1. 24RHEIN
  2. Köln
  3. Karneval

Droht wieder KVB-Chaos an Karneval? Immer noch keine Planungsdetails bekannt

Erstellt:

Von: Johanna Werning

In weniger als vier Wochen ist Weiberfastnacht. Doch ein Konzept der KVB, wie der Stadtbahnbetrieb geschützt werden soll, liegt noch nicht vor.

Köln – Ein Rückblick: Wochen- und sogar monatelang wurde im Herbst 2022 das Sicherheitskonzept für den 11.11. geplant. Und auch die KVB legte verschiedene Sicherheitsmaßnahmen fest, um den Stadtbahnbetrieb trotz Sessionseröffnung 2023 sicherzustellen und Beeinträchtigungen für Kölner so gering wie möglich zu halten. Und dennoch: Bereits ab 12 Uhr musste wegen Überfüllung der KVB-Betrieb in der Kölner Innenstadt „zum Großteil“ eingestellt werden.

„Das geht gar nicht, das ist ein absolutes No-Go. In der viertgrößten Stadt fährt keine KVB mehr. Das geht nicht“, betonte FDP-Fraktionsgeschäftsführer Ulrich Breite damals. So etwas dürfe sich nicht wiederholen. Und auch Stadt und KVB versprachen, sich ein neues Konzept zu überlegen, damit sich solche Szenen an Weiberfastnacht nicht wiederholen. Doch Details, wie das gewährleistet werden soll, nennt das Unternehmen noch nicht.

Jecken beim Straßenkarneval am Heumarkt.
Noch immer gibt es keine offiziellen Maßnahmen, wie das KVB-Chaos an Weiberfastnacht verhindert werden soll (Symbolbild). © Christoph Hardt/Imago

Karnevals-Chaos am 11.11. bei der KVB: Das ist passiert

► Ab 12 Uhr wurde der komplette Betrieb der KVB-Stadtbahnen in der Kölner Innenstadt eingestellt. Für den Rest des Tages fuhr im Stadtzentrum von Köln keine einzige Bahn mehr.

► Fast alle Bahn-Linien wurden unterbrochen, lediglich die KVB-Linie 13 und die KVB-Linie 17 fuhren noch den kompletten Weg.

► Die KVB teilte mit, dass dieser Schritt auf „polizeiliche Anordnung“ geschah. Denn die befürchtete, dass zu viele Menschen aufgrund der Überfüllung auf Gleisen und in Tunneln unterwegs sein würde.

Trotz KVB-Chaos am 11.11.: Noch kein Konzept für Weiberfastnacht – „Planungen laufen noch“

Dabei sind seit dem KVB-Karnevals-Chaos mehr als zwei Monate vergangen und die Zeit rennt: Bis Weiberfastnacht, 16. Februar, sind es nur noch knapp drei Wochen. Und spätestens dann zieht es wieder Zehntausende in die Altstadt und vor allem rund um die Zülpicher Straße. Und das KVB-Konzept für den sogenannten Straßenkarneval? Noch immer nicht bekannt.

„Die Planungen und Abstimmungen laufen noch“, heißt es lediglich seitens der KVB auf Nachfrage von 24RHEIN. Welche Maßnahmen nötig sind, um das Chaos vom 11.11. zu vermeiden oder ob es von vorneherein Einschränkungen für Kölnerinnen und Kölner gibt, teilt das Unternehmen nicht mit. Und auch die Frage, wann das KVB-Konzept für Karneval veröffentlicht wird, bleibt offen.

Karnevalskonzept für Weiberfastnacht 2023: Kritik für städtische Maßnahmen

Einen Schritt weiter ist die Stadt Köln. Die hat die Maßnahmen für den Karneval bereits vorgestellt. Der Plan: Es soll einen weiteren Eingang für die Menschenmassen im sogenannten Kwartier Latäng geben. Außerdem soll es eine größere Ausweichfläche für die Zülpicher Straße geben – und zwar auf der Uniwiese. Die soll dabei mit Abdeckungen und Absperrungen geschützt werden.

Doch genau diese Ausweichfläche sorgt schon jetzt für viel Kritik. Für Bezirksbürgermeister Andreas Hupke sind die Überarbeitungen der Verwaltung „einfallslos und katastrophal“. Und auch der BUND in Köln sagt: „So, wie das Konzept jetzt vorliegt, ist es nicht tauglich.“(jw) Fair und unabhängig informiert, was in Köln, NRW und Deutschland passiert – hier unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

Auch interessant