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Start des 9-Euro-Tickets in Köln: Sind mehr Menschen KVB gefahren?

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Von: Johanna Werning

Am 1. Juni ist das 9-Euro-Ticket in Köln gestartet. Ein „spürbar erhöhtes Fahrgastaufkommen“ blieb bei der KVB allerdings aus – mit zwei Ausnahmen.

Köln – Berlin, München, Hamburg oder Leipzig – alles Ziele, die mit dem 9-Euro-Ticket erreichbar sind. Seit dem 1. Juni gilt das Sonderticket in ganz Deutschland. Schon vorab hieß es, dass der Andrang riesig sein wird. Doch wie ist der Ticketstart in Köln tatsächlich gelaufen? Sind Bus und Bahn schon am Starttag überfüllt?

9-Euro-Ticket in Köln: „Spürbar erhöhtes Fahrgastaufkommen bleibt aus“

Links: Eine KVB-Bahn fährt über die Severinsbrücke in Köln. Rechts: Eine Hand hält ein 9-Euro-Ticket fest.
Das 9-Euro-Ticket ist gestartet – aber sind die Auswirkungen in Köln bereits spürbar? (Symbolbild) © Jochen Tack/Imago & Future Image/Imago

24RHEIN hat bei der KVB nachgefragt. Bereits 150.000 Tickets wurden in der App, an den Kundencentern und an den Verkaufsstellen verkauft (Stand: 1. Juni). Bereits am ersten Tag wurden 12.500 9-Euro-Ticket in Köln gekauft. Aber ist das auch in den Kölner Straßenbahnen und Bussen spürbar? „Belastbare Zahlen können wir heute natürlich nicht liefern, aber einen ersten Eindruck“, erklärt KVB-Sprecher Matthias Pesch.

Auch wenn bereits Hunderttausende 9-Euro-Tickets in Köln verkauft worden sind, blieb ein „spürbar erhöhtes Fahrgastaufkommen“ am Mittwochmorgen aus. „Die Fahrzeugauslastung unterschied sich grundsätzlich nicht wesentlich von der an einem normalen Werktag“, sagt Pesch.

Köln: 9-Euro-Ticket startet ohne große Auswirkungen – mit zwei Ausnahmen

Allerdings mit zwei Ausnahmen: Der KVB-Linie 16 und der KVB-Linie 18, die beide in Richtung Bonn fahren. „Die Linien 16 und 18 waren zeitweise voller als sonst, aber wir können nicht sagen, ob das mit dem 9-Euro-Ticket zusammenhängt oder andere Gründe hatte“, bestätigt der KVB-Sprecher weiter. Ein theoretisch denkbarer Grund: Viele Menschen leben in Köln, pendeln aber täglich in Richtung Bonn. Vielleicht ist der ein oder andere Pendler nun aufgrund des 9-Euro-Tickets vom Auto auf die KVB umgestiegen.

Außerdem waren die Bahnsteige an den Haltestellen Neumarkt und Dom/Hauptbahnhof voller als sonst. Brenzlig wurde es allerdings nicht. „Die Fahrgäste verteilen sich ja dann auf mehrere Linien“, so Pesch. Das vorläufige Fazit der KVB: „Insgesamt waren wir weit von einer Voll-Auslastung entfernt.“

Das könne sich jedoch noch ändern: „Möglicherweise wird es ja am Wochenende voller, wenn Besucher von außerhalb nach Köln kommen und hier mit der KVB unterwegs sind“, erklärt Pesch. Inwieweit das 9-Euro-Ticket in Köln tatsächlich genutzt wird, kann das Unternehmen allerdings noch nicht abschätzen.

9-Euro-Ticket: Die wichtigsten Infos im Überblick

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