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Kölner Karneval 2023: 7 Maßnahmen für weniger Chaos an der Zülpicher Straße

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Von: Johanna Werning

Kölner Karneval: Die Zülpicher Straße ist der Party-Hotspot in Köln. Mit sieben Maßnahmen soll sich dort 2023 einiges ändern.

Köln – In Köln gibt es gleich mehrere Hotspots für den Kölner Karneval: Während auf dem Heumarkt und dem Alter Markt der traditionelle Karneval im Vordergrund steht, wird in der Südstadt der Kneipenkarneval groß gefeiert. Es gibt aber auch einen vierten Hotspot: die Zülpicher Straße im Kawtier Latäng. Vor allem dort geht es alles andere als still und leise zu. Zehntausende treffen sich hier, um auf den Straßen zu feiern und zu trinken. Dabei kommt es auch immer wieder zu Problemen wie Müll und aggressive Stimmung.

Junge Karnevalisten stehen an der Einlasszone an, um in die Zülpicher Straße in Köln zu gelangen.
Die Politik fordert weitere Sicherheitsmaßnahmen für den Kölner Karneval 2023 in der Zülpicher Straße (Symbolbild) © Thomas Banneyer/dpa

Karneval Köln: Änderungen in der Zülpicher Straße – dank traditionellem Karneval

Doch damit soll jetzt Schluss sein. Zum einen gibt es in diesem Jahr erstmals ein millionenschweres Sicherheitskonzept. Dabei ist eine private Firma aus Bergisch Gladbach für die Sicherheit in Köln zuständig. Zum anderen soll es keine Party mehr auf der Uniwiese geben. Stattdessen soll es eine Alternativveranstaltung „in einem deutlichen Abstand zur Zülpicher Straße“ geben, fordert die Kölner Opposition aus FDPSPD und Linke.

Und damit nicht genug: In der Bezirksvertretung Köln-Innenstadt fordern Grüne, CDU, Linke und FDP in einem gemeinsamen Dringlichkeitsantrag sieben weitere Maßnahmen für den Kölner Karneval 2023 im Kwartier Latäng. So sollen die Karnevalstage sicherer und entspannter werden. Ein Lösungsansatz: Die Stadt holt den traditionellen Karneval ins Boot.

Die 7 Maßnahmen, die den Kölner Karneval 2023 an der Zülpicher Straße besser machen sollen

  1. Die Besucherzahlen im Kwartier Latäng sollen während der Sessionseröffnung und während der Karnevalstage reduziert werden. Dafür sollen verschiedene Maßnahmen ergriffen werden.
  2. Das Feiern an der Zülpicher Straße soll dezentralisiert werden. Das bedeutet, dass es an anderen Orten Feiern geben soll, damit die Zülpicher Straße nachhaltig entlastet wird. Hierbei soll der Schwerpunkt bei Angeboten für jüngere Menschen liegen.
  3. Die Stadt soll im Vorfeld präventive Maßnahmen an Jugendliche richten, damit Gewalt und Vandalismus schon im Vorfeld eingedämmt werden können. Denkbar ist unter anderem eine Respekt-Kampagne, die online sowie im Bereich der Zülpicher Straße stattfindet.
  4. Das Einsatzkonzept von Ordnungskräften (Polizei und Ordnungsamt) soll der Bezirksvertretung sowie dem Veedelsbeirat vorgelegt werden.
  5. Es soll für Besucher an den Karnevalstagen ein klares Ausschilderungs- und Orientierungssystem installiert werden.
  6. Neben den Eingängen für Feiernde soll es einen Eingang geben, der nur für Anwohner ist. So soll die Erreichbarkeit des Viertels für Anwohner gesichert werden. Denkbar sei der Eingang bei der Engelbertstraße und Hochstadenstraße.
  7. Der Karneval in der Zülpicher Straße soll traditioneller werden. Die Verwaltung soll dafür Akteure des klassischen Karnevals, insbesondere vom Festkomitee Kölner Karneval und seinen angeschlossenen Karnevalsgesellschaften, aber auch unabhängige Gesellschaften und Gruppe ins Boot holen. Diese sollen vor Ort dann Aktivitäten durchführen, „die Elemente des klassischen Karnevals dort erlebbar machen und die Stimmung vor Ort verändern.“

Kölner Karneval 2023: Maßnahmen für Zülpicher Straße – Entscheidung am 26. September

Angelehnt sind die Maßnahmen an Forderungen des Veedelbeirats. Mit dem gemeinsamen Dringlichkeitsantrag in der Bezirksvertretung sollen die Forderungen nun tatsächlich umgesetzt werden. Und das sei wichtig, heißt es. „Die Forderungen sind erst seit Fertigstellung des Protokolls des Veedelbeirats bekannt und müssen, um wirksam zu werden, mit ausreichendem Vorlauf zum 11.11. beschlossen werden.“ Über den Antrag wird am 26. September in der Sitzung abgestimmt. (jw) Fair und unabhängig informiert, was in Köln, NRW und Deutschland passiert – hier unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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