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Kuckelkorn über Kölner Karneval 2022 – „da war ich schon stolz“

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Von: Johanna Werning

Links: Ein Foto von der Rosenmontagsdemo 2022. Rechts: Jp Weber und Christoph Kuckelkorn  bei „Loss mehr schwade“.
Bei „Loss mer schwade“ im Mai ging es um die vergangene und die bevorstehende Session im Kölner Karneval. (Symbolbild) © Future Image/Imago & Eduard Bopp/Imago

Bei „Loss mer schwade“ ging es um den Kölner Karneval. JP Weber, Volker Weininger, Micky Brühl und Christoph Kuckelkorn ließen die Session 2022 in Köln Revue passieren.

Köln – „Loss mer schwade“ hieß es wieder am Montag, 23. Mai, im Gasthaus zum Jan in der Kölner-Innenstadt. Neben Gastgeber JP Weber waren dieses Mal Sitzungspräsident Volker Weininger, Kult-Sänger Micky Brühl und Christoph Kuckelkorn, Präsident vom Festkomitee Kölner Karneval dabei. Das Thema: Der Kölner Karneval – und die Session 2022 lief.

Kölner Karneval 2022: Von Corona bis Ukraine-Krieg – „es war eine schwierige Zeit“

„Es war eine schwierige Zeit“, erklärt Kuckelkorn. Die im Dezember 2021 abgesagten Veranstaltungen in Köln waren zwar traurig, nur so war allerdings die Rettung vieler Vereine möglich. Der Grund: Der Solidaritätsfonds. „Das war ein großer Segen“, sagt der FK-Präsident. 90 Prozent der Kosten konnten so erstattet werden – und dadurch Saalbetreiber und Künstler bezahlt werden. „Das hat wirklich geholfen.“ Denn ohne die finanziellen Hilfen wäre es ein „Desaster“ geworden, ist sich Kuckelkorn sicher. Da ist sich auch Musiker Micky Brühl sicher: „Das war schon schlimm.“ Aber: „Die Absage des Karnevals war unausweichlich.“

Dennoch war es auch eine besondere – und vor allem emotionale Session. Man habe immer wieder improvisiert und versucht, so viel wie möglich umsetzen zu können. Dabei sei man eng zusammengewachsen. Geholfen hat dabei auch das Kölner Dreigestirn. Prinz Sven I., Bauer Gereon und Jungfrau Gerdemie sind über sich hinausgewachsen, erklärt Weber. „Man muss wirklich sagen, das waren die Helden der Zeit“, fasst der Moderator zusammen.

Aber auch der Karneval selbst hat im Rahmen des Ukraine-Kriegs Größe bewiesen, sind sich die „Loss mer schwade“-Teilnehmer sicher. Vor allem die Friedensdemo an Rosenmontag mit 250.000 Teilnehmern hat dazu beigetragen. „Das war wirklich ein gutes Zeichen. Die Stimmung war wie bei Woodstock. Man hat so ein großes Miteinander gefühlt. Da war ich schon stolz.“

Loss mer schwade: „Kölner Karneval 2023 lässt sich nicht in die Knie zwingen“

Und genauso emotional soll es 2023 weitergehen. Immerhin steht eine besondere Session bevor: Das Festkomitee und die Karnevalsgesellschaften „die Grosse von 1823“, die „Roten Funken“ und „die Helligen Knäächte un Mägde“ feiern ihr 200. Jubiläum. Das Motto „200 Jahre Kölner Karneval: Ov krüzz oder quer“ wurde erst vor wenigen Wochen veröffentlicht – und passt laut FK-Präsident wieder besonders gut. Denn auch wenn man noch nicht weiß, wie der Karneval gefeiert wird, er findet statt.

Und auch Weber ist sicher, dass es eine ganz besondere Session geben wird. „Ich weiß ganz sicher, dass der Krieg keine Möglichkeit hat, den Kölner Karneval in die Knie zu zwingen.“ (jw) Fair und unabhängig informiert, was in NRW und Köln passiert – hier unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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