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Karneval 2022: Sitzungen abgesagt – Corona bricht Jecken das Herz

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Von: Johanna Werning

Eine junge Frau mit Clownsnase mit traurigem Gesichtsausdruck.
Viele Veranstaltungen im Karneval 2022 werden abgesagt – wegen Corona. © imagebroker/Imago

Köln/Düsseldorf: Beim Karneval 2022 gibt es „große Einschränkungen“, erklärt NRW-Chef Wüst. Karnevalssitzungen in engen Sälen werden abgesagt – wegen Corona.

Köln / Düsseldorf – Nach einem Treffen zwischen der Landesregierung mit Vertretern des organisierten Karnevals steht fest: die Karnevalssession 2022 wird aufgrund von Corona erneut anders als gewohnt ablaufen. Die wichtigsten Aussagen des der Pressekonferenz mit Christoph Kuckelkorn, Präsident des Festkomitees Kölner Karneval, Frank Prömpeler, Vizepräsidenten des Bundes Deutscher Karneval und NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst, zum Nachlesen.

Karneval 2022: Absage für Karnevalsveranstaltungen – Bund und Länder helfen finanziell

Prömpeler: „Es gibt kleinere Veranstaltungen, bei denen zwei- bis fünftausend Euro helfen. Es gibt aber auch große Veranstaltungen, bei denen allein ein Waagen bis zu 40.000 Euro kostet. Insgesamt reden wir da schon über eine große Summe. Wir müssen es sehen. Aber es ist gut, dass wir unter den Rettungsschirm der Bundesregierung springen können.“

Kuckelkorn: „Wie hoch die Kosten für eine ausfallende Session sind, ist schwer zu sagen. Das unterscheidet sich von den Gesellschaften und der Größe.“

Wüst: „Die Förderprogramme werden jetzt noch einmal abgeklopft, ob sie auch wirklich passgenau sind. Wir wollen so gut es geht helfen.“

Karneval 2022: Kein Sitzungskarneval – Straßen- und Kneipenkarneval auf der Kippe

Kuckelkorn: „Es ist noch zu früh, um über Straßenkarneval und Kneipenkarneval zu entscheiden.“ Da will man erst in den nächsten Wochen entscheiden und die Entwicklung sehen. „Das muss in den ersten Januarwochen entschieden werden.“ Sitzungen in engen Säle sollen demnach nicht stattfinden. „Die Infektionsgefahr in den kleinen Räumen ist zu hoch.“

Prömpeler: Große Karnevalssitzungen im Januar finden auch 2022 nicht statt. Dazu haben sich Land und Karnevals-Dachorganisationen entschieden. „Man hat Verantwortung übernommen, um dem Brauchtum keinen Schaden zuzufügen.“

Prömpeler: „Auch in diesem Jahr haben wir uns eng ausgetauscht.“ Das ist zu Zeiten der Pandemie auch weiterhin wichtig. „Wir haben die Zusage bekommen, dass jeder Verein, der Hilfe braucht, Hilfe bekommt.“ Es wird kein „Feiern um jeden Preis geben“, erklärt er. Die Karnevalsveranstaltungen im Innenraum sollen somit nicht stattfinden. Umzüge sind jedoch weiterhin geplant. „Die finden ja später statt. Man muss es jedoch abwarten“. Man sei jedoch Zuversichtlich, da es sich dann um Außenveranstaltungen hat.

Karneval 2022: Keine Karnevalssitzungen – „man muss Verantwortung tragen“

Kuckelkorn: „Wir sind seit Monaten im engsten Austausch mit dem Land. Das war eine gute Zusammenarbeit. Aber niemand kann den Karneval absagen, aber man muss Verantwortung tragen.“ Große Sitzungen in Innenräumen sind zu gefährlich. Darum sollen die Veranstaltungen freiwillig abgesagt werden. „Wichtig ist da aber, dass es eine finanzielle Sicherheit für die Veranstalter gibt.“

Wüst: „Sie muten sich sehr viel zu. Das ist keine Leichtigkeit. Danke, dass die Karnevalisten das machen.“

Karneval 2022 nur unter „großen Einschränkungen“ – Wüst äußert sich

Wüst: Der Karneval in NRW findet nur unter „großen Einschränkungen“ statt, erklärt NRW-Chef Wüst. Wie genau die aussehen, erklärt er noch nicht. „Wir sind so vorausschauend wie möglich“. Immerhin brauchen vor allem kleinere Vereine eine gewisse „Planungssicherheit“.

