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Köln: Andreas Feicht neuer Chef der RheinEnergie – er kommt direkt aus Berlin

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Von: Michael Hirz

Hauptverwaltung der RheinEnergie AG am Parkguertel in Koeln im Vordergrund Andreas Feicht
Wird Andreas Feicht der neue Boss der RheinEnergie? © RheinEnergie (Gebäude) / BMWi (Feicht)

Köln: Andreas Feicht soll neuer Chef der RheinEnergie werden – Noch-Boss Peter Steinkamp scheidet im Sommer 2022 aus.

Köln – Wer wird neuer Chef der RheinEnergie? Ende August 2022 scheidet Dieter Steinkamp altersbedingt aus dem Amt. 2007 kam der Manager nach Köln, 2009 rückte er an die Spitze des Unternehmens, das unter seiner Führung ein Großer unter den regionalen Dienstleistern wurde. In 2020 erwirtschaftete die Rheinenergie 170 Millionen Euro Gewinn (bei 2,47 Milliarden Umsatz), ist damit Schwergewicht im Konzern der Stadtwerke Köln, trägt erheblich zum Haushalt der Stadt Köln bei und mindert das Defizit der KVB Kölner Verkehrs-Betriebe AG. Steinkamp verbindet das sachliche Denken des Managers mit der Kreativität des Gestalters von Energie-Netzwerken. Sein Name steht für eine Vielzahl an Beteiligungen und nicht zuletzt die „Rheinland-Kooperation“, in der Rheinenergie und die Eon-Tochter Westenergie ihre regionalen Beteiligungen bündeln.

Andreas Feicht: Spitzenbeamter von Peter Altmaier als neuer RheinEnergie-Boss

Andreas Feicht heißt dem Vernehmen nach sein Nachfolger. Der 50-Jährige hat einen Namen. Doch als beamteter Energiestaatssekretär im Ministerium des Peter Altmaier, der nun sein Amt an Robert Habeck (Grüne) übergab, wäre er als CDU-Mitglied unter der neuen Regierung nicht glücklich geworden. Und für einen nachgeordneten Abteilungsleiter-Posten scheint der gebürtige Bayer zu umtriebig und aktiv. Feicht kennt die weitere Region Kölns – er war bei den Wuppertaler Stadtwerken viele Jahre für die Energieversorgung verantwortlich und gleichzeitig Geschäftsführer der Stadtwerke. Ferner hat er Verbandserfahrung und verfügt über ein politisches Netzwerk. Seine Papierform ist ausgezeichnet.

Anders als sein Vorgänger kennt er noch nicht den Beipackzettel dieser Stadt, ihre „Wirkungen und Nebenwirkungen“, ihre Türen und Falltüren. Wie man einem Manager den Ausstieg einfach macht, zeigte die Stadt Köln, als sie ihrem eigenen Unternehmen Rheinenergie zum Jahreswechsel den Vertrag zu kommunaler Energieversorgung kündigte. Auf die Mischung aus Unbedarftheit, Naivität mit einem schlecht dosierten Quäntchen an Gemeinheit wird er sich einstellen müssen. (mh/IDZRW)  

Unser Gastautor Michael Hirz vom Kölner Presseclub war bis vor kurzem Programm-Geschäftsführer des Politik-Senders Phoenix und hat u. a. den „Internationalen Frühschoppen“ moderiert. Jetzt ist Michael Hirz freier Journalist, Kommunikationsberater und sitzt im Vorstand des Kölner Presseclub. Dieser Beitrag stammt aus dem Presseclub-Newsletter, den Sie hier abonnieren können.

Das ist Andreas Feicht

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