1. 24RHEIN
  2. Köln

Corona: Impfungen in Köln – diese Freiheiten stehen Geimpften bald wieder zu

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Nina Büchs

Menschen stehen für eine Impfung mit dem Impfstoff von Moderna an.
Die Stadt Köln hat im Stadtteil Chorweiler mit Impfungen in sozialen Brennpunkten begonnen. © Oliver Berg/dpa

In Köln schreiten die Impfungen gegen das Coronavirus voran: Seit Montag wird auch in Chorweiler geimpft. Vollständig Geimpfte haben dann wieder mehr Freiheiten.

Köln – Seit Montag können sich die Menschen im Stadtteil Chorweiler in Köln gegen das Coronavirus impfen lassen. Dabei bevorzugt werden nun aber nicht mehr Personen einer bestimmten Altersgruppe. Denn wie Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker erklärte, wurden die Bewohner in diesen Sozialräumen in die Priorisierung der Gruppe drei aufgenommen. Demnach dürfen auch jüngere Menschen, die in Chorweiler wohnen, ihre Ärmel hochkrempeln und sich im Impfbus auf dem Liverpooler Platz impfen lassen.

Etwa 750 Menschen können dort pro Tag von 10 bis 18 Uhr mit den Impfstoff Moderna geimpft werden. Für sie hat die Aktion aber nicht nur gesundheitliche Vorteile. Denn die Landesregierung NRW kündigte an, dass Personen mit vollständiger Corona-Impfungen und genesene Personen, ab dem 3. Mai von einigen Corona-Regeln nicht mehr betroffen sein werden. Ein Überblick, was für diese Personengruppen nun in NRW schon möglich ist.

Impfungen in Köln-Chorweiler schreiten voran: Vollständig Geimpfte von Testpflicht ausgeschlossen

„Eine nachgewiesene Immunisierung durch Impfung oder Genesung ersetzt den Nachweis eines negativen Testergebnisses“, so die Landesregierung NRW auf ihrer Homepage. Vollständig Geimpfte oder Genesene dürfen nun also zum Friseur gehen, am Schulunterricht teilnehmen oder bei „Click and Meet“ im Einzelhandel einkaufen – und das alles ohne vorher einen Corona-Test zu machen. Aber auch beim Reisen gibt es Vorteile: So darf diese Personengruppe reisen, ohne danach in Quarantäne zu müssen.

Armin Laschet: „Von geimpften Menschen geht keine größere Gefahr aus“ – auch Geimpfte in Köln erhalten Freiheiten zurück

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet sagte dazu: „Von geimpften und genesenen Menschen geht keine größere Gefahr aus als von negativ getesteten Personen. Deshalb nehmen wir für diese Personengruppe Grundrechtseingriffe insoweit wieder zurück.“ Die Entscheidung, ob bei Geimpften und Genesenen auch solche Grundrechtseinschränkungen bereits aufgehoben werden können, die bei negativ Getesteten vorläufig noch notwendig sind, erfolgt in Absprache mit dem Bund und den anderen Ländern, so Laschet. Dies betrifft zum Beispiel auch die Ausgangssperre oder etwa die Kontaktbeschränkungen „Hier brauchen wir einheitliche Regelungen auf der Grundlage der verabredeten Vorlage des Bundes“, sagte Laschet.

Ausgangssperre, Test- und Quarantänepflicht, Kontaktbeschränkung: Das gilt vielleicht schon bald bundesweit

Inzwischen hat das Bundeskabinett entsprechende Lockerungen für vollständig Geimpfte und Genesene beschlossen. Für diese Personen sollen dann bundesweit die Ausgangssperren, die Quarantänepflicht beim Reisen und die Regelungen zu den Kontaktbeschränkungen entfallen, berichtet die Tagesschau. Das bedeutet, dass sich diese Personen wieder mit mehreren anderen Geimpften treffen können. Bei Treffen mit Ungeimpften würden sie außerdem nicht mitgezählt werden, heißt es dort weiter.

Köln-Chorweiler: Wann erhalten die Menschen dort ihre Freiheiten zurück?

Was aber bedeutet das nun für die Menschen in Köln-Chorweiler? Bei den Impfstoffen Moderna, Astrazeneca oder Biontech ist eine zweite Impfung erforderlich, bis man einen vollständigen Schutz erreicht hat. Diejenigen, die also mit Moderna geimpft wurden, müssen sich in etwa vier bis sechs Wochen einer Zweitimpfung unterziehen. Erst 14 Tage danach dürfen auch sie ein Stück weit zur Normalität zurückkehren. Doch genau diese Normalität für Geimpfte und Genesene aussehen wird, muss bundesweit noch geklärt werden. (nb)

Auch interessant