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Köln will externen Sicherheitsdienst für Karneval beauftragen

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Von: Mick Oberbusch

Nach den Vorfällen am 11.11. in Köln will die Stadt den Sicherheitsdienst für kommende Karneval-Sessionen extern ausschreiben. Kostenpunkt: rund sechs Millionen Euro.

Köln – Dass beim Kölner Karneval im Februar und März sowie zum Sessionsauftakt am 11.11. regelmäßig in Köln die Hölle los ist, sollte inzwischen auch der Letzte mitbekommen haben. Die teils ausufernden Feierlichkeiten, beispielsweise auf der Zülpicher Straße, stellen den Ordnungsdienst und die Polizei der Stadt Köln regelmäßig vor große Herausforderungen. Die Stadt hat nun im Rat entschieden, das sogenannte „Risikomanagement“ über die Karnevalstage extern auszuschreiben. Besonders für das Zülpicher Viertel war das Einsetzen eines externen Sicherheitsdienstes bereits länger diskutiert worden.

Für Karneval: Köln will neues Sicherheitskonzept – für über 6 Millionen Euro

„Der Rat der Stadt Köln beschließt, dass die Verwaltung die Planung, Umsetzung und Koordination der Sicherheitsmaßnahmen zur Eröffnung der Karnevalssession am 11.11., zum Straßenkarneval beginnend zum 11.11.2022 für ein Jahr mit der Option der dreimaligen Verlängerung um jeweils ein Jahr öffentlich und europaweit ausschreibt“, heißt es in der offiziellen Beschlussvorlage, die am 5. Mai im Rat besprochen wurde. „Der Rat der Stadt Köln erkennt den mit dieser Ausschreibung verbundenen finanziellen Bedarf in Höhe von netto insgesamt 6.277.271,- EUR (brutto 7.469.951,- EUR) für die Jahre 2022 bis 2026 an“, heißt es weiter. Das neue Sicherheitskonzept kostet somit für die nächsten vier Jahre mehr als 6 Millionen Euro netto.

Sicherheit an Karneval: Folgende Aufgaben schreibt die Stadt Köln aus (Wortlaut)

Dieser externe Sicherheitsdienst soll allerdings nicht etwa die Aufgaben von Stadt, Polizei und Ordnungsamt komplett übernehmen – sondern eher diesen zuarbeiten. Stadtdirektorin Andrea Blome erklärt: „Selbstverständlich ist und bleibt die Gefahrenabwehr Aufgabe der Stadt Köln als Ordnungsbehörde und wird daher niemals in die Hände privater Dienstleister abgegeben.“ Blickt man auf die Liste mit den Aufgaben, wird den Behörden allerdings ein gutes Stück Arbeit angenommen – wenn auch nicht die letzte Verantwortung..

Sicherheitskonzept Karneval Köln: Stadt vergibt Leistung an Externe – für 11.11. und Weiberfastnacht

Indem man einzelne Leistungen an Externe vergebe, stelle man jedoch sicher, dass das Amt für öffentliche Ordnung in die Lage versetzt wird, auch an Ausnahmetagen wie dem 11.11. oder Weiberfastnacht „seine hoheitlichen Aufgaben effektiv zu erfüllen und somit die Sicherheit für alle zu gewährleisten“, so Blome. (mo) Tipp: Unabhängig informiert, was in Köln passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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