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Kölner Karneval: Mitsing-Konzert soll an „Königin des Mottolieds“ erinnern

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Von: Johanna Werning

Die „Königin des Mottolieds“ ist vor rund zwei Jahren gestorben. Nun soll ein Mitsing-Konzert in Köln an die Karnevalssängerin Marie-Luise Nikuta erinnern. 

Köln – Mehr als zwei Jahre sind seit dem Tod von Marie-Luise Nikuta vergangen. Und dennoch gab es bisher keine große Trauerfeier für die „Königin des Mottolieds“. Der Grund: Die Kölnerin ist an Veilchendienstag am 25. Februar 2020 – kurz vor dem ersten Corona-Lockdown – gestorben. Nun soll die Sängerin, die über Jahrzehnte den Kölner Karneval prägte, noch einmal für einen letzten großen Auftritt sorgen.

Marie-Luise Nikuta (✝): Mitsing-Konzert von Karnevalshits – an der Eigelsteintorburg in Köln

Marie-Luise Nikuta live auf dem Straßenfest Schaafenstraße im Bermudadreieck.
Ein Mitsing-Konzert in Köln soll an die verstorbene Marie-Luise Nikuta erinnern. © Future Image/Imago

Der Anlass: Der Geburtstag von Nikuta. Am 25. Juli wäre sie 84 Jahre alt geworden. Nun soll zwei Tage vorher – am Samstag, 23. Juli – ein Mitsing-Abend für Freunde und Fans in Köln stattfinden. Das Motto: „Sing‘ doch ene mit – ein Abend mit Liedern von Marie-Luise Nikuta“. Die Veranstaltung findet im Kattwinkel am Eigelstein (Greesbergstraße 2, 50668 Stadtbezirk Köln-Innenstadt) statt. Los geht es um 19 Uhr.

Veranstaltet wird der Abend von „Levve Un Levve Losse – Freundeskreis Marie-Luise Nikuta & Förderkreis Kölnischen Liedgutes“. Der Verein wurde im August 2021 gegründet – mit dem Ziel, „an das außergewöhnliche Leben und Wirken einer wunderbaren Musikerin und Kölnerin zu erinnern“.

Der Eintritt für „Sing‘ doch ene mit – ein Abend mit Liedern von Marie-Luise Nikuta“ ist kostenlos, so die Veranstalter weiter. Der Plan: Den Geburtstag von Nikuta und Nikuta selbst feiern. „Es ist höchste Zeit, dass wir jetzt aus Anlass des 84. Geburtstages zusammen mit lieben Freunden einen Mitsing-Abend  zelebrieren und Marie-Luises Musikbox öffnen.“ Auch der ein oder andere Überraschungsgast soll dabei sein.

Das ist Marie-Luise Nikuta

► Marie-Luise Nikuta wurde am 25. Juli 1938 als Marie-Luise Oberbrinkmann in Nippes (Stadtbezirk Köln-Nippes) geboren.

► Mit 13 Jahren sang sie ihren ersten Karnevalshit „Mer fiere Fastelovend“

► In den folgenden Jahrzehnten schrieb sie – mit Unterbrechungen – jährlich ein Mottolied für den Kölner Karneval

► Zusätzlich setzte sich Nikuta für den CSD in Köln ein.

Köln: Marie-Luise Nikuta (✝) setzte sich für Kölner Karneval und CSD ein

Marie-Luise Nikuta wurde am 25. Juli 1938 als Marie-Luise Oberbrinkmann in Köln-Nippes geboren. Die Sängerin galt als „Königin des Mottolieds“. Seit 1977 (mit Unterbrechungen) steuerte sie ein jährliches Mottolied zum Kölner Karneval bei. Ihren ersten Karnevalshit hatte die Sängerin mit „Mer fiere Fastelovend“. Damals war Nikuta erst 13 Jahre alt. Ihr letztes Session-Lied war „Et Hätz schleiht em Veedel“ für die Session 2020.

In den folgenden Jahrzehnten produzierte die Sängerin über 160 Karnevalslieder. Darunter: „Klaaf un Tratsch op kölsche Aat“, „Verzäll mer nix“ und „Fastelovend Un D‘r Dom“. Für ihr Schaffen erhielt die Kölnerin als bisher einzige Frau die Willi-Ostermann-Medaille für ihre musikalischen Werke. Dazu ist sie Ehrenmitglied im Klub Kölner Karnevalisten und bei vielen Karnevalsgesellschaften zur Ehrensenatorin ernannt worden.

Neben ihrem Engagement im Kölner Karneval setzte sich Nikuta auch für den Cologne Pride und den CSD in Köln ein. 2003 schrieb sie für den Pride in Köln ein eigenes Mottolied. Der Song „Liebe Deine Nächsten“. Bis zu ihrem Tod trat Nikuta häufiger auf der Schaafenstraße in Köln auf. Am 2. April 2020 wurde die „Königin des Mottolieds“ auf dem Melaten-Friedhof im Stadtbezirk Köln-Lindenthal beerdigt. (jw) Fair und unabhängig informiert, was in Deutschland und NRW passiert – hier unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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