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Kölner Karneval 2023: Firma aus Bergisch Gladbach soll für Sicherheit sorgen

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Von: Johanna Werning

Auch an den Entlastungseingängen zur Uniwiese, die in unmittelbarer Nähe der Zülpicher Straße liegt, herrscht ein sehr starker Andrang. Sicherheitskräfte und Polizei sorgen für Ordnung.
Die Frima MasterLogistics aus Bergisch Gladbach ist für die Sicherheit beim Kölner Karneval zuständig (Symbolbild) © Thomas Banneyer/dpa

MasterLogistics aus Bergisch Gladbach hat den Zuschlag erhalten: Das Unternehmen ist für die Sicherheit beim Kölner Karneval 2023 zuständig.

Köln – In wenigen Wochen ist es so weit: Der Kölner Karneval startet in eine neue Session. 2023 ist dabei eine echte Jubiläumssession. Gleich mehrere Karnevalsgesellschaften sowie das Festkomitee Kölner Karneval werden 200 Jahre alt – und das soll gefeiert werden. Chaos, Ausschreitungen und verletzte Ordnungskräfte soll es dabei aber nicht geben. Und das lässt sich die Stadt Köln kosten.

Kölner Karneval 2023: MasterLogistics aus Bergisch Gladbach für Sicherheit zuständig

Im Mai wurde mehrheitlich vom Rat der Stadt beschlossen, dass künftig ein privates Unternehmen für die Sicherheit beim Kölner Karneval zuständig sein soll. Ganze 6,3 Millionen Euro will die Stadt dafür in den kommenden Jahren bereitstellen. Dafür wurde eine europaweite Ausschreibung gestartet.

Nun ist klar, wer den Zuschlag erhalten hat: „Die Verwaltung hat nach dem Abschluss des Ausschreibungsverfahrens die Firma MasterLogistics aus Bergisch Gladbach mit der Erstellung und Umsetzung eines Sicherheitskonzeptes zum 11.11.2022 und dem Straßenkarneval 2023 beauftragt“, erklärt die Stadt Köln. Wenn es gut läuft, wird der Vertrag zwischen Stadt und Unternehmen verlängert.

Bereits in der Vergangenheit haben die Stadt Köln und MasterLogistics zusammengearbeitet. Seit Silvester 2017/2018 ist das Unternehmen Auftragnehmer der Stadt und „unterstützen diese bei der Erstellung eines Sicherheitskonzepts und steht bei der Umsetzung und Nachbereitung der Silvesterfeierlichkeiten unterstützend zur Seite“, heißt es auf der Firmenseite.

Und auch während des Karnevals arbeiteten Stadt und MasterLogistics bereits zusammen. Seit 2018 wurden gemeinsam Sicherheitskonzepte für den Kölner Karneval erarbeitet. Nun ist das Unternehmen komplett für das Konzept zuständig. „Die Gesamtverantwortung liegt dabei selbstverständlich weiterhin bei der Stadt Köln als Ordnungsbehörde“, betont die Stadt jedoch.

MasterLogistics
Gründung:1985
Sitz:Unterthal in Bergisch Gladbach
Aufgaben:Erstellen von Sicherheitskonzepten für Großveranstaltungen, Verkehrskonzepte für Groß- und Sportveranstaltungen und Logistische Umsetzung von Großveranstaltungen

Kölner Karneval 2023: Sicherheitskonzept für Köln – noch viele Fragen offen

Die Planungen für den Kölner Karneval 2023 laufen bereits. Beispielsweise soll es eine Entlastung des wichtigen KVB-Verkehrsknotenpunktes „Barbarossaplatz“ geben. Dafür „soll der Zugang ins ‚Kwartier Latäng‘ für die Feiernden verlegt werden und nun aus dem südlichen Bereich (aus Richtung Bahnhof Süd) erfolgen“, erklärt die Stadt. Doch damit nicht genug.

„Wesentliche Änderungen sollen die Steuerung der Feiernden und die angepasste Nutzung der zur Verfügung stehenden Flächen sein“, so die Stadt in Bezug auf das neue Sicherheitskonzept weiter. Dabei sind allerdings noch viele Fragen offen. Zum Beispiel, wo die Entlastungsflächen entstehen sollen. Während FDP, SPD und Linke sich für die Kölner Ringe aussprechen, betont die Stadt, dass es polizeiliche Bedenken gibt und außerdem kein Investor gefunden worden ist. Eine Alternative steht noch nicht fest. (jw) Fair und unabhängig informiert, was in Köln, NRW und Deutschland passiert – hier unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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