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Extreme Trockenheit: Kölner Bäche könnten austrocknen – Stadt zieht Konsequenz

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Von: Mick Oberbusch

Schild „Wasserentnahmestelle“, eingeklinkt ein fließender Bach (Montage).
Die Wasserentnahme in Köln ist derzeit verboten – weil die Bäche austrocknen (Symbolbild, IDZRW-Montage). © Robert Fishman/Imago & Manngold/Imago

Einige Bäche in Köln drohen auszutrocknen. Die Stadt reagiert: Ab sofort darf kein Wasser mehr aus den Bächen entnommen werden.

Köln – Die ganze Stadt bereitet sich aktuell auf eine mögliche Hitzewelle vor, die Köln in den kommenden Tagen treffen könnte. Einige Wettermodelle sagen sogar Temperaturen bis zu 45 Grad in NRW voraus. Doch nicht nur die Bürgerinnen und Bürger in Köln, sondern auch die Bäche befinden sich ob dieser Nachricht in Alarmbereitschaft. Denn durch den bislang in diesem Jahr ausbleibenden Regen drohen einige im Stadtgebiet auszutrocknen. Die Stadt zieht jetzt erste Konsequenzen.

Extreme Trockenheit: Bäche in Köln haben zu wenig Wasser

„Die Kölner Gewässer leiden nach den geringen Niederschlägen im Frühjahr bereits jetzt unter extremer Trockenheit. Aufgrund des ausgebliebenen Regens führen die Bäche wenig bis überhaupt kein Wasser“, teilt die Stadt mit. Folgende Bäche, sowohl links-, als auch rechtsrheinisch, sind betroffen und „zeigen bereits extrem niedrige Wasserstände“:

Wasserentnahme in Köln verboten – folgende Bäche kurz vor dem Austrocknen

Da aktuell auch lokale und kurzzeitige Niederschläge die Situation nicht nachhaltig entspannen können, erlässt das Umwelt- und Verbraucherschutzamt der Stadt Köln wie schon in den vergangenen Jahren eine Allgemeinverfügung. „Demnach ist die Entnahme von Wasser aus den Bächen, die im Kölner Stadtgebiet verlaufen, ab dem 13. Juli 2022 verboten.

Bäche in Köln trocknen aus – Wasserentnahme für Anwohnende verboten

„Betroffen sind vor allem die Grundstückseigentümer*innen, deren Gärten direkt an diesen Fließgewässern liegen – auch ihnen ist es untersagt, Wasser zu entnehmen“, erklärt die Stadt. Eine Entnahme mit elektrischen Pumpen sei ohnehin ohne eine wasserrechtliche Erlaubnis nicht zulässig, heißt es weiter.

Wasserentnahme in Köln verboten

Ungeregelte, uneingeschränkte und häufige Entnahmen von Wasser bedrohen nicht nur die Tier- und Pflanzenwelt, sondern gefährden auch die notwendige, natürliche Selbstreinigung der Gewässer, wie die Stadt mitteilt.

„Bedingt durch die niedrigen Wasserstände sinkt die Sauerstoffzufuhr, während zugleich die Wassertemperatur steigt. Dies führt zu einer massiven Störung der Gewässerökologie und des Wasserhaushaltes sowie zu einer nachhaltigen und weitreichenden Schädigung der Lebensräume für die im Wasser lebenden Tiere und Pflanzen“, heißt es weiter.

Wasserentnahme in Köln verboten: Alle 24 Kölner Fließgewässer betroffen

Das Verbot betreffe alle 24 offen verlaufenden Kölner Fließgewässer im links- und rechtsrheinischen Stadtgebiet. „Für die vier linksrheinischen Gewässer Pletschbach, Frechener Bach, Duffesbach und Gleueler Bach gibt es aufgrund der besonderen örtlichen Gegebenheiten kaum Berührungspunkte mit Privatanlieger*innen. Anders sieht es bei den Bächen auf der rechten Rheinseite aus. Dort sind häufiger direkt an den Gewässern privat genutzte Grundstücke zu finden“, so die Stadt.

Direkt betroffen sind laut Stadt rund 800 bis 900 Grundstückseigentümerinnen und -eigentümer. Die Allgemeinverfügung gilt zunächst bis zum 31. Oktober 2022 und kann je nach Situation und Witterung verlängert werden. (mo) Fair und unabhängig informiert, was in Deutschland und NRW passiert – hier unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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