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Toter Säugling vor Babyklappe gefunden: Anklage gegen Mutter (36) erhoben

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Von: Johanna Werning

Das Moses Baby Fenster befindet sich hinter einem Sichtschutz an einem Gebäude in Köln-Bilderstöckchen.
Ab Februar steht die Mutter vom Säugling Elias wegen Totschlags vor Gericht (Symbolbild) © Henning Kaiser/dpa

Anklage im Fall „Elias“: Die Mutter muss sich wegen Totschlags vor dem Landgericht Köln verantworten. Sie soll das Baby tot vor einem Babyfenster abgelegt haben. 

Köln – Fünf Monate nachdem der kleine Elias tot vor einem Babyfenster in Köln-Bilderstöcken (Köln-Nippes) gefunden worden ist, hat die Staatsanwaltschaft im Dezember Anklage gegen die Mutter des Säuglings erhoben. Auf Nachfrage von 24RHEIN bestätigt das Landgericht Köln, dass die 36-Jährige wegen Totschlags angeklagt wurde. Mitte August wurde die Frau festgenommen.

Köln: Anklage im Fall „Elias“ – Verhandlung im Februar 2022

Aktuell sitzt die Mutter in Untersuchungshaft. Angaben, wie die Ermittlungskräfte auf die Frau gekommen sind, teilt das Landgericht nicht mit. „Nur so viel: Es hat Hinweise gegeben“, so ein Sprecher des Landgerichts am Mittwochmorgen, 15. Dezember, weiter. Und auch ob die Angeklagte sich bereits zum Tatvorwurf geäußert hat, ist nicht klar. Der Prozessbeginn ist am Mittwoch, 2. Februar 2022. „Angesetzt sind fünf Verhandlungstage“, sagt der Gerichtssprecher weiter.

Köln: Toter Säugling vor Baby-Fenster – Elias hat „zum Zeitpunkt der Geburt gelebt“

Im Juli sorgte Schicksal des kleinen Elias für Aufsehen. Am 12. Juli wurde der wenige Tage alte Säugling tot vor dem „Moses Baby Fenster“ des Hauses Adelheid gefunden. Ein herbeigerufener Notarzt konnte nur noch den Tod feststellen. „Vorbehaltlich der Ergebnisse noch ausstehender Untersuchungen geht die Rechtsmedizin davon aus, dass der Junge zum Zeitpunkt der Geburt gelebt hat“, erklärte die Polizei damals.

Mit Hochdruck suchte die Polizei daraufhin nach den Eltern des Kindes. Dazu wurde auch ein Foto eines Handtuchs veröffentlicht, in das der Säugling eingewickelt war. (dpa/lnw) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in Köln und NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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