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Kölner Karneval: Kostümgigant kämpft mit Coronavirus – Deiters meldet Umsatzeinbruch von 90 Prozent

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Von: Johanna Werning

Karnevalsartikel im Geschäft Deiters.
Aufgrund des Coronavirus leidet das Karnevalsgeschäft Deiters unter dem starken Umsatzeinbruch (Archivbild) © Rolf Vennenbernd/dpa

Viele Geschäfte leiden unter dem Coronavirus. Ganz vorne mit dabei ist die Branche des Kölner Karnevals. Der Kostümgigant Deiters kämpft mit Umsatzeinbrüchen von 90 Prozent.

Köln – Die coronabedingten Absagen von Karnevalsfeiern haben das Geschäft vom Kostümhändler Deiters einbrechen lassen. In dem im April 2020 begonnenen Geschäftsjahr sei der Umsatz bis Ende Januar um etwa 90 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum eingebrochen, teilte Deiters mit. Eine absolute Zahl wurde nicht genannt.

Kostümgigant Deiters leidet unter Coronavirus – „Wirtschaftlich gesehen ist das für uns eine Katastrophe“

Die Läden der Firma hatten im Geschäftsjahr 2020/21 nur einige Monate auf, seit Mitte Dezember macht Deiters nur noch über Online-Verkäufe Umsatz. Aber selbst dieses Geschäft läuft schwach, da viele Menschen mangels Feiermöglichkeit auf neue Kostüme verzichten. „Wirtschaftlich gesehen ist das für uns eine Katastrophe“, sagt Firmenchef Herbert Geiss, der der Cousin von Robert Geiss ist.

Deiters leidet unter Coronavirus – Kölner Karneval ist die umsatzstärkste Zeit

Deiters hat nach eigenen Angaben 280 festangestellte Mitarbeiter. Gut zwei Drittel der Erlöse macht Deiters normalerweise mit Karnevalsverkleidung, der Rest entfällt auf Verkleidungsanlässe wie Halloween und Mottopartys. Damit ist der Kölner Karneval ein wichtiger Bestandteil des Unternehmens. Die Firma ist der größte deutsche Händler von Karnevalskostümen, zu den Konkurrenten gehört Karnevalswierts. (jw/dpa/lnw)

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