Wüst: Schon jetzt ist klar, dass man nicht einfach feiern kann, das ist schon jetzt absehbar. Für Vereine und Gesellschaften gibt es darum Sonderfonds. „Die Hilfen stehen auch dann zur Verfügung, wenn die Veranstalter freiwillig absagen.“ Geboten ist „große Vorsicht“. Das Land will dabei bestmöglich mit den Vereinen und Gesellschaften zusammenarbeiten. „Karneval als Massenveranstaltung, scheint nicht angebracht.“ 

Wüst: „Gerade in Zeiten von Corona, wäre Karneval zu feiern wichtig.“ „Karneval ist tief verwurzelt in NRW, für viele Menschen ist Karneval Teil ihrer Identität. Es ist Brauchtum.“ Doch die Infektionen sind gefährlich. Gerade Omikron ist „gefährlich“, so der NRW-Chef weiter. „Die Gefahr ist groß, dass sich während der Karnevalsession noch mehr Menschen anstecken.“ Darum heißt es weiter, dass der Karneval auch in diesem Jahr nur eingeschränkt stattfinden kann. Für die „Karnevalisten ist das hart.“ „Es ist schon ein dickes Ding, dass der Karneval wieder so leidet.“ Aber die „Gesundheit hat höchste Priorität.“

Karneval 2022: Findet die Session statt? Pressekonferenz mit Wüst, Kuckelkorn und Prömpeler

Update vom 14. Dezember, 12:59 Uhr: Die Pressekonferenz beginnt. „Karneval ist Heimat und Brauchtum“, so Hendrik Wüst. „Menschen unterschiedlicher Herkunft kommen zusammen.“

Update vom 14. Dezember, 12:59 Uhr: Eigentlich sollte die Pressekonferenz zum Karneval während Corona um 12:45 Uhr starten. Wann das Presse-Statement mit NRW-Chef Hendrik Wüst, Präsident des Festkomitees Kölner Karneval Christoph Kuckelkorn und Vizepräsidenten des Bundes Deutscher Karneval Frank Prömpeler tatsächlich beginnt, ist noch nicht klar. Aktuell heißt es lediglich, dass es „in Kürze“ startet. 24RHEIN berichtet live, wie es mit dem Karneval während Corona weitergeht.

Update vom 14. Dezember, 12:49 Uhr: Die Pressekonferenz beginnt „in Kürze“, so das Land NRW. Eigentlich sollte die Pressekonferenz um 12:45 Uhr beginnen. Gemeinsam äußern sich NRW-Chef Hendrik Wüst, Präsident des Festkomitees Kölner Karneval Christoph Kuckelkorn und Vizepräsidenten des Bundes Deutscher Karneval Frank Prömpeler zur bevorstehenden Session. Aktuell sind viele Fragen ungewiss: Kann trotz Coronavirus und hoher Inzidenz gefeiert werden? Derzeit sieht das Land NRW eine 2G+-Regel für die Karnevalsveranstaltungen vor. Ob das so bleibt, ist nicht klar.

Update vom 14. Dezember, 12:46 Uhr: Die Pressekonferenz beginnt in Kürze.

Karneval 2022: Findet die Session statt? Wüst äußert sich

Düsseldorf/Köln – In knapp vier Wochen heißt es „Alaaf“ und „Helau“. Dann beginnt die Hochphase des Karnevals – sowohl in Köln, als auch in Düsseldorf und den anderen Karnevalshochburgen. Doch die Session 2022 steht auf der Kippe. Während Düsseldorf den Rosenmontagszug bereits in den Mai verschoben hat, will Köln mit strengen Corona-Regeln wie gewohnt feiern. Am 14. Dezember will sich NRW-Minister Hendrik Wüst zum Karneval äußern. Denn letztendlich entscheiden Land und Bund, ob der Karneval gefeiert werden kann. Die Pressekonferenz findet am Dienstag, 14. Dezember, um 12:45 Uhr statt.

Karneval 2022: Pressekonferenz mit Wüst, Kölner Karneval und Bund Deutscher Karneval

Das kündigt das Land NRW vorab auf Twitter an: „Presse-Statement im Nachgang zum Austausch mit den Karnevalsverbänden mit Ministerpräsident Hendrik Wüst“, heißt es am Dienstagmittag. Bei der Konferenz spricht Wüst gemeinsam mit Christoph Kuckelkorn, Präsident des Festkomitees Kölner Karneval und dem Vizepräsidenten des Bundes Deutscher Karneval, Frank Prömpeler. Gemeinsam hat mich vorab über die anstehende Session ausgetauscht. (jw) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in Köln- und NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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