1. 24RHEIN
  2. Köln
  3. Karneval

Details zum Sicherheitskonzept durchgesickert: Uniwiese als Karnevalsfläche

Erstellt:

Von: Johanna Werning

Trotz Protest vieler Anwohner soll die Uniwiese erneut Ausweichfläche für den Kölner Karneval werden. Erste Details zum Sicherheitskonzept sickerten durch.

Köln – Also doch: Die Uniwiese soll Ausweichfläche für den Kölner Karneval werden. Das ist nach dem Treffen des Runden Tisch Karnevals durchgesickert: Bei dem Treffen am Dienstag, 10. Januar, hat die Stadt einen ersten Entwurf zum überarbeiteten Sicherheitskonzept für den Kölner Karneval 2023 vorgestellt.

Der Runde Tisch Karneval

► Bei der Veranstaltungen kommen Vertreter der Anwohner, der Gastronomie, der Polizei, des Festkomitees Kölner Karneval und der Stadt zusammen.

► Die Stadt hat bei dem Termin am 10. Januar einen ersten Entwurf zum überarbeiteten Sicherheitskonzept für den Kölner Karneval 2023 veröffentlicht.

► Der Plan der Stadt Köln: Das Karnevalfeiern rund um die Zülpicher Straße wird sicherer. Gleichzeitig sollen Chaos und Müll – wie am 11.11. – künftig eingedämmt werden.

Runder Tisch Karneval: Erste Details zum Sicherheitskonzept durchgesickert

Nicht nur die Uniwiese-Lösung wurde trotz Veranstaltungsverbot überarbeitet. Auch soll es an Weiberfastnacht und den restlichen Karnevalstagen wieder mehrere Zugänge rund um die Zülpicher Straße geben. Neben dem Eingang an der Unimensa soll es künftig einen zweiten Eingang an der Roonstaße geben.

Auch an den Entlastungseingängen zur Uniwiese, die in unmittelbarer Nähe der Zülpicher Straße liegt, herrscht ein sehr starker Andrang.
Die Uniwiese in Köln soll nun doch Veranstaltungsfläche an Karneval werden (Archivbild). © Thomas Banneyer/dpa

Von der Stadt wurde das überarbeitete Sicherheitskonzept allerdings noch nicht bestätigt. Das könne auch noch dauern, da aktuell noch Anpassungen stattfinden. Viel Zeit bleibt der Stadt dafür allerdings nicht mehr. Immerhin findet Weiberfastnacht bereits in rund fünf Wochen statt.

Erste Details zum Sicherheitskonzept durchgesickert: Die Änderungen

Trotz Protest von Bewohnerinnen und Bewohnern solle der Grüngürtel nun doch aus Ausweichfläche für den Kölner Karneval genutzt werden, wie 24RHEIN aus dem Teilnehmerkreis erfuhr. Geplant sei der Bereich zwischen Bachemer Straße und Luxemburger Straße. Im Grüngürtel soll es zumindest an Weiberfastnacht dann auch eine DJ-Bespielung geben. Um den Bereich jedoch zu schützen, soll die Fläche mit Schutzmatten abgedeckt werden. Wo das nicht möglich ist, sollen Absperrungen eingesetzt werden.

Wie teuer das ist, habe die Stadt nicht mitgeteilt. Allerdings gäbe schon jetzt die ersten Ausnahmen bei dem Abdeckungs- und Absperrungskonzept: Der Hügel am Aachener Weiher und der Aachener Weiher selbst können nicht abgedeckt werden. Inwieweit die Bereiche vor Müll geschützt werden sollen, ist nicht bekannt.

Mehr Schutz, weniger Chaos an Karneval? „Es wird vielleicht ein bisschen moderater“

Aber wie kommt das neue Sicherheitskonzept an? „Wie Reker schon sagte, es wird auch dieses Jahr wieder nicht schön“, sagt Michael Neumann, Anwohner im Kwartier Latäng, gegenüber 24RHEIN und spielt damit auf die Oberbürgermeisterin-Aussage vor dem Sessionsauftakt im November an. Auch mit dem überarbeiteten Sicherheitskonzept gäbe es weiterhin die bekannten Probleme, so Neumann weiter. „Es wird vielleicht ein bisschen moderater als am 11.11., aber das Problem selbst bleibt. Von daher wird sich nichts wirklich ändern. Vielleicht wird es wenigstens im Grüngürtel weniger Müll geben. Dass aber jeder Busch und jeder Hügel abgesperrt oder abgedeckt wird, ist logistisch und finanziell gar nicht möglich.“ 

Etwas mehr Hoffnung hat die IG Kölner Gastro: „Wir sehen das positiv, es wurde eine Ausweichfläche für die Zülpicher Straße geschaffen und Partys für Jüngere ermöglicht“, sagt Martin Schlüter, Vorstandsmitglied der IG Kölner Gastro und Inhaber vom Reissdorf am Hahnentor. Inwieweit sich die Situation dann tatsächlich verbessert, müsse man dann sehen. (jw) Tipp: Fair und verlässlich informiert, was in Köln, NRW und Deutschland passiert – hier unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

Auch interessant