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Kölner Karneval: Traditionskorps startet Spendenaufruf – „jetzt ist unsere Hilfe gefragt“

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Von: Johanna Werning

Spendenaktion der Treuen Husaren in Köln
Mit einer Spendenaktion möchten die „Treuen Husaren“ die Menschen in der Ukraine unterstützen. Bereits am ersten Spendentag kamen einige Kisten zusammen. © Björn Zimmer/ Karnevalsgesellschaft „Treuer Husar“

Mitglieder der Karnevalsgesellschaft „Treuer Husar“ in Köln haben eine Spendenaktion für Betroffene im Ukraine-Konflikt gestartet. Alle Infos zum Spendenaufruf.

Köln – Die Lage in der Ukraine spitzt sich weiter zu. In Städten wie Kiew, Mariupol und Charkiw gehen die Kämpfe weiter. In vielen Regionen ist die humanitäre Lage dramatisch. Menschen müssen ohne Strom und Lebensmittel auskommen. Viele haben ihr Zuhause verloren. Für Mitglieder des Kölner Traditionskorps „Treuer Husar“ war darum klar, dass man helfen müsse. Kurzerhand wurde eine Spendenaktion in Köln gestartet. Denn „jetzt ist unsere Hilfe gefragt“, heißt es im Aufruf. An zwei Terminen können Kölnerinnen und Kölner Sachspenden bei den Karnevalisten abgeben. Nach dem ersten Tag der Spendenaktion zogen die „Treuen Husaren“ ein erstes, positives Zwischenfazit.

Karneval in Köln: „Treuer Husar“ startet Spendenaufruf – Überblick

Köln: „Treue Husaren“ rufen wegen Ukraine-Krieg zu Spenden auf – und ziehen positives Fazit

Am Samstag, 12. März, fand die erste Spendenaktion für die Ukraine statt – mit positivem Ergebnis. „Es ist schon einiges zusammengekommen“, so das Fazit von Björn Zimmer, Sprecher der Treuen Husaren. „Das Helferteam bedankt sich bei allen, die sich daran beteiligt haben. Ein großes Dankeschön geht auch an die Familie Wirtz vom Brauhaus ‚Zur Schreckenskammer‘, die für Verpflegung gesorgt hat“, so Zimmer weiter.

Die ersten Pakete werden nun bald in Richtung Ukraine geschickt. Auch am kommenden Wochenende, 19. März, könne dann wieder gespendet werden, sagt Zimmer.

Spendenaktion zum Ukraine-Krieg von der Karnevalsgesellschaft „Treuer Husar“
Beim Kasino der „Treuen Husaren“ in Köln stapelten sich bereits am ersten Tag der Spendenaktion zahlreiche Kisten. Auch am kommenden Samstag, 19. März, werden wieder Spenden angenommen. © Björn Zimmer/ Karnevalsgesellschaft „Treuer Husar“

Köln: Spendenaufruf von Kölner Karnevalsgesellschaft – Sammelstelle bei den „Treuen Husaren“

Zuvor hat 24RHEIN mit den Treuen Husaren über die Hintergründe ihrer Spendenaktion gesprochen. „Die wollten Nägel mit Köpfen machen und schnell, aber auch gezielt helfen“, fasst Pressesprecher Björn Zimmer zusammen. Dabei werden die Mitglieder, die bereits beim Juli-Hochwasser eine ähnliche Hilfsaktion starteten, von ihrem Traditionskorps unterstützt. Die Gesellschaft im Kölner Karneval stellt Räume und Lager zur Verfügung. Außerdem will man helfen, „dass viele Leute dem Aufruf folgen“ und fleißig spenden, so der Pressesprecher vom „Treuen Husaren“ weiter.

An zwei Tagen können Kölnerinnen und Kölner ihre Spenden bei den Karnevalisten in Köln abgeben. Die Spenden können am kommenden und am nächsten Samstag (12. und 19. März) von 10 bis 16 Uhr im „Treuer Husar“-Kasino (Dechant-Löbbel-Platz 1, 50668 Köln-Innenstadt) abgegeben werden.

Köln: „Treuer Husar“ startet Spendenaufruf – benötigt werden Schlafsäcke, Zelte und Verbandskästen

Dabei kann jedoch nicht alles an Spenden angenommen werden. Benötigt werden Schlafsäcke, Isomatten, Zelte und Verbandskästen, erklärt die Karnevalsgesellschaft weiter. Andere Spenden können bei den „Treuen Husaren“ an den beiden Samstagen nicht abgegeben werden.

Das ist die Karnevalsgesellschaft „Treuer Husar“

Die Karnevalsgesellschaft ist eines der neun Traditionskorps in Köln. Die „Treuen Husaren“ wurden 1925 gegründet. 1926 fand die erste Karnevalssitzung des Korps statt. Seitdem veranstalten die „Treuen Husaren“ pro Session mehrere Veranstaltungen im Kölner Karneval. Der Korps zählt rund 480 Mitglieder, darunter 35 Kinder und Jugendliche.

Köln: „Treuer Husar“ startet Spendenaufruf – Hilfe von Deutsche Bahn „Schienenbrücke“

Bei dem Transport setzen die „Treuen Husaren“ auf die Hilfe der Deutschen Bahn. Das Bahn-Unternehmen hat mit dem Projekt „Schienenbrücke“ ein Logistiknetzwerk und einen Hilfskorridor für humanitäre Hilfsgüter aufgebaut. LKW und Güterzug bringen die Spenden dann direkt zu den Betroffenen im Ukraine-Konflikt. „Das ist die Logistik, die wir für die Spenden nutzen“, so der Pressesprecher der „Treuen Husaren“ weiter.

Neben den „Treuen Husaren“ gibt es in Köln auch viele Vereine, Unternehmen und Privatpersonen, die den Menschen in der Ukraine helfen wollen. 24RHEIN gibt einen Überblick, welche Spendenmöglichkeiten es in Köln gibt. (jw) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Fair und unabhängig informiert, was in Köln, Rheinland und NRW passiert – hier den kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren. Der Text wurde zuletzt am 12. März aktualisiert.

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