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Nach Sessionsstart auf der Couch: Nächste schlechte Nachricht für Karnevalisten in Köln

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Von: Mick Oberbusch

Kölner Dreigestirn im Kölner Dom auf einer Bank
Kein Gottesdienst im Dom: Das Kölner Dreigestirn muss auf die beliebte Messe 2021 verzichten. © Oliver Berg/picture alliance

Das Festkomitee Kölner Karneval hat entschieden: Der beliebte Gottesdienst für Kölner Karnevalisten muss aufgrund des Coronavirus ausfallen.

Köln – Wirklich überraschend kommt diese Nachricht nicht, dennoch dürften Fans des Karneval in Köln das ein oder andere Tränchen verdrücken: Wie das Festkomitee Kölner Karneval am Dienstag bekannt gab, wird der traditionelle Gottesdienst für Karnevalisten abgesagt. Diese Entscheidung wurde in Absprache mit den Verantwortlichen des Kölner Dom getroffen.

Wir wissen aus den Vorjahren, welche Anziehungskraft dieser Gottesdienst ausübt

Christoph Kuckelkorn

Gottesdienst im Kölner Dom: Absage wegen Coronavirus trifft auch Dreigestirn hart

So muss auch das designierte Dreigestirn, bestehend aus Prinz Sven (Sven Oleff), Bauer Gereon (Gereon Glasemacher) und Jungfrau Gerdemie (Dr. Björn Braun), der mitten kurz vor Weihnachten sogar Vater wurde, auf die beliebte Messe verzichten. Die eigentlich für diesen Gottedienst vom Kinderdreigestirn entworfene Kerze wird jedoch bis Aschermittwoch im Dom für Karnevalisten brennen und kann dort natürlich auch besucht werden.

Und das, obwohl der traditionelle Gottesdienst des 1. FC Köln vor drei Monaten unter Corona-Auflagen stattfinden durfte. „Wir feiern den Gottesdienst immer mit mehreren Tausend Menschen im Dom und erbitten den Segen für die Session. Die Absage schmerzt uns daher gerade in dieser besonderen Zeit sehr“, so Festkomitee-Präsident Christoph Kuckelkorn. „Angesichts der aktuellen Entwicklungen denken wir aber, dass eine Absage die einzig richtige Entscheidung ist. Denn wir wissen aus den Vorjahren, welche Anziehungskraft dieser ganz besondere Gottesdienst ausübt.”

„Lange Schlangen vor dem Eingang darf es auf keinen Fall geben“, sagt Christoph Kuckelkorn

Eigentlich war der Gottesdienst für den 7. Januar 2021 geplant. Kuckelkorn weiter: „Selbst wenn gemäß der Coronaschutzverordnung nur rund 150 Personen mit Vorreservierung und großen Abständen Zutritt zum Dom erhalten hätten, müssten wir damit rechnen, dass viele Jecke trotzdem versuchen, diesem glanzvollen Gottesdienst zu folgen. Lange Schlangen vor dem Eingang oder Menschenansammlungen, die dem Gottesdienst vor der Tür lauschen, darf es auf keinen Fall geben.” Davon ist im kommenden Jahr allerdings nach der Absage auch nicht mehr auszugehen. (mo)

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