am 11.11. einen Karnevalsumzug geben soll.

Köln – Die Idee ist irre wie genial – und könnte tatsächlich Bewegung in das Karnevalsdilemma in Köln bringen. Seit Wochen wird in der Stadt diskutiert, wie man für Chaos, Überfüllung, Müll und Verschmutzung am 11.11. eine Lösung finden kann. Denn vor allem auf der Zülpicher Straße kam es bei der Sessionseröffnung 2023 wieder zu unschönen Szenen. Vorschläge gab es bereits viele, ob neuen Hotspot auf den Ringen, Parallelveranstaltungen im Rechtsrheinischen oder Karnevalsfestival im Grüngürtel. Und jetzt hat auch das Festkomitee Kölner Karneval eine Idee.

„Echte Alternative“: Festkomitee will Zoch am 11.11. – um Zülpi-Chaos zu beenden

Beim Runden Tisch Karneval schlägt Festkomitee-Präsident Christoph Kuckelkorn vor, neben dem Rosenmontagszug auch am 11.11. einen Karnevalsumzug stattfinden zu lassen. Vorbild ist neben dem Zoch auch der CSD.  „Wir sollten langfristig denken und überlegen, wie wir diese vielen jungen Menschen abholen und ihnen eine echte Alternative bieten können. Dazu haben wir für den kommenden 11.11. eine mobile Variante vorgeschlagen“, sagt Kuckelkorn gegenüber report k.

„Einen ‚Umzoch‘ in Stil des CSD, der mit Musikwagen zum Beispiel über die Ringe ziehen könnte. Dazu brauchen wir karnevalistische Elemente, aber auch viele junge Gruppen mit unterschiedlicher musikalischer Ausrichtung, um die Menschen aus dem Kwartier Latäng rauszuziehen und besser über die Stadt zu verteilen“, so der Präsident weiter.

Denn mit dem Sicherheitskonzept vom 11.11. reicht es einfach nicht aus. Das kritisierte Kuckelkorn bereits wenige Tage nach der Sessionseröffnung. „Wenn Sperren durchbrochen und Wiesen als Partymeilen missbraucht werden, dann zeigt das, dass einfach zu viele Menschen vor Ort sind.“

Karnevalsumzug am 11.11.: Details noch unklar

Genaue Details sind allerdings nicht bekannt. Dazu zählen auch die genaue Strecke des Sessionsauftakt-Zochs sowie die Finanzierung der Veranstaltung. Ebenfalls noch unklar: Wer ist der Veranstalter und somit für das Sicherheitskonzept zuständig?

Karnevalsumzug statt überfüllte Zülpicher Straße: Festkomitee-Idee kommt gut an

Am Runden Tisch im Rathaus soll Kuckelkorns Vorschlag dem Vernehmen nach auf breite Zustimmung gestoßen sein, berichtet der Kölner Stadt-Anzeiger.

Und auch bei der Ratssitzung am 8. Dezember gibt es Zuspruch: SPD-Fraktionschef Christian Joisten sieht die Idee als „ein tolles Angebot“, wie er im Rat erklärt. Ähnlich sieht es Volker Görzel von der FDP: „In der Idee vom Festkomitee gibt es eine ganz, ganz tolle Chance. Diese Chance sollten wir beherzt begreifen.“ Nicht ganz so begeistert ist offenbar Oberbürgermeisterin Henriette Reker: „Ich finde die Idee zwar charmant, aber die hilft uns an Weiberfastnacht nicht weiter.“ (jw) Fair und unabhängig informiert, was in NRW passiert – hier unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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