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Rosenmontagszug im Stadion abgesagt – stattdessen Friedensdemo durch Köln

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Festkomitee Koelner Karneval bei der Präsentation der Persiflagewagen.
Erst Anfang der Woche hatte das Festkomitee Kölner Karneval die Präsentation der Persiflagewagen für den Zug abgehalten. © BEAUTIFUL SPORTS/Wunderl/Imago

Das Festkomitee Kölner Karneval hat den Rosenmontagszug im RheinEnergie-Stadion abgesagt. Grund für die Absage ist der Krieg in der Ukraine.

Köln – Das Festkomitee Kölner Karneval hat das für Rosenmontag geplante Fest mit einem Umzug im RheinenErgie-Stadion abgesagt. Grund: der Ukraine-Konflikt. Stattdessen werde man eine Friedensdemonstration mit Persiflagewagen auf Plätzen in der Kölner Innenstadt organisieren, sagte am Donnerstag ein Sprecher des Festkomitees der Deutschen Presse-Agentur.

Karneval Köln 2022: Friedensdemonstration statt Rosenmontagszug im Stadion

„Die Situation in der Ukraine entwickelt sich schnell und dramatisch – das hat selbstverständlich auch Auswirkungen auf den Karneval. Ein unbeschwertes Feiern ist derzeit nur schwer denkbar, denn unsere Gedanken sind bei den Menschen in der Ukraine“, teilte das Festkomitee bei Facebook mit. Während man den Straßen- und Kneipenkarneval an Weiberfastnacht nicht mehr habe absagen können, sei die Situation für die anderen Karnevalstage anders.

„Das Festkomitee wird das geplante Rosenmontagsfest im Stadion daher nicht durchführen, und stattdessen in der Innenstadt eine Friedensdemonstration durchführen“, heißt es weiter. Die Persiflagewagen sollen statt als Zug durch das Stadion nun an verschiedenen Plätzen in Köln gezeigt werden. Dabei sollen die Wagen, die auf die Situation in Osteuropa hinweisen, im Mittelpunkt stehen.

Entwurf eines Persiflagewagens mit Wladimir Putin für den Rosenmontagszug 2022 in Köln.
Entwurf eines Wagens noch vor Ausbruch des Krieges: Wladimir Putin, wie er sich als kleines Kind seine Sowjetunion „zusammenhämmert“. © Festkomitee Kölner Karneval

Köln: Karneval 2022 – Kuckelkorn will „Flagge für friedliches Miteinander zeigen“

„Die Persiflagen sind das Ausdrucksmittel der Karnevalisten, um auf Missstände hinzuweisen“, teilt Festkomiteepräsident Christoph Kuckelkorn mit. „Und der schrecklichste Missstand derzeit sind die Kampfhandlungen in der Ukraine. Da gilt es, Flagge für ein friedliches Miteinander zu zeigen. Die Kölner werden damit auch nach draußen ein deutliches Signal setzen und zeigen, dass sie nicht nur feiern können, sondern auch solidarisch mit Menschen in Not sind.“

Am Donnerstag hat auch NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst eine Absage der Karnevalsumzüge gefordert. „Krieg und Karneval in Europa passen nicht zusammen“, sagte Wüst in Düsseldorf. „Mir persönlich ist überhaupt nicht zum Feiern zumute in diesen Stunden. In diesem traurigen Moment, in dem der Krieg zurückgekehrt ist nach Europa, halte ich Karnevalszüge für völlig unangemessen.“ (bs/dpa) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in Köln passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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