Illegale Party

Ausgangssperre in Köln: Reker „entsetzt“ über Vorfälle am Wochenende

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Oberbürgermeisterin Henriette Reker war nicht erfreut, als es am Wochenende zu gleich zwei großen Verstößen gegen die Ausgangssperre kam. (Archivbild)
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In Köln gilt seit Samstag eine Ausgangssperre. Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker hat sich nun dazu geäußert, wie die Kölner mit der Situation umgegangen sind.

Köln – In Köln spitzt sich die Corona-Lage weiter zu, so ist die Wocheninzidenz am Sonntag in der Domstadt auf einen Wert von 178,3 gestiegen. Angesichts der beunruhigenden Situation hat der Krisenstab nun die Umsetzung einer Ausgangsbeschränkung beschlossen. So dürfen seit Samstag, 17. April, die Menschen in Köln ihre Wohnungen in der Zeit von 21 bis 5 Uhr morgens nur noch aus triftigen Gründen verlassen. Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker hat sich nun dazu geäußert, wie das erste Wochenende der Ausgangssperre lief.

Nächtliche Ausgangssperre in Köln: Mehrheit der Kölnerinnen und Kölner ist zu Hause geblieben

„Ich danke allen Kölnerinnen und Kölnern, die sich mit großer Mehrheit an die Ausgangsbeschränkung gehalten haben. Es macht mich stolz, dass auf die Menschen in Köln Verlass ist – sie sich auch solidarisch mit dem medizinischen Personal zeigen. Denn der Verzicht auf Kontakte bedeutet, das Risiko von Infektionen zu verringern; so helfen wir mit, die Krankenhäuser und besonders die Intensivstationen in unserer Stadt zu entlasten“, so Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker.

Ausgangssperre in Köln: Reker entsetzt über Feier – Mediziner unter Gästen

„Es gab aber auch zwei Ereignisse an diesem Wochenende, über die ich entsetzt bin“, sagte Reker. Zum einen meinte sie damit die illegale Party von Medizinern und Lehrern, die die Polizei am Wochenende in Westhoven aufgelöst hatte. „In unserer jetzigen Situation in der Pandemie eine Party mit vielen Menschen zu feiern, ist unverantwortlich – besonders, weil die Feiernden, bei denen es sich angeblich um angehende Mediziner*innen gehandelt hat, es hätten besser wissen müssen“, mahnte die Oberbürgermeisterin.

Doch auch die Krawalle in der Kölner Innenstadt, bei denen Randalierer Rauchbomben und Knallkörper auf Streifenwagen und Stadtbahnen der KVB warfen und Hausfassaden und Schaufenster beschädigten, kritisierte Reker scharf. „Wir können in einer demokratischen Gesellschaft unterschiedlicher Meinung sein und auch streiten – aber Sachbeschädigung kann niemals eine Gesprächsgrundlage sein“, so Henriette Reker. (nb)

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